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FCZ bringt St. Gallen dritte Heimniederlage bei

Der FC Zürich dämpft die Begeisterung rund um den FC St. Gallen. Die Zürcher, die zuletzt daheim Servette 0:5 unterliegen, siegen in der Ostschweiz 3:1.

Agentur
sda
Samstag, 14. Dezember 2019, 21:58 Uhr Fussball
Der Zürcher Goalgetter Blaz Kramer (links) gegen den St. Galler Innenverteidiger Yannis Letard
Der Zürcher Goalgetter Blaz Kramer (links) gegen den St. Galler Innenverteidiger Yannis Letard
KEYSTONE/WALTER BIERI

Entscheidenden Einfluss auf den Ausgang der intensiv geführten Partie in dem mit 19'024 Zuschauern ausverkauften St. Galler Stadion hatte die Phase unmittelbar vor der Pause. St. Gallen hatte sich nach dem anfänglichen Schreck und dem Eigentor von Miro Muheim in der 3. Minute erholt, glich durch Jordi Quintillà per Foulelfmeter glückhaft aus und stand dem 2:1-Führungstreffer nahe. Doch Ermedin Demirovic traf nur die Latte (38.) und Boris Babic (40.) vergab alleine vor FCZ-Hüter Yanick Brecher. Unmittelbar vor der Pause verursachte St. Gallens Captain Silvan Hefti, der den St. Galler Penalty herausgeholt hatte, selbst ein Foul gegen den schnellen Blaz Kramer im eigenen Strafraum. Den Penalty verwandelte der generell überzeugende Antonio Marchesano.

Nach dem Wechsel erhöhte St. Gallen die Kadenz, erzeugte mächtig Druck und kam durch Cedric Ittén, Hefti und Babic zu Ausgleichschancen, die nicht genutzt wurden. Da agierte der agile, disziplinierte und lauffreudige FCZ cleverer und entschied die Partie durch ein Kontertor von Aiyegun Tosin, das Marchesano mit einem weiten Pass magistral eingeleitet hatte.

«Das Spielglück lag diesmal nicht auf unserer Seite», sagte St. Gallens Mittelfeldspieler Lukas Görtler. «Wir waren vor dem gegnerischen Tor trotz Druckphasen vor und nach der Pause nicht effizient genug.» FCZ-Torhüter Brecher freute sich über die drei Punkte nach dem 0:5 gegen Servette. «Wir waren das bessere Team, haben 90 Minuten gefightet, sensationell verteidigt und klug gekontert. Wir blieben auch in St. Gallens Druckphase ruhig.» Und FCZ-Trainer Ludovic Magnin fügte lächelnd an: «Unser B-Plan ist aufgegangen. Kämpferisch und einsatzmässig waren wir Superklasse». St. Gallens Trainer Peter Zeidler konstatierte leicht enttäuscht: «Wir sind noch kein Spitzenteam. Es reicht uns noch nicht ganz, unsere Vorhaben umzusetzen. Wir müssen uns noch weiter entwickeln. Ich bin trotz der Niederlage stolz auf die Vorrunde meiner Mannschaft. Es bricht keine Welt zusammen.»

Telegramm und Rangliste

St. Gallen - Zürich 1:3 (1:2)

19'024 Zuschauer (ausverkauft). - SR San. - Tore: 3. Muheim (Eigentor) 0:1. 28. Quintillà (Foulpenalty) 1:1. 45. Marchesano (Foulpenalty) 1:2. 74. Tosin (Marchesano) 1:3.

St. Gallen: Stojanovic; Hefti, Stergiou (71. Guillemenot), Letard, Muheim; Görtler, Quintillà, Ruiz; Itten; Babic (84. Staubli), Demirovic.

Zürich: Brecher; Rüegg, Nathan, Mirlind Kryeziu, Pa Modou; Sohm, Domgjoni; Tosin, Marchesano (79. Janjicic), Schönbächler (89. Kololli); Kramer (53. Mahi).

Bemerkungen: St. Gallen ohne Bakayoko, Nuhu, Lüchinger, Klinsmann und Strübi (alle verletzt), Fabinho, Ribeiro, Rüfli und Campos (alle nicht im Aufgebot). Zürich ohne Charabadse, Hekuran Kryeziu und Winter (alle verletzt), Ceesay, Bangura, Kasai, Popovic und Zumberi (alle nicht im Aufgebot). 38. Lattenschuss Demirovic. 89. Pfostenschuss von Mahi. Verwarnungen: 15. Letard (Foul), Görtler (Reklamieren), 21. Nathan (Foul), 30. Sohm (Foul, im nächsten Spiel gesperrt), 44. Hefti (Foul). 59. Schönbächler (Foul).

Rangliste: 1. Young Boys 17/37 (39:24). 2. Basel 17/36 (40:15). 3. St. Gallen 18/35 (42:25). 4. Zürich 18/30 (23:32). 5. Servette 18/27 (28:18). 6. Lugano 17/20 (18:19). 7. Sion 17/20 (24:34). 8. Luzern 17/15 (15:26). 9. Neuchâtel Xamax FCS 17/13 (19:31). 10. Thun 18/9 (16:40).

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