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Eine harte Prüfung für Klinsmann und Favre

Klinsmann gegen Favre: Dies gab es in der Bundesliga schon einmal - mit dem besseren Ausgang für den Schweizer. Diesmal ist das Aufeinandertreffen von höchster Brisanz.

Agentur
sda
Samstag, 30. November 2019, 05:00 Uhr Fussball
Lucien Favre kann oft nicht glauben, was er von seinen Borussen auf dem Platz sieht
Lucien Favre kann oft nicht glauben, was er von seinen Borussen auf dem Platz sieht
KEYSTONE/EPA EFE/ENRIC FONTCUBERTA

Am Samstag um 15.30 Uhr wird es ein ganz besonderes Trainerduell. Herthas prominenter Neuzugang Jürgen Klinsmann braucht bei seinem Bundesliga-Comeback sofort ein Erfolgserlebnis. Lucien Favre kämpft bei Borussia Dortmund an alter Wirkungsstätte um seinen Job. «Ich konzentriere mich auf das Wesentliche, mein Fall ist unwichtig», sagte der Waadtländer vor dem Gastspiel des schlingernden BVB in Berlin. «Der BVB geht uns gar nichts an», sagt demgegenüber der ehemalige Klinsmann, der nach eigenen Worten schon nach wenigen Tagen spürt, wie schwer die Mission beim angeschlagenen Hauptstadtklub werden wird.

«Das Allerwichtigste hat die Mannschaft aufgenommen. Wir brauchen Punkte - egal wie», sagte Klinsmann. Um den attraktivsten und aufregendsten Fussball gehe es für den 15. der Tabelle nicht.

Als Chefcoach von Bayern München verlor Jürgen Klinsmann im Februar 2009 gegen die von Lucien Favre befehligte Hertha 1:2. «Das gehört mit dazu. Wir nehmen das Ergebnis mit für den Samstag», sagte Klinsmann. Weder er noch Favre konnten sich spontan an dieses Aufeinandertreffen erinnern.

Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc stellte sich am Tag vor dem Duell mit dem Lieblingsgegner - Dortmund verlor nur eins der letzten elf Wettbewerbsspiele gegen Hertha - noch einmal demonstrativ vor seinen Coach. «Wir haben Vertrauen zu Lucien, er arbeitet sehr hart, will die Wende schaffen. Wir glauben, dass wir das hinkriegen .» Vor dem 13. Liga-Spieltag steht der BVB mit 20 Punkten nur auf dem 6. Platz.

Nach dem 1:3 in Barcelona, das den BVB den Einzug in die Achtelfinals der Champions League kosten könnte, darf in der Bundesliga der Abstand zur Spitze nicht noch weiter wachsen.

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