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Ein Tornado gegen Weesen

Wer verspätet zur Partie auf dem Weesner Moos aufkreuzte, hatte die ersten beiden Tore der Gäste bereits verpasst. Der FC Seuzach legte mit zwei frühen Toren den Grundstein für einen zu keiner Zeit gefährdeten Auswärtssieg. Die Seuzacher waren in sämtlichen Bereichen die aktivere Mannschaft.

Südostschweiz
Sonntag, 01. September 2019, 11:38 Uhr Fussball
Bereits in den ersten paar Minuten gab Seuzach alles.
YANIK BUERKLI

Von Daniel Gmür

Das Unheil nahm bereits früh seinen Lauf. Der FC Weesen verschlief den Start in die Partie gegen den Aufstiegsaspiranten komplett. Bereits nach drei Minuten klingelte es zum ersten Mal im Kasten der Weesner. Der Innenverteidiger Tavares reagierte nach einem Eckball am Schnellsten und wuchtete das Spielgerät aus kurzer Distanz in die Maschen. Entschlossenheit pur auf Seiten von Seuzach. Und im gleichen Stil ging es weiter. Nach zehn Minuten musste der chancenlose Kolumbic bereits ein zweites Mal hinter sich greifen. Zum Glück für Weesen war der Start-Tornado von Seuzach vorerst beendet. Die Weesner fingen ebenfalls an mitzukicken und so entwickelte sich eine spielerisch ausgeglichene erste Halbzeit, in welcher das Heimteam zu einigen Torchancen kam. Dabei liessen die Offensivakteure jedoch die Konsequenz im gegnerischen Sechzehner vermissen. Der unbedingte Wille ein Tor zu erzielen, fehlte in zahlreichen Aktionen. Neben einem aberkannten Freistosstreffer von Hoffmann kam der wiedergenesene Hasek einem Torerfolg noch am Nächsten. Seine Versuche landeten knapp neben oder über dem Tor. Die beiden Stürmer Surynek und Tafat hingegen, hingen komplett in der Luft.

Wer zum Anpfiff des zweiten Umgangs eine Leistungssteigerung der Walensee-Truppe erwartete, wurde enttäuscht. Seuzach behielt die Feldüberlegenheit. Die beiden Mittelfeldstrategen Schiendorfer und Kradolfer zogen die Fäden in der Zentrale und fütterten die beiden Flügelzangen Auer und Widmer immer wieder mit wunderschönen Bällen in die Tiefe. Den beiden letztgenannten Herren war es dann auch vergönnt, mit je einem Treffer das Skore bim Schlusspfiff auf 0:4 zu erhöhen. Die klare Niederlage war besiegelt. Mit zögerlichem Abwehrverhalten, fehlender Zweikampfstärke im Mittelfeld und ohne Durchschlagskraft im Offensivbereich gibt es in der 2. Liga interregional keine Punkte zu ergattern. Dass die Mannen von Coach Egli mehr drauf haben, bewiesen Sie mit dem Heimsieg gegen den FC Rüti vor zwei Wochen. Jetzt heisst es Mund abputzen, als Team zusammenzustehen und im Kellerduell von kommender Woche bei United Zürich eine andere Einstellung an den Tag zu legen.

Weesen – Seuzach 0:4 (0:2)
Moos – 100 Zuschauer 
Tore: 3. Tavares 0:1, 11. Türkmen 0:2, 52. Auer 0:3, 85. Widmer 0:4.

Weesen: Kolumbic; Lopes, Widmer, Heinzer, Hirakawa; Gutknecht (75. Niederberger), Baydar (64. Willi), Hoffmann, Hasek (64. Böni); Tafat, Surynek (87. Martinelli).

Seuzach: Migliaccio; Vögeli, Tavares, Weibel (80. Sipkar), Di Nucci (70. Schalcher); Hasani, Schiendorfer, Kradolfer (60. Lamanna); Auer (75. Dekhili), Türkmen, Widmer.

Bemerkungen: Weesen ohne Schiesser, Ziegler (Militär), Briker (Ausbildung) Agushi, Balzer, Egli, Hostalek, Weber und Lars Widmer (verletzt) sowie Künzle (2. Mannschaft).

 

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