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Auf dem Hardturm-Areal soll die «Credit Suisse Arena» stehen

Die Namensrechte für das geplante neue Fussball-Stadion in Zürich-West hat sich die Credit Suisse gesichert. Auf dem Areal des ehemaligen Hardturm-Stadions soll künftig die «Credit Suisse Arena» stehen.

Agentur
sda
Donnerstag, 04. Juli 2019, 11:47 Uhr Zürich
Die Grossbank Credit Suisse hat sich die Namensrechte für das geplante Fussball-Stadion auf dem Hardturm-Areal für zehn Jahre gesichert. FCZ und GC sollen in der "Credit Suisse Arena" spielen.
Die Grossbank Credit Suisse hat sich die Namensrechte für das geplante Fussball-Stadion auf dem Hardturm-Areal für zehn Jahre gesichert. FCZ und GC sollen in der "Credit Suisse Arena" spielen.
Visualisierung: PD

Der Vertrag tritt ab sofort in Kraft und dauert bis zehn Jahre nach Inbetriebnahme des Stadions. Dies teilten die Grossbank und die beiden Vereine GC und FCZ am Donnerstag gemeinsam mit.

Unterzeichnet wurde der Vertrag mit der neuen Betriebsgesellschaft des Stadions, der Stadion Zürich Betriebs AG. Diese gehört zu je 49 Prozent den beiden Fussballclubs, die restlichen zwei Prozent hält die MFT Meier Finanz-Treuhand AG.

Um wie viel Geld es für die Clubs geht, wird nicht kommuniziert. Für das angeschlagene GC ist die Vergabe der Namensrechte aber bereits ab der nächsten Saison «eine wichtige Stütze zur Finanzierung der Clubaktivitäten», wird Vizepräsident Andras Gurovits in der Mitteilung zitiert.

Die Stadtzürcher Stimmberechtigten haben im vergangenen November die Vorlage mit 53,8 Prozent Ja-Stimmenanteil angenommen. Das Projekt «Ensemble» stammt von den Investoren HRS, Immobiliengefässe der Credit Suisse sowie Allgemeine Baugenossenschaft Zürich (ABZ).

Es sieht auf dem rund 55«000 Quadratmeter grossen Areal 174 Genossenschaftswohnungen, ein Stadion für rund 18»000 Zuschauer und zwei 137 Meter hohe Wohn- und Bürotürme mit rund 570 Wohnungen vor. Die gesamten Investitionen belaufen sich auf rund 570 Millionen Franken.

Der Investor will mit den Wohntürmen das Stadion querfinanzieren. Dadurch muss sich die Stadt weder am Bau noch am Betrieb finanziell beteiligen. Mit einem reduzierten Baurechtszins auf dem Baufeld, auf dem die Türme stehen werden, unterstützt sie das Projekt aber dennoch. Denn aus der Reduktion resultiert ein wiederkehrender Einnahmenverzicht von jährlich maximal 1,7 Millionen Franken.

Verzögerungen möglich

Der Zeitplan sieht vor, dass der Anpfiff im neuen Stadion zum Beginn der Saison 2022/2023 erfolgt. Die Hochhäuser und der gemeinnützige Wohnungsbau werden etappiert ab 2023 fertiggestellt. Wegen erwarteter Rekurse und einer möglichen zweiten Abstimmung über den Gestaltungsplan könnte sich das Projekt aber verzögern.

Ende Mai hat der Zürcher Stadtrat den privaten Gestaltungsplan für das Projekt «Ensemble» gutgeheissen. Nun ist das Stadtparlament am Zug. Der private Gestaltungsplan «Areal Hardturm - Stadion» schafft die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Realisierung. Erforderlich ist er vor allem aufgrund der Gebäudehöhe der beiden geplanten Hochhäuser.

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