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Niederlande folgt USA in den Final

Der Final der Frauen-WM in Frankreich lautet USA - Niederlande. Die Niederländerinnen gewannen den zweiten Halbfinal in Lyon gegen Schweden 1:0 nach Verlängerung.

Agentur
sda
Mittwoch, 03. Juli 2019, 23:43 Uhr Fussball

Ein platzierter Flachschuss der Mittelfeldspielerin Jackie Groenen aus nicht ganz 20 Metern Entfernung entschied die zäh verlaufene Partie in der 9. Minute der Verlängerung. Vorangegangen waren dem Siegtreffer vor nicht ganz 50'000 Zuschauern über weite Strecken ereignisarme 98 Minuten, in denen die Schwedinnen zunächst die etwas bessere Equipe waren.

Für die Niederlande, die sich via Playoffs gegen die Schweiz (4:1 nach Hin- und Rückspiel) erst zum zweiten Mal für eine WM-Endrunde qualifizierten, ist es der erste WM-Final. In diesem trifft die Mannschaft von Trainerin Sarina Wiegman am Sonntag (17.00 Uhr) in Lyon auf Titelverteidiger und Favorit USA.

Die Amerikanerinnen hatten sich am Dienstag gegen England nach hochstehenden 90 Minuten 2:1 durchgesetzt. Das Duell zwischen den Niederlanden und Schweden blieb in Sachen Intensität, Niveau und Torchancen einiges schuldig, zumal der erste Halbfinal reichlich Spektakel und spielerische Klasse geboten hatte.

Je einmal kamen die Teams in der regulären Spielzeit einem Treffer sehr nahe. Nach einer knappen Stunde lenkte die niederländische Torhüterin Sari van Veenendaal einen Schuss von Nilla Fischer mit einer starken Parade an den Innenpfosten, wenig später war auf der Gegenseite Hedvig Lindahl bei einem Kopfball von Vivianne Miedema mit den Fingerspitzen noch entscheidend am Ball, sodass der Ball von der Latte zurückprallte.

Die Rollen im Final sind klar verteilt. Die USA stieg als Titelhalter bereits als Favorit ins Turnier gestiegen hat die hohen Erwartungen bislang erfüllt. Zum Auftakt feierte die Mannschaft von Jill Ellis einen WM-Rekordsieg gegen Thailand (13:0) in der K.o.-Phase gewann sie die als vorgezogener Final betitelte Viertelfinal-Affiche gegen Gastgeber Frankreich und den hochstehenden Halbfinal gegen England. Die Niederlande, die vor zwei Jahren mit dem Gewinn des EM-Titels am Heimturnier den grössten Erfolg feierten, danach aber nachliessen, zählten wie Schweden zu den Aussenseiterinnen. Das entscheidende Duell gegen die Schweiz um die Qualifikation für die Endrunde in Frankreich gewannen die Niederländerinnen indes klar.

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