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Ronaldo 3, Schweiz 1 - Für Petkovic macht nur einer den Unterschied

Ronaldo 3, Schweiz 1! Die Gründe für die Niederlage im Halbfinal der Nations League sind offensichtlich. «Ronaldo ist der Extra-Spieler, der aus dem Minimum das Maximum macht», sagt Vladimir Petkovic.

Agentur
sda
Donnerstag, 06. Juni 2019, 00:06 Uhr Fussball
Am Ende blieb Vladimir Petkovic nur der Applaus an Cristiano Ronaldo
Am Ende blieb Vladimir Petkovic nur der Applaus an Cristiano Ronaldo
KEYSTONE/EPA KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT

Am Tag vor dem Spiel hatte der Schweizer Nationalcoach Vladimir Petkovic gesagt: «Portugal ist auch ohne Cristiano Ronaldo stark. Er ist einfach die Kirsche auf der Torte.» Nach dem 1:3 seiner Mannschaft im Halbfinal der Nations League sagte Petkovic: «Ronaldo war heute der Extra-Spieler, der den Unterschied ausgemacht hat. Er machte aus dem Minimum das Maximum. Drei Schüsse, drei Tore. Ich gratuliere Portugal zu diesem Spieler.»

Vielleicht macht es die Niederlage etwas weniger bitter, wenn man verliert, einfach weil der Gegner den besten Fussballer der Welt in seinen Reihen hat. «Über 90 Minuten haben wir zeigen können, dass wir eine gute Mannschaft haben», zeigte sich Petkovic nämlich einigermassen zufrieden mit dem Auftritt seiner Auswahl.

Geärgert hat ihn die Niederlage trotzdem, denn sie seien vorne manchmal etwas zu wenig konkret gewesen. «Und am Ende hat es auch hinten nicht ganz gestimmt. Es gab kleine Fehler, die wir teuer bezahlt haben.» Zwei entscheidende Gegentore in den letzten Minuten, das rief Erinnerungen wach an das Spiel gegen Dänemark vor rund zehn Wochen in der EM-Qualifikation, als die Schweiz in der Schlussphase eine 3:0-Führung verspielt hatte. «Wir waren heute wie damals am Schluss zu tief gestanden. Wir wollten zu sehr verwalten und waren vielleicht auch ein wenig müde.»

Dennoch: Über weite Strecken hat die Schweiz eine gute Leistung gezeigt. Das 3-5-2 ist ein Gewand, das der SFV-Auswahl gut steht. Petkovic liess trotzdem offen, ob dies das System der Zukunft ist. «Das hängt vom Gegner ab und von den physischen Möglichkeiten der Spieler. Heute haben uns zum Teil die Läufe in die Tiefe gefehlt. Je nach Gegner müssen wir mit noch mehr offensiver Kraft antreten.»

Den nächsten Versuch, in einem Pflichtspiel einen grossen Gegner zu schlagen, macht die Schweiz am Sonntag in Guimarães im Spiel um Platz 3 der Nations League gegen England oder die Niederlande. "Mal schauen, wie der mentale und physische Zustand der Spieler ist. Es werden die elf spielen, welche mir die grösste Sicherheit geben, das Spiel zu gewinnen. Denn es ist klar, dass wir am Sonntag siegen wollen.“

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