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Gerechtes Remis im Spitzenspiel in Basel

In der 25. Super-League-Runde holen der FC Basel und der designierte Meister YB mit einem 2:2 je einen Punkt in einem Schlagerspiel, das den Ausgang der Meisterschaft nicht mehr beeinflussen dürfte.

Agentur
sda
Sonntag, 17. März 2019, 19:08 Uhr Fussball
Jean-Pierre Nsame traf für die Young Boys kurz vor der Pause zwiemal
Jean-Pierre Nsame traf für die Young Boys kurz vor der Pause zwiemal
KEYSTONE/GEORGIOS KEFALAS

Die über 28'000 Zuschauer im St.-Jakob-Park sahen einen Match, der einerseits umkämpft war - zu gross ist die Rivalität unter den besten zwei Schweizer Mannschaften -, andererseits aber etwas von einer Exhibition hatte. Gute Unterhaltung war es allemal. Die Young Boys waren zuletzt näher am Sieg. Ein Kopfball von Christian Fassnacht, gegen den Goalie Jonas Omlin nichts hätte ausrichten können, landete nach 84 Minuten an der Latte.

Für die Basler und ihren Trainer Marcel Koller war es wichtig zu sehen, dass sie in dieser Saison erstmals in einem Match gegen YB in der zweiten Halbzeit nicht inferior waren - wie im Herbst beim 1:7 in Bern und beim 1:3 in Basel. Und Basel ist erst die dritte Mannschaft (nach Zürich und Thun), die den Bernern daheim ein Unentschieden abringt. Die Auswärtsbilanz der Berner in der Meisterschaft ist tatsächlich imposant: zehn Siege, drei Remis, keine Niederlage.

Die Young Boys haben unterdessen in 56 Meisterschaftsspielen in Folge immer mindestens ein Tor erzielt. Die Basler sind in dieser Sparte auch schon bei 36 Spielen angelangt; zu ihrer eigenen Bestleistung aus den Jahren 2005 und 2006 fehlen ihnen noch fünf Spiele mit je mindestens einem Torerfolg. Die statistischen Werte deuten auf die Offensivstärken beider Mannschaften hin - und tatsächlich blieben sie den Fans von Anfang an nichts schuldig.

Basel ging mit einem kuriosen Tor verdientermassen in Führung. Nach einem Corner wehrte Goalie David von Ballmoos einen wuchtigen Abschlussversuch von Marek Suchy mit einer tollen Parade zur Seite ab. Der Ball traf aber Michel Aebischer, der beim Pfosten abgesichert hatte, und prallte vom Oberkörper des Freiburgers ins Tor.

Es schien, als würden die Berner im fünften Spiel in Folge kein Tor in der ersten Halbzeit erzielen. Aber Jean-Pierre Nsame traf just vor der Pause sogar zweimal. Zuerst auf einen Querpass, den Christian Fassnacht in der Mitte mit einer Finte passieren liess, und hierauf nach einer Kopfball-Stafette mit Verteidiger Ali Camara nach einer Freistossflanke.

Das 2:2, das dem Spiel gerecht wurde, erzielte kurz nach der Pause das Basler Juwel Noah Okafor mit einem tollen Weitschuss nach einem von der Berner Defensive ungenügend abgewehrten Angriff.

Die Trainer sprachen nach dem Match nicht über die unverändert grosse Punktedifferenz zwischen den Mannschaften. Vielmehr gingen sie auf die Qualität des Gebotenen ein. Gerardo Seoane sagte: «Kompliment an beide Mannschaften für ein attraktives Spiel. Es war gute Werbung für den Schweizer Fussball.» Marcel Koller brauchte nur noch zu ergänzen: «Es war ein Hin und Her mit Hochs auf beiden Seiten.»

Basel - Young Boys 2:2 (1:2)

28'103 Zuschauer. - SR Schärer. - Tore: 17. Aebischer (Eigentor) 1:0. 41. Nsame (Assalé) 1:1. 44. Nsame (Camara) 1:2. 53. Okafor 2:2.

Basel: Omlin; Widmer, Suchy, Balanta, Riveros; Xhaka, Frei (72. Campo); Okafor (89. Ajeti), Zuffi, Stocker; Van Wolfswinkel.

Young Boys: Von Ballmoos; Mbabu, Camara, Von Bergen, Benito; Fassnacht (89. Garcia), Sow, Aebischer, Moumi Ngamaleu; Assalé (72. Lauper), Nsame (65. Hoarau).

Bemerkungen: Basel ohne Bua und Petretta (beide verletzt). Young Boys ohne Schick (gesperrt), Sulejmani (verletzt) und Lotomba (Aufbau in U21). 84. Kopfball von Fassnacht an die Latte. Verwarnungen: 32. Aebischer (Foul), 35. Okafor (Foul), 38. Suchy (Foul), 50. Nsame (Foul), 76. Camara (Foul), 83. Widmer (Foul).

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