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Bosz löst in Leverkusen Herrlich ab

Heiko Herrlich muss seinen Trainer-Posten bei Bayer Leverkusen trotz zuletzt zwei Siegen räumen. Als Nachfolger verpflichtet der Tabellenneunte der Bundesliga Peter Bosz.

Agentur
sda
Sonntag, 23. Dezember 2018, 12:05 Uhr Fussball
Heiko Herrlich ist nicht mehr Trainer von Bayer Leverkusen
Heiko Herrlich ist nicht mehr Trainer von Bayer Leverkusen
KEYSTONE/EPA/ARMANDO BABANI

Die Trennung von Herrlich erfolgte einen Tag nach Leverkusens 3:1-Sieg gegen Hertha Berlin. Drei Tage zuvor hatte sich die Werkself auch gegen Schalke durchgesetzt (2:1). Gleichwohl blieb der Klub als Neunter nach dem halben Pensum unter den Erwartungen. Der Gruppensieg in der Europa League sowie der Einzug in die Achtelfinals im Cup konnten das durchwachsene Gesamtbild, das die überaus talentierte, aber unbeständige Mannschaft unter Herrlich abgab, nicht ausreichend beschönigen. «Leider ist mittlerweile eine Stagnation in der Entwicklung des Teams nicht mehr zu leugnen», erklärte Sportchef Rudi Völler.

Peter Bosz, der vor einem Jahr in Dortmund nach wenigen Monaten entlassen wurde, tritt die Nachfolge mit Beginn der Rückrunden-Vorbereitung am 4. Januar an. Der 54-jährige Niederländer erhielt einen Vertrag bis Sommer 2020. Seinen grössten Erfolg feierte der Verfechter des temporeichen Offensivspiels mit dem niederländischen Rekordmeister Ajax Amsterdam, den er 2017 in den Final der Europa League geführt hat.

Herrlich hatte Leverkusen mit Beginn der Saison 2017/18 übernommen. In seiner ersten Spielzeit als Chef führte der ehemalige Stürmer und Bundesliga-Torschützenkönig den Verein auf den 5. Platz und in die Europa League. Die Qualifikation für die Champions League wurde knapp verpasst. Zuvor hatte Herrlich Jahn Regenburg trainiert und mit dem Provinzklub aus Bayern den Aufstieg in die 3. Liga (2016) und im Folgejahr sogar den Durchmarsch in die 2. Liga geschafft. Sein Vertrag wäre noch bis Ende dieser Saison gelaufen.

Herrlichs Entlassung ist der zweite Trainerwechsel in der Bundesliga in dieser Saison nach Tayfun Korkut, der beim VfB Stuttgart von Markus Weinzierl abgelöst worden war.

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