×

Schicksalsspiel für Bayern-Trainer Niko Kovac

Die Aktien von Bayern-Trainer Niko Kovac stehen denkbar schlecht. Selbst wenn sich die Münchner in der Champions League vorzeitig für die Achtelfinals qualifizieren, ist sein Job gefährdet.

Agentur
sda
Dienstag, 27. November 2018, 09:27 Uhr Fussball
Steht Niko Kovac am Dienstag gegen Benfica Lissabon zum letzten Mal bei Bayern München an der Seitenlinie?
Steht Niko Kovac am Dienstag gegen Benfica Lissabon zum letzten Mal bei Bayern München an der Seitenlinie?
KEYSTONE/AP/MATTHIAS SCHRADER

Nach dem 3:3 in der Bundesliga gegen Fortuna Düsseldorf am Samstag sah sich Bayern-Präsident Uli Hoeness mit Fragen zu Trainer Kovac konfrontiert. In seiner Replik liess Hoeness einigen Spielraum für Spekulationen. Im Champions-League-Spiel gegen Benfica Lissabon «wird unser Trainer mit Sicherheit Niko Kovac sein», verkündete er. Danach müssten sie sich an der Säbener Strasse allerdings zusammensetzen und schauen, wie es weitergehen soll.

Kovac hatte unmittelbar nach Spielschluss in München gesagt, er spüre noch Rückhalt der Klubführung. Dass das Remis im Heimspiel gegen den Zweitletzten der Bundesliga trotz zwischenzeitlicher 2:0- und 3:1-Führung bei Präsident Hoeness ein Umdenken herbeigeführt hat, wusste er da noch nicht.

Nun spielen die Bayern am Dienstag gegen Benfica Lissabon nicht nur um den vorzeitigen Einzug in die K.o.-Phase, sondern auch um die Zukunft des Trainers. Bereits ein Unentschieden würde zur Qualifikation reichen. Kovacs Weiterbeschäftigung in München könnte allerdings sogar bei einem Heimsieg, es wäre erst der zweite aus den letzten sieben Spielen, zur Debatte stehen. Denn wie der deutsche Boulevard berichtet, soll Kovac bei den Spielern den Rückhalt verloren haben.

Bewährungsprobe auch für Solari

Ein ähnliches Bild präsentiert sich bei Champions-League-Titelverteidiger Real Madrid. Die Madrilenen zeigten sich am Wochenende in der Liga desolat, unterlagen beim Provinzklub Eibar 0:3, können in der Königsklasse mit einem Sieg bei der AS Roma allerdings die vorzeitige Achtelfinal-Qualifikation schaffen. Obwohl Real unter seinem neuen Trainer Santi Solari in fünf Spielen erst einmal verloren hat, macht sich nach dem Auftritt in Eibar Nervosität breit.

Die Madrider Sportzeitung «Marca» sah sich sogar dazu veranlasst, den Namen von Tottenham-Coach Mauricio Pochettino als möglichen Nachfolger von Solari zu kolportieren. Mit einem Sieg im Spitzenduell der Gruppe G in Rom würde Solari den Aktionismus der spanischen Presse wohl rasch wieder unterbinden.

Hoffenheim braucht ersten Sieg

Die erste Champions-League-Kampagne von Hoffenheim dürfte in der Gruppenphase enden. Um überhaupt noch Hoffnungen auf die K.o.-Phase zu haben, muss gegen Schachtar Donezk der erste Sieg her. Glückt dieser dem Team von Julian Nagelsmann gegen die Ukrainer, werden sie immerhin auch im kommenden Frühjahr noch in einem europäischen Wettbewerb vertreten sein.

In der Gruppe H mit den Young Boys nimmt Juventus Turin zum zweiten Mal Anlauf, sich vorzeitig für die Achtelfinals zu qualifizieren. Gegen Valencia soll die überraschende 1:2-Niederlage aus der 4. Runde gegen Manchester United ausgemerzt werden. Allerdings sind die Spanier in besserer Verfassung als beim 0:2 im erstmaligen Aufeinandertreffen mit Juventus in dieser Saison.

Kommentar schreiben

Kommentar senden