Schlueiner «Grossbaustelle»
Mit einer sportlichen Liaison zwischen Cyrille Belinga und der US Schluein Ilanz war nicht zu rechnen. Der 32-jährige Kameruner, der einst als Junior via Frankreich vor 15 Jahren zum FC Zürich gestossen war, verbrachte seine Spieler- und Trainerlaufbahn primär im Schweizer Mittelland sowie ennet der Grenze in Süddeutschland. Einen Bezug zur «Fussball-Provinz» Graubünden oder gar zur US Schluein Ilanz? Den gibt es nicht wirklich. Andererseits ehrte der regionale 2.-Ligist bei seiner Trainerwahl stets das einheimische Schaffen. Doch dieser Weg endete nach dem Rücktritt des langjährigen Chefcoachs Urs Casutt mitten in der Hinrunde in der Sackgasse. Nachfolger Corsin Cavegn blieb ein Trainer auf Zeit. Eine weitere Zusammenarbeit im Frühjahr gibt es nicht.
Zwangsläufig suchten Präsident Simon Lutz und TK-Mitglied Gian Arpagaus den neuen Trainer abseits von Graubünden. Sie fanden den ihnen angebotene Belinga. Der 32-Jährige gesteht, dass ihm beim ersten Kontakt mit der Mannschaft im Januar das Lachen verging. Er habe eine Grossbaustelle vorgefunden, erläutert Belinga. «Die Mannschaft war taktisch verwahrlost, physisch in einem ungenügenden Zustand und nach den vielen Niederlagen zutiefst verunsichert», präzisiert Belinga. Die Herausforderung für Belinga in dessen ersten Station im Aktivfussball ist gross. «Wir arbeiten viel an der Physis und ich will eine taktisch versierte, variable Mannschaft bilden. Wichtig ist vor allem ein gut strukturiertes Spiel aus der eigenen Abwehr. Hohe weite Bälle in die gegnerische Hälfte zu dreschen ist nicht zielführend.» (jok)
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