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Messi ist Weltfussballer des Jahres

Lionel Messi wird an der Ballon d'Or-Gala der FIFA im Zürcher Kongresshaus zum Weltfussballer des Jahres 2015 gewählt. Er verweist Cristiano Ronaldo und Teamkollege Neymar auf die Plätze.

Südostschweiz
11.01.16 - 20:21 Uhr
Fussball

Für Messi, der von den Nationaltrainern und -Captains aller FIFA-Mitgliederstaaten sowie ausgelesenen Journalisten seit zehn Jahren immer in die Top 3 gewählt wurde, ist es nach 2009 bis 2012 die fünfte Auszeichnung zum Weltfussballer.

Cristiano Ronaldo blieb nach zwei Jahren auf dem Thron wegen der titellosen Saison mit Real Madrid und trotz 48 Meisterschaftstoren 2014/15 diesmal wieder die ungeliebte Rolle des ersten Gratulanten. Neymar, Messis Sturmpartner bei Barcelona, war bei seiner Premiere im Kreis der Top 3 gegen die beiden Dominatoren der Szene ohne Chance. In den letzten acht Jahren belegten Messi und Ronaldo einzig 2010 nicht die beiden ersten Plätze, als es Andrés Iniesta auf den zweiten Platz hinter Teamkollege Messi schaffte.

Messi gewann 2015 mit Barça die Champions League, den spanischen Meistertitel und den Cup. Zudem führte er Argentinien an der Copa America in den Final, wo sich Chile im Penaltyschiessen durchsetzte. In der Meisterschaft steuerte der 28-Jährige 43 Tore zum Titel bei, in der Champions League war er mit zehn Treffern und sechs Vorlagen der Topskorer.

Bei den Frauen ging der Goldene Ball an die US-Amerikanerin Carli Lloyd. Die 33-jährige Stürmerin führte die USA als Nummer 10 zum dritten WM-Titel und steuerte im Final drei Tore zum Sieg über Japan bei. Sie setzte sich bei der Wahl gegen die Deutsche Celia Sasic und die Japanerin Aya Miyama durch.

Trainer des Jahres wurde Luis Enrique. Der an der Gala wie der ebenfalls nominierte Bayern-Coach Pep Guardiola abwesende Spanier führte den FC Barcelona in seinem ersten Jahr zum Gewinn des Triples.

Das mit Korruptionsvorwürfen und Verhaftungen von diversen Funktionären überhäufte Skandaljahr des Weltfussballverbands, das in der Suspendierung von Blatter gipfelte, wurde an der Gala nicht thematisiert.

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