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Basel trifft auf Maccabi Tel Aviv

Der FC Basel bekommt es in den Playoffs der Champions League mit Maccabi Tel Aviv zu tun. Der Schweizer Meister hat am 19. August zunächst Heimrecht, das Rückspiel findet sechs Tage später statt.

Südostschweiz
07.08.15 - 15:17 Uhr
Fussball

Die Auslosung am UEFA-Hauptsitz in Nyon hielt für den FCB weder die weiteste Reise seiner Europacup-Geschichte (nach Astana/Kas) noch einen Trip in den Südosten Albaniens zu Skënderbeu Korça bereit. Auch der schwedische Vertreter Malmö und Partizan Belgrad wurden einem anderen gesetzten Team zugeteilt. Der für die FCB-Reisen zuständige Veranstalter kann im Prinzip die Unterlagen der Saison 2013/14 aus der Schublade hervorholen. Damals musste Basel mit Trainer Murat Yakin innert 198 Tagen zweimal in Tel Aviv antreten.

Im ersten Spiel, dem Drittrunden-Rückspiel zur Champions League, lief im August 2013 in der ersten halben Stunde alles für den FCB. Nach 32 Minuten führte er im Bloomfield Stadium 3:0 und brachte das heissblütige Publikum vorübergehend zum Schweigen. Ein ähnlich unerklärlicher Leistungseinbruch wie beim 1:0 eine Woche davor brachte ihn aber noch in Nöte (3:3). Gleichwohl reichte es zum Weiterkommen. Aus jenem Basler Team, das vor zwei Jahren in Tel Aviv auf dem Matchblatt stand, sind mit Philipp Degen, Behrang Safari, Mohamed Elneny, Taulant Xhaka, Matias Delgado und Ersatzgoalie Mirko Salvi noch sechs Akteure dabei.

Ende Februar 2014 war das 0:0 im Sechzehntelfinal-Hinspiel der Europa League eine solide Basis für den Vorstoss in die nächste Runde. Bei Maccabi hiess der Trainer damals Paulo Sousa, drei Monate später wurde er als Nachfolger von Yakin vorgestellt.

In Israels Klubfussball setzte Maccabi in den letzten Jahren die Akzente. 2014/15 feierte der vom kanadischen Milliardär Mitch Goldhar präsidierte Verein als erster des Landes den Gewinn des Triples aus Meistertitel, Cup und Toto-Cup. Der Rekordmeister (21 Titel), der als einziges Team seit der Ligagründung 1949 stets erstklassig war, beendete die letzten drei Saisons immer als Champion. In die diesjährigen Playoffs zur Champions League ist Maccabi vorgestossen, weil es Hibernians Paola (Malta) und Viktoria Pilsen (Tsch) ausgeschaltet hat.

Stete Unruhe herrschte beim erfolgreichsten Verein Israels auf dem Posten des Trainers. Seit Sousas Abgang nach Basel hatte Maccabi zwei weitere Wechsel zu verzeichnen. Mit Slavisa Jokanovic soll nun ein ehemaliger WM- und EM-Teilnehmer versuchen, Maccabi zum zweiten Mal nach 2004/05 in die Gruppenphase der Champions League zu führen. Der 46-jährige Serbe führte zuletzt Watford in die Premier League und brachte dann den Präsidenten des Vereins mit übertriebenen Lohnforderungen dazu, den Vertrag nicht zu verlängern.

Auf dem "Liga-Weg" kommt es zu einem Duell zwischen der deutschen Bundesliga und der italienischen Serie A: Bayer Leverkusen mit Admir Mehmedi muss bei Lazio Rom antreten. In der Partie zwischen Valencia und Monaco, dem Bezwinger der Young Boys, kommt es zu einem Aufeinandertreffen früherer Champions-League-Finalisten. Manchester United bekommt es zunächst zuhause im Old Trafford mit dem belgischen Vertreter FC Brügge zu tun, derweil Rapid Wien Schachtjor Donezk empfängt.

Champions League. Playoffs. "Meister-Weg": Basel - Maccabi Tel Aviv, Astana (Kas) - APOEL Nikosia, Skënderbeu Korça (Alb) - Dinamo Zagreb, Celtic Glasgow - Malmö, BATE Borissow - Partizan Belgrad. - "Liga-Weg": Lazio Rom - Bayer Leverkusen, Manchester United - FC Brügge, Sporting Lissabon - ZSKA Moskau, Rapid Wien - Schachtjor Donezk, Valencia - AS Monaco.

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