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100. Länderspiel für Lionel Messi

Superstar Lionel Messi bestreitet an der Copa America in der Nacht auf Sonntag gegen Jamaika sein 100. Länderspiel. Nun will er endlich auch mit Argentinien einen grossen Titel gewinnen.

Südostschweiz
20.06.15 - 12:54 Uhr
Fussball

Messi wird am kommenden Mittwoch erst 28 Jahre alt. Er wurde schon viermal zum Weltfussballer gekürt, was noch keinem anderen Fussballer gelungen ist. Mit dem FC Barcelona gewann er bereits 24 Titel, darunter viermal die Champions League und siebenmal die spanische Meisterschaft. Doch etwas fehlt dem begnadeten Techniker noch in seinem eindrücklichen Palmarès, nämlich ein grosser Titel mit Argentinien. Mit der "Albiceleste" wurde er bisher "erst" U20-Weltmeister (2005) und Olympiasieger (2008).

Dieser Makel wurmt Messi selbstredend. "Ich hoffe, dass nach diesen 100 Spielen auch die Titel dazukommen", sagte er. Zweimal war er mit Argentinien schon nahe dran. 2007 setzte es an der Copa America im Final gegen Brasilien eine 0:3-Niederlage ab. Im vergangenen Jahr verloren die Argentinier den WM-Final gegen Deutschland 0:1 nach Verlängerung, wobei Messi zu Beginn der zweiten Halbzeit die Führung nur um Zentimeter verpasst hatte.

Sein Debüt im Nationalteam hatte der Superstar, der als Kind wegen einer Wachstumsstörung mit speziellen Medikamenten behandelt worden war, am 17. August 2005 in einem Freundschaftsspiel gegen Ungarn gegeben. Allerdings wurde er nur 48 Sekunden nach seiner Einwechslung vom Platz gestellt. Mittlerweile hat er 46 Tore für sein Land erzielt - nur Gabriel Batistuta (56) war noch erfolgreicher. Dennoch steht Messi immer noch im Schatten von Maradona, der Argentinien 1986 zum WM-Titel geführt hat.

Den letzten grossen Triumph feierten die Gauchos vor 22 Jahren bei der Copa America. Damals war Messi sechs Jahre alt. In Chile soll das Warten auf einen Titel endlich ein Ende haben. "Der verlorene WM-Final wird für immer eine Wunde hinterlassen", sagte Messi. "Gerade deshalb ist die Copa sehr wichtig für uns". Zumindest im Viertelfinal stehen die Argentinier bereits, unabhängig vom Resultat gegen Jamaika.

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