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Barcelona trotz 2:3 im Final

Der FC Barcelona steht wenig überraschend im Final der Champions League. Die Katalanen verlieren zwar bei gegen Bayern München 2:3, das 3:0 aus dem Hinspiel genügt aber zum Vorstoss ins Endspiel.

Südostschweiz
12.05.15 - 22:50 Uhr
Fussball

Die Bayern durften mit der selben Startformation wie am letzten Mittwoch während acht Minuten vom Coup träumen. Nach dem ersten Corner brachte Innenverteidiger Medhi Benatia den deutschen Meister per Kopfball in Führung. Es war das erste Tor für die Bayern nach 368 Minuten. Selbiger Benatia konnte aber in der 15. Lionel Messis Steilpass auf Luis Suarez nicht verhindern. Suarez legte quer, Neymar brauchte nur noch einzuschieben. Mit dem achten Saisontreffer des Brasilianers im Wettbewerb war nach einer Viertelstunde klar, dass die Bayern nur mit einem 5:1 noch hätten in den Final einziehen können.

Die unfassbar treffsichere Offensive Barcelonas - Messi, Neymar und Suarez waren für 25 der 28 Treffer dieser Champions-League-Kampagne verantwortlich - zog den Bayern früh den Zahn. Mit einem gewonnenen Kopfball-Duell gegen Benatia (!) gleiste wiederum Messi das 2:1 auf, wieder legte Suarez quer auf Neymar. Und der wiederum kam zum elften Tor aus den letzten zehn Spielen.

Schlagzeilen machte in der Allianz Arena aber nicht nur das "MSN"-Trio, sondern auch Goalie Marc-André ter Stegen. Nach dessen mirakulöser Parade gegen Robert Lewandowski (40.) überschlugen sich in den sozialen Netzwerken die Lobeshymnen auf den deutschen Keeper. Und mit seiner Einwechslung schrieb Xavi ein Stück Europacup-Geschichte: Als erster Spieler schaffte der Welt- und Europameister die Marke von 150 Spielen in der Champions League.

Für die Bayern sprach, dass sie das Nachlassen des Gegners zur Ergebniskorrektur und zum Abwenden der längsten Niederlagen-Serie seit 1991 (vier hintereinander) nützten. Eine herrliche Einzelleistung durch Robert Lewandowski (59.) und ein Schlenzer von Thomas Müller (74.) führten zum resultatmässigen Umschwung. Barcelona lief aber nie auch nur im Ansatz Gefahr, die achte Finalteilnahme im Meistercup respektive Champions League, die erste seit 2011, noch zu verspielen.

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