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Sechs Teams in Quarantäne, HCD mit 26 Fällen

Sechs Teams in Quarantäne, HCD mit 26 Fällen

Nach dem HC Davos und Ambri-Piotta müssen nun auch die Mannschaften vom EV Zug, dem HC Lugano den Rapperswil-Jona Lakers und Lausanne in Quarantäne. Beim HCD sind derweil 26 Coronafälle aufgetreten.

Südostschweiz
28.12.21 - 11:43 Uhr
Eishockey
Trotz rigoroser Massnahmen: Gleich fünf Teams müssen aufgrund von positiver Coronatests in Quarantäne.
Bild Keystone

Mittlerweile befinden sich gleich sechs Teams der obersten Schweizer Eishockeyliga in Quarantäne. Betroffen ist aber auch die Swiss League. Sowohl der EHC Winterthur als auch der EHC Olten sind betroffen.

In der National League müssen aus diesem Grund folgende Spiele verschoben werden:

Folgende Spiele werden verschoben:

02.01.2022

ZSC Lions gegen SC Rapperswil-Jona Lakers
HC Ajoie gegen HC Lugano
EV Zug gegen Fribourg-Gottéron
SCL Tigers gegen HC Lausanne
04.01.2022
HC Davos gegen EHC Biel
HC Lausanne gegen EV Zug
07.01.2022
HC Genf-Servette gegen HC Davos
08.01.2022
HC Davos gegen EHC Biel

Eines der insgesamt drei verschobenen Spiele der Rapperswil-Jona Lakers wurde bereits neu angesetzt. Statt am 2. Januar werden die Lakers nun am 8. März (19.45 Uhr) bei den ZSC Lions antreten. Umgekehrt wird die auf diesen Tag angesetzte Partie der ZSC Lions gegen Leader Fribourg-Gottéron nun bereits am 2. Januar (15.45 Uhr) ausgetragen. Wann die restlichen Partien neu angesetzt werden, ist noch nicht bekannt.

Trotz Booster: 26 Fälle beim HCD

Beim HC Davos sind mittlerweile 26 Tests beim Team und Staff positiv ausgefallen. Dies teilt Teamarzt Walter Kistler am Dienstag mit. Kistler musste sich selbst in Isolation begeben, da auch sein Test positiv ausfiel. Die vielen Fällen erstaunen angesichts der Tatsache, dass ein Grossteil der Mannschaft im Dezember eine Boosterimpfung erhalten hat. Die Krankheitssymptome der positiv Getesteten seien unterschiedlich, wie Kistler im Interview mit TV Südostschweiz sagt:

Walter Kistler im Interview mit Roman Michel (TV Südostschweiz)

12+1-Regel umsonst?

Angesichts dieser hohen Zahlen ist klar, dass die 12+1-Regel beim HC Davos nicht zum Zug kommen kann. Wenn eine Mannschaft 12 Feldspieler und einen Goalie einsatzbereit hat, muss die Mannschaft zum nächsten Spiel antreten.

Offenbar kann diese Regelung aber von keinem Team eingehalten werden. Dies obwohl bei einigen Teams  weit weniger Tests positiv waren. Grund, dass die 12+1-Regel bei keinem Team zum Tragen kommt, sind die Kantonsärzte, die jeweils allen Spielern der Mannschaften eine Quarantäneanordnung auferlegten.

So der Fall in Zug, wo bisher sechs Spieler positiv auf Corona getestet wurden. Die Spieler seien in Zug alle geimpft und hätten keine oder nur leichte Symptome, wie der EVZ schreibt. Ähnlich ist die Situation beim HC Lugano, wo ebenfalls sechs positive Tests festgestellt wurden. Es seien bei den betroffenen Spielern keine nennenswerten Symptome aufgetreten. Trotzdem ordnetet der Tessiner Kantonsarzt eine Quarantäne fürs ganze Team an, wie der HCL mitteilt. Die Rapperswil-Jona Lakers haben bisher keine Angaben gemacht darüber, wie viele Spieler positiv getestet wurden und ob sie Symptome zeigen. Angesichts der vielen Quarantäneanordnungen für ganze Teams vonseiten der Kantonsärzte scheint die 12+1-Regelung eine rein theoretische Lösung zu sein, die in der Praxis wohl selten zum Einsatz kommen dürfte.

Kein Unterbruch der Saison

Bei Liga-Direktor Denis Vaucher laufen derzeit die Drähte heiss, «aber das sind wir uns von der letzten Saison her gewohnt». Ein Meisterschafts-Unterbruch, wie ihn die NHL um Weihnachten einlegte, steht nicht zur Diskussion. «Es macht keinen Sinn zu unterbrechen», so Vaucher. Nicht nur wegen fehlender Ersatzdaten (die Playoffs dauern gemäss Spieldatenplan bis eine Woche vor Beginn der WM in Finnland), sondern auch nicht in sportlicher und wirtschaftlicher Hinsicht. (krr/sda)

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