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Entscheid für die Familie, nicht gegen das Nationalteam

Entscheid für die Familie, nicht gegen das Nationalteam

NHL-Starverteidiger Roman Josi erteilt dem Schweizer Nationaltrainer Patrick Fischer für die am Freitag beginnende Weltmeisterschaft in Finnland eine Absage.

Agentur
sda
12.05.22 - 15:49 Uhr
Eishockey
Zeigt National-Trainer Patrick Fischer für einmal - und aus guten Gründen - die kalte Schulter: NHL-Starverteidiger Roman Josi
Zeigt National-Trainer Patrick Fischer für einmal - und aus guten Gründen - die kalte Schulter: NHL-Starverteidiger Roman Josi
KEYSTONE/MELANIE DUCHENE

Der Captain der Nashville Predators reist aus familiären Gründen nicht nach Helsinki, wird er doch in einigen Wochen zum zweiten Mal Vater.

«Eine WM ist immer cool und macht extrem Spass», hatte Josi im März gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA gesagt. Dennoch entschied er sich nach dem Achtelfinal-Out gegen die Colorado Avalanche (0:4) aus familiären Gründen gegen eine Teilnahme.

Bei hochschwangerer Frau bleiben

«Der Entscheid ist mir nicht leichtgefallen», so der 31-Jährige nun, «aber der Zeitpunkt der WM ist in meiner aktuellen persönlichen Situation sehr ungünstig. Ich möchte meine hochschwangere Frau momentan nicht alleine lassen.» Es sei kein Entscheid gegen die Nati, sondern ein Entscheid für die Familie gewesen, so Josi.

Aus Sicht des Schweizer Teams ist die Absage nach Josis überragender Saison sehr zu bedauern. Mit 23 Toren und 73 Assists ist der Berner erst der neunte Verteidiger in der NHL-Geschichte, der in der Qualifikation die 90-Punkte-Marke geknackt hat - der erste seit Ray Bourque (91 Punkte) in der Saison 1993/94. Die Chancen stehen gut, dass Josi zum zweiten Mal nach 2020 die Auszeichnung zum wertvollsten Verteidiger der Regular Season in der NHL (Norris Trophy) erhält.

Geisser und Kuraschew neu dabei

Mit Verteidiger Tobias Geisser vom AHL-Team Hershey Bears und Stürmer Philipp Kuraschew von den Chicago Blackhawks - er nach überstandener Coronainfektion - stiessen am Donnerstag zwei Spieler neu zum Nationalteam. Die Heimreise in die Schweiz antreten mussten dafür Lukas Frick und Nando Eggenberger.

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