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Verfolgerduell als Torhüterduell

Aus dem Verfolgerduell zwischen Bern (4.) und Zug (3.) wurde ein Duell zwischen den Goalies Adam Reideborn (Bern) und Leonardo Genoni (Zug). Das sind die Fakten der sechs Partien vom Samstag.

Agentur
sda
28.10.23 - 22:48 Uhr
Eishockey

Leonardo Genoni, einst grosser Held auch in Bern, gewann mit 28 Paraden dieses Torhüterduell gegen den Schweden Adam Reideborn (27 Paraden). Genoni parierte auch sämtliche Berner Penaltys. Für den EV Zug reüssierte im Penaltyschiessen Lino Martschini. Martschini hat in allen drei Penaltyschiessen des EV Zug in dieser Saison die Nerven behalten und getroffen. Zug feierte den vierten Auswärtssieg hintereinander, derweil Bern zum zweiten Mal ein Heimspiel verlor.

Zweite Heimniederlage

Nach acht Heimsiegen hintereinander verlor auch Leader Fribourg-Gottéron ausgerechnet im Spitzenspiel gegen den ersten Verfolger ZSC Lions eine zweite Heimpartie. Völlig unerwartet kam der 3:1-Sieg der Lions nicht: Die Zürcher gewannen elf der letzten zwölf Partien gegen Fribourg; den einzigen Sieg in dieser Zeit feierten die Freiburger im Dezember 2022 erst noch in Zürich. Reto Berra bestritt sein 250. Spiel vor dem Tor Gottérons, verlor aber mit 18 Paraden das Duell der Torhüter gegen Simon Hrubec von den ZSC Lions (24 Paraden).

Davoser Zwischensprint

Ein Zwischensprint des HC Davos, der im zweiten Abschnitt innerhalb von viereinhalb Minuten zu den Goals vom 0:1 zum 2:1 führte, erwies sich im Duell Davos - Biel als vorentscheidend. Die Davoser siegten am Ende 3:2; der Slowake Tomas Jurco erzielte beide Goals vom 1:1 zum 3:1. Beim HCD sass Aleksi Peltonen überzählig auf der Tribüne, obwohl er nach anderthalb Monaten Dopingsperre erstmals wieder hätte spielen können. Die Weltdopingagentur WADA akzeptierte den Davoser Formfehler, der Peltonens Diabetes-Medikamente in der Schweiz nicht angemeldet hatte.

Charlins Paraden

Die SCL Tigers können gegen den HC Ambri-Piotta einfach nicht mehr gewinnen. In der ausverkauften Gotthard-Arena führte Langnau bis 0,2 Sekunden vor Schluss (!) 1:0, ehe dem finnischen Back Jesse Virtanen noch der Ausgleich gelang. In der Verlängerung schoss Johnny Kneubuehler Ambri nach 62:02 Minuten zum Sieg. Ambri-Piotta siegte in elf der letzten zwölf National-League-Partien gegen Langnau. Tragischer Held der Partie war Stéphane Charlin, der Goalie der Tigers, der den zweiten Shutout innerhalb von drei Wochen (nach dem 3:0 in Kloten) um den Sekundenbruchteil verpasste. Charlin parierte die ersten 44 Schüsse auf sein Gehäuse, ehe er sich innerhalb von 122 Sekunden zweimal bezwingen lassen musste.

Lugano gestoppt

Nach sechs Siegen hintereinander (und drei Heimerfolgen) wurde der HC Lugano gestoppt. Die Luganesi unterlagen Lausanne nach einer 3:2-Führung mit 3:4. Goalie Kevin Pasche, der am Vorabend in seinem ersten National-League-Spiel gleich einen Shutout gefeiert hatte (was vor ihm erst fünf weiteren Schweizer Goalies gelungen ist), gestaltete auch sein zweites Spiel siegreich. Lausanne kam zum zweiten Sieg in Folge. Vorher hatten die Waadtländer in sieben Runden sechs Mal verloren.

Klotener Erfolgserlebnis

Eines der zuletzt seltenen Erfolgserlebnisse feierte der EHC Kloten. Die Zürcher Unterländer besiegten nach Rückstand die Rapperswil-Jona Lakers mit 2:1. Axel Simic erzielte beide Tore für Kloten und seine Saisontreffer 6 und 7. Kloten gewann nach vier Niederlagen erstmals wieder. Die Lakers gewannen bloss zwei ihrer letzten neun Auswärtspartien.

Telegramme:

Bern - Zug 1:2 (0:0, 0:1, 1:0, 0:0) n.P.

15'754 Zuschauer. - SR Ruprecht/Piechaczek, Fuchs/Obwegeser. - Tore: 37. O'Neill (Michaelis, Hansson) 0:1. 45. Vermin (Knight, Kahun/Powerplaytor) 1:1. - Penaltyschiessen: Senteler -, Knight -; Martschini 0:1, Kahun -; Allenspach -, Moser -; Michaelis -, Loeffel -; O'Neill -, Baumgartner -. - Strafen: keine gegen Bern, 3mal 2 Minuten gegen Zug. - PostFinance-Topskorer: Kahun; Michaelis.

Bern: Reideborn; Loeffel, Nemeth; Untersander, Kreis; Füllemann, Zgraggen; Meile; Frk, Knight, Kahun; Lehmann, Baumgartner, Scherwey; Vermin, Bader, Moser; Fuss, Ritzmann, Luoto.

Zug: Genoni; Bengtsson, Geisser; Hansson, Leon Muggli; Schlumpf, Gross; Stadler, Riva; Martschini, Wingerli, Simion; O'Neill, Michaelis, Hofmann; Robin, Senteler, Herzog; Tim Muggli, Leuenberger, Allenspach.

Bemerkungen: Bern ohne Fahrni, Paschoud (beide verletzt), Schild (krank), Honka und Sceviour (beide überzählige Ausländer), Zug ohne Biasca und Kovar (beide verletzt).

Fribourg - ZSC Lions 1:3 (0:1, 0:1, 1:1)

9009 Zuschauer (ausverkauft). - SR Wiegand/Dipietro, Kehrli/Gnemmi. - Tore: 1. (0:17) Riedi (Sigrist) 0:1. 32. Grant (Malgin, Lehtonen/Powerplaytor) 0:2. 45. Jecker (Wallmark) 1:2. 50. Malgin (Chris Baltisberger, Lehtonen) 1:3. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron, 3mal 2 Minuten gegen ZSC Lions. - PostFinance-Topskorer: Sörensen; Frödén.

Fribourg-Gottéron: Berra; Gunderson, Jecker; Diaz, Borgman; Streule, Dufner; Seiler; Bertschy, De la Rose, DiDomenico; Sprunger, Schmid, Mottet; Bykov, Walser, Jörg; Sörensen, Wallmark, Marchon; Binias.

ZSC Lions: Hrubec; Kukan, Geering; Trutmann, Marti; Weber, Lehtonen; Harrington; Frödén, Grant, Andrighetto; Chris Baltisberger, Malgin, Balcers; Bodenmann, Rohrer, Hollenstein; Sigrist, Schäppi, Riedi; Baechler.

Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ohne Sutter (verletzt), ZSC Lions ohne Lammikko (krank). Fribourg-Gottéron ab 58:16 ohne Torhüter.

Lugano - Lausanne 3:4 (2:2, 1:2, 0:0)

5227 Zuschauer. - SR Tscherrig/Ströbel, Meusy/Francey. - Tore: 8. Sekac (Fuchs) 0:1. 15. Carr (LaLeggia, Fazzini/bei 5 gegen 3) 1:1. 20. (19:37) Jäger (Kenins) 1:2. 20. (19:50) Thürkauf (Joly, Mirco Müller) 2:2. 32. Carr (Thürkauf, Andersson) 3:2. 35. Riat (Salomäki) 3:3. 38. Bozon (Jäger, Djoos) 3:4. - Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Lugano, 4mal 2 Minuten gegen Lausanne. - PostFinance-Topskorer: Thürkauf; Suomela.

Lugano: Koskinen; Wolf, Mirco Müller; Hausheer, LaLeggia; Andersson, Peltonen; Snellman; Joly, Thürkauf, Carr; Zanetti, Ruotsalainen, Cjunskis; Fazzini, Arcobello, Verboon; Walker, Morini, Gerber.

Lausanne: Pasche; Glauser, Djoos; Heldner, Frick; Pilut, Genazzi; Marti; Kovacs, Suomela, Salomäki; Riat, Fuchs, Sekac; Hügli, Rochette, Bozon; Holdener, Jäger, Kenins; Pedretti.

Bemerkungen: Lugano ohne Alatalo, Canonica, Cormier, Granlund, Guerra, Marco Müller (alle verletzt) und Patry (krank), Lausanne ohne Almond, Bougro, Hughes, Jelovac und Raffl (alle verletzt). Lugano ab 58:04 ohne Torhüter.

Kloten - Rapperswil 2:1 (1:1, 1:0, 0:0)

5152 Zuschauer. - SR Kohlmüller/Stricker, Urfer/Duc. - Tore: 18. (17:22) Cervenka (Djuse) 0:1. 19. (18:05) Simic (Diem) 1:1. 40. (39:28) Simic (Profico) 2:1. - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Kloten, 8mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers. - PostFinance-Topskorer: Aaltonen; Moy.

Kloten: Metsola; Ekestahl-Jonsson, Steve Kellenberger; Nodari, Steiner; Profico, Sataric; Matthew Kellenberger; Ojamäki, Aaltonen, Ang; Simic, Diem, Marc Marchon; Ramel, Dario Meyer, Schreiber; Loosli, Obrist, Derungs; Lindemann.

Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Aebischer, Djuse; Noreau, Gerber; Vouardoux; Baragano, Maier; Moy, Schroeder, Cervenka; Jensen, Rask, Wetter; Zangger, Albrecht, Lammer; Wick, Dünner, Forrer; Cajka.

Bemerkungen: Kloten ohne Henauer, Morley, Reinbacher und Zurkirchen (alle verletzt), Rapperswil-Jona Lakers ohne Taibel (verletzt) und Connolly (überzähliger Ausländer). Rapperswil-Jona Lakers von 57:54 bis 59:13 ohne Torhüter.

Davos - Biel 3:2 (2:1, 0:0, 1:1)

4604 Zuschauer. - SR Lemelin/Mollard, Huguet/Gurtner. - Tore: 6. Olofsson (Jakowenko, Sallinen/Powerplaytor) 0:1. 14. Wieser (Powerplaytor) 1:1. 19. Jurco (Wieser, Dahlbeck) 2:1. 44. Jurco (Nussbaumer/Powerplaytor) 3:1. 56. Olofsson (Kessler, Bukarts/Powerplaytor) 3:2. - Strafen: 7mal 2 Minuten gegen Davos, 5mal 2 Minuten gegen Biel. - PostFinance-Topskorer: Stransky; Olofsson.

Davos: Aeschlimann; Näkyvä, Jung; Dominik Egli, Dahlbeck; Guebey, Barandun; Minder; Wieser, Nordström, Jurco; Ambühl, Corvi, Prassl; Stransky, Rasmussen, Nussbaumer; Frehner, Chris Egli, Gredig; Hammerer.

Biel: van Pottelberghe; Rathgeb, Jakowenko; Burren, Forster; Christen, Pokka; Stampfli, Delémont; Kessler, Sallinen, Bukarts; Künzle, Grossmann, Olofsson; Tanner, Bärtschi, Bachofner; Reichle, Schläpfer, Reinhard.

Bemerkungen: Davos ohne Bristedt, Fora, Knak, Schneeberger (alle verletzt) und Senn (krank), Biel ohne Brunner, Cunti, Derungs, Haas, Heponiemi, Hischier, Hofer (alle verletzt) und Rajala (krank). Biel ab 58:36 ohne Torhüter.

Ambri - SCL Tigers 2:1 (0:0, 0:1, 1:0, 1:0) n.V.

6545 Zuschauer (ausverkauft). - SR Hungerbühler/Kaukokari, Steenstra/Stalder. - Tore: 33. Petrini (Saarijärvi) 0:1. 60. (59:59) Virtanen (Heed) 1:1 (ohne Torhüter). 63. Kneubuehler (Spacek) 2:1. - Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 3mal 2 Minuten gegen SCL Tigers. - PostFinance-Topskorer: Spacek; Saarela.

Ambri-Piotta: Juvonen; Heed, Zaccheo Dotti; Virtanen, Pezzullo; Wüthrich, Isacco Dotti; Fohrler; Pestoni, Spacek, Lilja; Bürgler, Heim, Kneubuehler; Zwerger, De Luca, Formenton; Grassi, Landry, Douay; Brüschweiler.

SCL Tigers: Charlin; Zryd, Riikola; Saarijärvi, Zanetti; Erni, Meier; Cadonau; Rohrbach, Malone, Saarela; Lapinskis, Mäenalanen, Pesonen; Petrini, Flavio Schmutz, Weibel; Berger, Salzgeber, Jenni.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Conz, Kostner und Terraneo (alle verletzt), SCL Tigers ohne Boltshauser, Diem, Rossi, Schilt (alle verletzt), Guggenheim, Louis und Julian Schmutz (alle krank). Ambri-Piotta von 57:45 bis 59:21 und ab 59:22 ohne Torhüter.

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