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Drei Heimsiege, zwei späte Wendungen und ein Traumsturm

Ein Genf-Servette, das zuhause weiter ungeschlagen ist, späte Wendungen im Jura und am Zürisee und ein weiterer Sieg für den Leader Fribourg: Das sind die Fakten der Eishockeyrunde vom Dienstag.

Agentur
sda
20.10.23 - 23:15 Uhr
Eishockey

Mottets Reaktion

Für das Hoch von Leader Fribourg-Gottéron sorgen nebst der besten Defensive der Liga auch die starken Ausländer. Beim 2:1-Heimsieg gegen den seit nunmehr drei Spielen sieglosen HC Davos waren jedoch zwei einheimische Stürmer matchentscheidend. Christoph Bertschy (9.) in seinem 500. Spiel in der National League und Killian Mottet (42.) schossen die Tore für die Gastgeber. Für Mottet war es erst der zweite Saisontreffer. Das Freiburger Eigengewächs hatte zuletzt von Trainer Christian Dubé als 13. Stürmer kaum Eiszeit erhalten. Zurück in der zweiten Sturmreihe sorgte Mottet mit dem Siegtreffer dafür, dass Gottéron am Sonntag in Lugano mit dem zehnten Sieg in Folge den Klubrekord egalisieren kann.

Zug mit Blitzstart

Der EV Zug erfüllte mit einem 4:1-Sieg in Kloten die Pflicht. Den Grundstein zum vierten Sieg in Folge legten die Zentralschweizer mit drei Toren in den ersten zehn Minuten. Captain Jan Kovar eröffnete das Skore bereits nach 14 Sekunden - erst einmal in dieser Meisterschaft fiel das 1:0 früher. Der Deutsche Marc Michaelis, der im Schlussdrittel zum Doppeltorschützen avancierte, und mit einem Weitschusstor Topskorer Lino Martschini legten mit einem Doppelschlag innert 97 Sekunden nach. Der EVZ revanchierte sich damit auch für die 3:6-Heimniederlage zum Saisonstart, als Kloten aus drei Powerplays drei Tore gelungen waren.

Genfs Heimserie hält

Wie Zug rollt nach einem harzigen Saisonstart auch Genève-Servette das Feld von hinten auf. Der Meister ist dabei in der heimischen Les Vernets-Halle auch nach sieben Spielen noch ungeschlagen. Gegen die SCL Tigers konnte Servette den Sieg allerdings erst in der Verlängerung sicher stellen. Nach dem späten Genfer Ausgleich durch Sakari Manninen (54.) erlöste Teemu Hartikainen mit dem 4:3 nach 72 Sekunden der Overtime die Heimfans. Der Finne traf im Powerplay; es war sein viertes Tor im vierten aufeinanderfolgenden Spiel.

ZSC wendet Blamage ab

Die ZSC Lions steuerten im Jura gegen das Schlusslicht Ajoie auf eine Blamage zu, ehe sie im Schlussdrittel den Kopf aus der Schlinge ziehen konnten. Jesper Frödén, Yannick Weber und Derek Grant wendeten mit ihren Toren einen 1:2-Rückstand in einen 4:2-Sieg für die haushoch favorisierten Zürcher, die sich zuvor seit dem Aufstieg der Jurassier schon zwei Mal in Pruntrut hatten geschlagen geben müssen. Für Ajoie bedeutete dies die neunte Niederlage in Folge.

Moys Rache

Wie der ZSC schafften auch die Rapperswil-Jona Lakers im Heimspiel gegen Ambri-Piotta die Wende im Schlussdrittel. In einem emotionsgeladenen Match gingen die Leventiner nach 43 Minuten 1:0 in Führung. Der zuvor noch torlose Connolly, Moy und Cervenka sorgten mit ihren Goals für den späten Umschwung. Zuvor erlebte Tyler Moy eine Schrecksekunde, als er von Ambris Spielmacher Laurent Dauphin im Mitteldrittel von hinten attackiert wurde. Der übermotivierte Kanadier traf den Lakers-Topskorer mit dem Stock am Nacken und wurde dafür unter die Dusche geschickt. Moy revanchierte sich knapp drei Minuten vor Schluss mit dem Siegtor.

Luganos Topsturm schlägt erneut zu

Der HC Lugano konnte sich beim 5:2-Erfolg in Biel erneut auf seinen neuen Traumsturm verlassen. Calvin Thürkauf, Liga-Topskorer Daniel Carr und Siegtorschütze Michael Josy sorgten mit ihren Treffern zum 1:0, 2:0 und 3:2 (43.) erneut für die Musik in der Offensive der Südtessiner. Der Schweizer Center und die beiden Kanadier waren an 13 der letzten 18 Lugano-Tore direkt beteiligt. Thürkauf ist mit 16 Skorerpunkten in 14 Spielen der aktuell produktivste einheimische Spieler der National League.

Telegramme

Rapperswil-Jona Lakers - Ambri-Piotta 3:1 (0:0, 0:0, 3:1)

5325 Zuschauer. - SR Ruprecht/Lemelin (USA), Obwegeser/Kehrli. - Tore: 43. Virtanen (Pezzullo, Spacek) 0:1. 54. Connolly (Wetter, Noreau) 1:1. 58. Moy (Lammer) 2:1. 59. Cervenka (Lammer, Baragano) 3:1 (ins leere Tor). - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers, 6mal 2 plus 5 Minuten (Dauphin) plus Spieldauer (Dauphin) gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Moy; Spacek.

Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Aebischer, Djuse; Noreau, Gerber; Baragano, Maier; Vouardoux; Moy, Cervenka, Lammer; Jensen, Schroeder, Zangger; Connolly, Wetter, Cajka; Wick, Dünner, Alge.

Ambri-Piotta: Conz; Heed, Zaccheo Dotti; Virtanen, Pezzullo; Fohrler, Terraneo; Wüthrich; Pestoni, Spacek, Lilja; Bürgler, Dauphin, Kneubuehler; Zwerger, Heim, Formenton; Grassi, Kostner, Douay; Landry.

Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Albrecht, Rask, Taibel (alle verletzt), Forrer und Grossniklaus (beide krank), Ambri-Piotta ohne Isacco Dotti (verletzt), Eggenberger (gesperrt) und Juvonen (überzähliger Ausländer). Ambri-Piotta von 57:40 bis 57:54 und 58:07 bis 59:00 ohne Torhüter.

Genève-Servette - SCL Tigers 4:3 (1:1, 1:1, 1:1, 1:0) n.V.

5876 Zuschauer. - SR Stolc (SVK)/Hürlimann, Duc/Urfer. - Tore: 2. Pouliot (Filppula, Hartikainen/Powerplaytor) 1:0. 12. Salzgeber 1:1. 21. (20:38) Pouliot (Filppula/Powerplaytor) 2:1. 33. Saarijärvi (Erni, Julian Schmutz) 2:2. 52. Erni (Saarijärvi, Flavio Schmutz) 2:3. 54. Manninen (Le Coultre, Lennström) 3:3. 62. Hartikainen (Vatanen, Filppula/Powerplaytor) 4:3. - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 7mal 2 Minuten gegen SCL Tigers. - PostFinance-Topskorer: Vatanen; Saarela.

Genève-Servette: Descloux; Vatanen, Maurer; Lennström, Berni; Jacquemet, Le Coultre; Völlmin, Chanton; Praplan, Filppula, Winnik; Hartikainen, Richard, Miranda; Jooris, Manninen, Rod; Pouliot, Maillard, Bertaggia.

SCL Tigers: Charlin (0.-5. Boltshauser); Riikola, Zryd; Saarijärvi, Erni; Guggenheim, Meier; Cadonau; Julian Schmutz, Malone, Saarela; Mäenalanen, Flavio Schmutz, Pesonen; Rohrbach, Diem, Lapinskis; Berger, Salzgeber, Petrini; Weibel.

Bemerkungen: Genève-Servette ohne Berthon und Karrer (beide verletzt), SCL Tigers ohne Louis, Rossi, Schilt (alle verletzt) und Zanetti (krank).

Fribourg-Gottéron - Davos 2:1 (1:0, 0:0, 1:1)

9009 Zuschauer. - SR Staudenmann/Stricker, Stalder/Francey. - Tore: 18. Bertschy (Borgman, DiDomenico) 1:0. 42. (41:49) Mottet (Schmid) 2:0. 43. (42:45) Frehner (Wieser) 2:1. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron, 3mal 2 Minuten gegen Davos. - PostFinance-Topskorer: Sörensen; Nussbaumer.

Fribourg-Gottéron: Berra; Gunderson, Jecker; Diaz, Borgman; Streule, Dufner; Seiler; Bertschy, De la Rose, DiDomenico; Sprunger, Schmid, Mottet; Bykov, Walser, Jörg; Sörensen, Wallmark, Marchon; Binias.

Davos: Aeschlimann; Dominik Egli, Dahlbeck; Näkyvä, Barandun; Heinen, Jung; Minder; Stransky, Corvi, Knak; Bristedt, Nordström, Nussbaumer; Ambühl, Rasmussen, Prassl; Wieser, Chris Egli, Frehner; Hammerer.

Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ohne Sutter (verletzt), Davos ohne Fora, Schneeberger (beide verletzt), Peltonen (gesperrt) und Jurco (überzähliger Ausländer). Davos ab 58:09 ohne Torhüter.

Ajoie - ZSC Lions 2:4 (1:1, 1:0, 0:3)

4218 Zuschauer. - SR Tscherrig/Hungerbühler, Huguet/Burgy. - Tore: 17. Chris Baltisberger 0:1. 20. (19:56) Romanenghi (Fischer, Devos) 1:1. 26. Frossard (Brennan/Powerplaytor) 2:1. 41. (40:59) Frödén (Lammikko) 2:2. 50. Weber (Lehtonen) 2:3. 55. Grant (Andrighetto) 2:4. - Strafen: je 3mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Hazen; Frödén.

Ajoie: Ciaccio; Fey, Brennan; Birbaum, Scheidegger; Thiry, Fischer; Pouilly; Hazen, Devos, Romanenghi; Asselin, Gauthier, Audette; Huber, Frossard, Schmutz; Macquat, Rundqvist, Garessus.

ZSC Lions: Hrubec; Weber, Lehtonen; Phil Baltisberger, Marti; Kukan, Geering; Ustinkov; Chris Baltisberger, Zehnder, Balcers; Frödén, Lammikko, Hollenstein; Rohrer, Grant, Andrighetto; Bodenmann, Schäppi, Riedi; Sigrist.

Bemerkungen: Ajoie ohne Arnold, Bozon, Pilet, Sciaroni (alle verletzt) und Gelinas (gesperrt), ZSC Lions ohne Trutmann (verletzt). Ajoie von 58:06 bis 58:36 ohne Torhüter.

Biel - Lugano 2:5 (0:1, 2:1, 0:3)

6320 Zuschauer. - SR Borga/Mollard, Meusy/Gurtner. - Tore: 20. (19:22) Thürkauf (Carr) 0:1. 30. (30:00) Carr (Andersson) 0:2. 31. (30:47) Olofsson (Reichle, Yakovenko) 1:2. 39. Sallinen (Rajala, Haas/Powerplaytor) 2:2. 43. Joly 2:3. 59. (58:38) Morini (Carr) 2:4 (ins leere Tor). 60. (59:09) LaLeggia 2:5 (ins leere Tor). - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Biel, 4mal 2 Minuten gegen Lugano. - PostFinance-Topskorer: Olofsson; Thürkauf.

Biel: Säteri; Yakovenko, Grossmann; Forster, Burren; Christen, Pokka; Rathgeb, Stampfli; Kessler, Schläpfer, Rajala; Tanner, Sallinen, Reinhard; Reichle, Haas, Olofsson; Künzle, Cunti, Derungs.

Lugano: Schlegel; Wolf, Mirco Müller; Peltonen, LaLeggia; Hausheer, Alatalo; Andersson; Joly, Thürkauf, Carr; Zanetti, Ruotsalainen, Cjunskis; Fazzini, Arcobello, Verboon; Walker, Morini, Gerber.

Bemerkungen: Biel ohne Brunner, Heponiemi, Hischier und Hofer (alle verletzt), Lugano ohne Canonica, Cormier, Granlund, Guerra, Marco Müller (alle verletzt) und Patry (krank). Biel von 57:53 bis 58:38 und 58:55 bis 59:09 ohne Torhüter.

Kloten - Zug 1:4 (0:3, 0:0, 1:1)

5731 Zuschauer. - SR Wiegand/Hebeisen, Fuchs/Schlegel. - Tore: 1. (0:14) Kovar (Wingerli) 0:1. 9. Michaelis (Bengtsson, Hofmann) 0:2. 11. Martschini (Kovar) 0:3. 49. Marc Marchon (Ang) 1:3. 53. Michaelis (O'Neill, Hofmann) 1:4. - Strafen: je 4mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Aaltonen; Martschini.

Kloten: Metsola; Ekestahl-Jonsson, Steve Kellenberger; Profico, Henauer; Sataric, Steiner; Matthew Kellenberger; Ojamäki, Aaltonen, Meyer; Simic, Diem, Derungs; Ang, Ramel, Marc Marchon; Loosli, Obrist, Schreiber; Lindemann.

Zug: Hollenstein; Bengtsson, Geisser; Hansson, Leon Muggli; Schlumpf, Gross; Stadler, Riva; Martschini, Kovar, Wingerli; O'Neill, Michaelis, Hofmann; Allenspach, Senteler, Herzog; Simion, Leuenberger, Biasca.

Bemerkungen: Kloten ohne Morley, Reinbacher und Zurkirchen (alle verletzt).

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