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Ein doppelter Sieg gegen Ambri

Ein doppelter Sieg gegen Ambri

Der HCD blickt auf ein erfolgreiches Wochenende zurück: Gegen Lausanne (3:2 nach Verlängerung) und Ambri (2:0) fuhr er fünf Punkte ein. Zudem meldeten die Davoser die Verpflichtung von Ambris zurzeit verletztem Verteidiger Michael Fora auf nächste Saison.

Hansruedi
Camenisch
07.12.21 - 17:00 Uhr
Eishockey
Ab nächster Saison werden HCD-Verteidiger Sven Jung (links) und sein jetziger Ambri-Antipode Michael Fora Teamkollegen.
Archiv Jürgen Staiger

Es war ein hartes Stück Arbeit nötig, bis der HCD am Freitagabend in Lausanne gewann. Erst 35 Sekunden vor Ablauf des dritten Drittels glich Dennis Rasmussen zum 2:2 aus. Und nach einer torlosen Verlängerung sicherten Rasmussen und Enzo Corvi mit ihren Penaltytreffern Davos den Zusatzpunkt. Im Heimspiel gegen Ambri machten sich die Bündner am Sonntagnachmittag das Siegen selber schwer. Bereits nach acht Minuten führten sie dank Treffern von Marc Wieser und Simon Knak 2:0. Nach einem starken Startabschnitt bauten jedoch die Davoser deutlich ab. Dank einer fehlerlosen Leistung von Torhüter Sandro Aeschlimann, der immer mehr in den Mittelpunkt rückte, brachten die Bündner ihren Vorsprung dennoch über die Zeit. Aeschlimann wehrte alle 30 Schüsse ab, welche die Ambri-Spieler auf sein Tor abfeuerten. Der bald 27-jährige Goalie feierte am Sonntag bereits seinen vierten Zu-null-Sieg (Shutout) in der laufenden Meisterschaft.

HCD verpflichtet Michael Fora

Auch neben der Eisfläche feierte der HCD am Wochenende einen Sieg gegen Ambri: Der Schweizer Internationale Michael Fora wechselt auf die Saison 2022/23 vom HC Ambri-Piotta mit einem Vierjahresvertrag zu Davos. Mit dem 26-jährigen Verteidiger engagiert der HCD einen gross gewachsenen und kräftigen Abwehrspieler (1,92 Meter/98 Kilo). Der gebürtige Tessiner hat ausser einem kurzen Abstecher nach Nordamerika – für die Charlotte Checkers absolvierte er eine Partie in der AHL – seine ganze bisherige Karriere bei Ambri gespielt. Er erzielte in 291 NL-Begegnungen 110 Skorerpunkte und ist seit drei Saisons Captain der «Biancoblu». Für die Schweizer Nationalmannschaft bestritt der Rechts-schütze bisher über 60 Partien. Er war an zwei Weltmeisterschaften im Nati-Kader und gewann 2018 in Kopenhagen WM-Silber.

Jan Alston ist sehr glücklich, wie er in einer Medienmitteilung erklärt, dass sich Fora zu einem Wechsel nach Davos überzeugen liess: «Fora ist genau der Spielertyp, den wir als Verstärkung für unsere Defensive gesucht haben», sagt der General Manager des HCD. «Mit seinem Körper und seinen technischen Fähigkeiten überzeugt er einerseits durch seine defensiven Qualitäten. Fora kann bei Bedarf aber auch offensive Akzente setzen und ist deshalb in meinen Augen schlicht ein kompletter Verteidiger.» Dazu seien seine Leadership-Qualitäten enorm wertvoll für die junge Mannschaft. «In langen und sehr offenen Gesprächen konnten wir Fora von unseren Plänen, welche die nächsten Jahre beim HCD betreffen, überzeugen», sagt Alston weiter. «Auch Fora selbst will mit seinen 26 Jahren nochmals einen Schritt nach vorne machen und in seinen besten Hockeyjahren, die jetzt beginnen, hohe Ziele erreichen. Da dies auf beiden Seiten keine kurzfristigen Pläne sind, machte nur ein längerfristiger Vertrag Sinn.»

HCD sucht Ersatz für Mathias Bromé

Alston geht die Arbeit auch nach dem «Königstransfer» von Fora nicht aus. Eine Oberkörperverletzung zwingt den HCD-Stürmer Mathias Bromé zu einer mehrwöchigen Pause. Davos ist bereits auf der Suche nach einem Ersatz für den Schweden. Nach intensiven Abklärungen mit medizinischen Spezialisten haben Bromé und der HCD entschieden, eine seit längerem aufgebrochene Verletzung am Oberkörper beim Stürmer nun seriös zu behandeln. Eine mehr­wöchige konservative Behandlung, gefolgt von einer rund dreiwöchigen Reha- und Wiederaufbauphase wird den Schweden zu einer längeren Spielpause wohl bis im Februar zwingen. Für den HCD ist der Ausfall des 27-Jährigen ein herber Dämpfer. Bromé steuerte in der ersten Hälfte der Qualifikation 11 Tore und 24 Assists zur guten Tabellenlage der Bündner bei und ist mit dieser Ausbeute der klar beste Skorer bei Davos. Aber auch punkto Defensivarbeit wusste Bromé zu überzeugen.

Yannick Frehner zwei Mal operiert

Wie Bromé fehlte am Wochenende beim HCD Yannick Frehner, und auch Frehner muss längere Zeit pausieren. Der kampfstarke und mutige Flügelstürmer hatte sich am Dienstagabend gegen die SCL Tigers in einen gegnerischen Schuss geworfen. Dabei wurde er vom Puck im Gesicht getroffen, und sein Kiefer wurde zertrümmert. Nach zwei Operationen in Zürich befindet sich Frehner inzwischen wieder zu Hause.

Diese Woche steht beim HCD das Training im Vordergrund. Sein nächstes Meisterschaftsspiel bestreitet er erst am kommenden Samstag auswärts gegen den SC Bern. Tags darauf empfängt er um 15.45 Uhr die Rapperswil-Jona Lakers im Eisstadion Davos.

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