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Das HCD-Mammutprogramm

Das HCD-Mammutprogramm

Mit dem vergangenen Spiel vom Sonntag bestreitet der HC Davos vier Spiele in fünf Tagen. Danach folgt der Spengler Cup. Viele Abwesende erschweren die Aufgabe.

20.12.21 - 11:33 Uhr
Eishockey
Enttäsuchte HCD-Spieler nach der 1:5-Schlappe gegen die ZSC Lions.
Bild Keystone/Jürgen Staiger

Mit 1:5 ging am Sonntagnachmittag ein harmloser HC Davos gegen die ZSC Lions unter. Tags darauf folgte der Klassiker auswärts gegen Lugano. Die Davoser spielten besser als noch gegen die Zürcher. Geben aber eine 3:1-Führung noch aus der Hand und verlieren mit 4:6. Das Mammutprogramm der Landwassertaler startete damit besorgniserregend, nicht nur aufgrund des Resultates.

Viele Abwesende

Mit Nino Russo und Gian-Marco Hammerer war Trainer Christian Wohlwend in den beiden vergangenen Spielen gezwungen, zwei Junioren ins Fanionteam aufzunehmen. Dies, weil nebst Topskorer Mathias Bromé mit Yannick Frehner ein weiterer Stürmer weiterhin verletzt ausfällt. Krankheitsbedingt fehlte zudem Verteidiger Oliver Heinen. Er wurde jüngst trotz Impfung positiv auf Corona getestet und befindet sich – glücklicherweise symptomlos – in Quarantäne.

Weitere Absenzen ergeben sich für die kommenden Spiele wegen der U-20-WM in Kanada. Die HCD-Spieler Fabian Ritzmann und Simon Knak sowie der nominell dritte HCD-Torhüter Mathieu Croce weilen derzeit mit der Nationalmannschaft in Kanada.

Das nächste Spitzenteam

Nach Zürich und Lugano wartet bereits am Mittwoch der nächste Brocken auf die Davoser. Zu Hause empfängt der HCD den Schweizer Meister EV Zug. Zwar verloren die Innerschweizer zwei der letzten vier Partien. Da die Zuger das letzte Spiel am 11. Dezember bestritten haben, werden sie mit den frischeren Beinen antreten können.

Den Abschluss vor dem Spengler Cup macht am Donnerstag mit dem HC Ajoie ein vermeintliches Leichtgewicht. Zweimal konnten sich die Davoser gegen den Aufsteiger durchsetzen. Zuletzt setzte es aber eine bittere 1:3-Niederlage ab (19. November). Die kampfstarken Ajoie-Spieler werden versuchen, mit ihren Mitteln den nächsten Sieg einzufahren, dies mit der Unterstützung der frenetischen Anhänger im heimischen Stadion. Aus einem vermeintlichen Leichtgewicht kann in dieser intensiven Phase plötzlich ein ebenbürtiger Gegner werden. Hinzu kommt für die HCD-Spieler eine knapp vierstündige Carfahrt. Was ansonsten kaum ein Problem darstellt, fällt im vierten Spiel am fünften Tag plötzlich ins Gewicht.

Kurze Verschnaufpause

Mit der vierstündigen Fahrt zurück ins Landwassertal beginnt eine kurze viertägige Verschnaufpause. Voraussichtlich am 27. Dezember startet der HCD in den Spengler Cup. Drei bis fünf Spiele wird der HCD bis zum 31. Dezember am Traditionsturnier bestreiten. Dank Verstärkungsspielern wird die Personalsituation entschärft. Aber ob die nötige Erholung für die Wiederaufnahme der Meisterschaft im Januar genügt, darf zumindest infrage gestellt werden. Denn auf die Davoser wartet das nächste Mammutprogramm. Zwischen dem 4. und dem 8. Januar stehen schon wieder drei Spiele in fünf Tagen an.

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