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Auch SC Bern mit Kantersieg in Hoch

Auch SC Bern mit Kantersieg in Hoch

Fribourg-Gottéron gewinnt das Spitzenspiel der National League in Davos 2:0 und ist neuer Leader.

Agentur
sda
20.11.21 - 23:23 Uhr
Eishockey

Im Verfolgerduell setzte sich Zug gegen Biel zu Hause 4:3 durch. Zu Kantersiegen kamen Bern (6:1 gegen die ZSC Lions), Lugano (8:4 in Lausanne) und die SCL Tigers im Kellerduell gegen Ajoie (8:2). Genève-Servette bezwang Ambri-Piotta auswärts 3:2.

Bern lässt den Lions keine Chance

Am 23. Oktober verlor der SC Bern gegen Davos zu Hause 3:6. Es war im 17. Saisonspiel die zwölfte Niederlage. Es sah erneut düster aus für den 16-fachen Schweizer Meister aus. Nun hat sich die Situation etwas entspannt. Die Berner feierten mit dem 6:1 gegen die ZSC Lions den sechsten Sieg in den letzten sieben Partien.

Die ersten beiden Tore der Gastgeber erzielte Tristan Scherwey. Dem 1:0 (15.) ging ein Fehlpass von ZSC-Verteidiger Maxim Noreau voraus, vor dem 0:2 (24.) widerfuhr dem Zürcher Center Garrett Roe das gleiche Missgeschick. Kurz nach Spielhälfte erhöhte Timothy Kast auf 3:0, worauf die Gäste Keeper Ludovic Waeber durch Lukas Flüeler ersetzten. Das brachte aber nicht den gewünschten Effekt. Im Gegenteil: Wie Scherwey zeichnete sich auch noch Christian Thomas als Doppel-Torschütze aus - er traf zum 4:0 (39.) und 5:0 (45.).

In den vorangegangenen sieben Duellen zwischen dem SCB und dem ZSC - den diesjährigen Cupfinal mit eingerechnet - hatte sie jeweils das Auswärtsteam durchgesetzt. Diese Serie ist nun zu Ende.

Lugano wie verwandelt

Die Nationalmannschaftspause hat dem HC Lugano gutgetan. Nachdem die Bianconeri davor fünfmal hintereinander verloren und dabei nur fünf Tore erzielt hatten, feierten sie nach dem 5:2 am Freitag im Derby gegen Ambri-Piotta einen weiteren klaren Sieg. Sie gewannen in Lausanne 8:4.

Die ersten drei Tore wie auch das 7:2 (42.) erzielten die Südtessiner im Powerplay. Nach gut 24 Minuten und dem zweiten Treffer von Mark Arcobello an diesem Abend führten die Gäste 4:0. Der Amerikaner hatte zuvor neun Partien in Folge nicht getroffen. Damit gelang Lugano die Revanche für die 1:4-Heimniederlage im ersten Saisonduell. Derweil verlor der LHC im elften Spiel vor heimischem Publikum in der laufenden Meisterschaft zum siebenten Mal.

SCL Tigers beenden üble Serie

Nach sieben Null-Punkte-Niederlagen fahren die SCL Tigers wieder einmal drei Punkte ein. Die Emmentaler siegen daheim gegen Schlusslicht Ajoie 8:2.

Die Langnauer hatten davor nur zwei von zwölf Heimspielen gewonnen; eines davon war das 9:3 gegen Ajoie. Die Jurassier verpassten es, nach dem Heimsieg vom Freitag gegen Davos erstmals nach dem Aufstieg zwei Partien nacheinander für sich zu entscheiden.

Die Geschichte des Spiels in der Ilfishalle war früh geschrieben. Ajoie glich in der 2. Minute zum 1:1 aus, darum herum aber skorte die Spieler von Trainer Jason O'Leary wacker. Nach 24 Minuten führten sie 4:1, unter anderem dank zwei Toren von Aleksi Saarela. Später zeichnete sich auch Nolan Diem als Doppeltorschütze aus.

Genf-Servette kehrt zum Erfolg zurück

Genf-Servette beendet eine Serie von drei Niederlagen mit einem 3:2-Sieg bei Ambri-Piotta. Nach 50 Minuten lagen die Genfer 1:2 zurück, ehe ihnen mit Toren von Valtteri Filppula und Marc-Antoine Pouliot die Wende gelang.

Ambri-Piotta, das weiterhin im schnellen Wechsel gewinnt und verliert, hatte seinerseits im zweiten Drittel ein 0:1 in einen 2:1-Vorsprung gedreht.

Für Genf-Servettes neuen (Jung-)Trainer Jan Cadieux war es der erste Sieg im zweiten Spiel, nachdem die Genfer am Freitag daheim gegen Zug 3:4 nach Verlängerung verloren hatten.

Im davor einzigen Direktduell in dieser Saison hatte Ambri in Genf 10:4 gewonnen.

Zug mit später Wende

Mit zwei Toren innerhalb von 69 Sekunden in der Schlussphase der Partie drehte Zug im Heimspiel gegen Biel ein 2:3 (48.) in ein 4:3 (58.). Die Treffer schossen Yannick Zehnder und Carl Klingberg.

Das im Powerplay erzielte 3:2 von Toni Rajala, der zum zwölfen Mal in der laufenden Meisterschaft einnetzte, war die erste Führung der Gäste in dieser Partie. Das 1:1 (20.) und 2:2 (40.) hatten Michael Hügli sowie Tino Kessler 1,1 respektive 36,3 Sekunden vor dem Ende der jeweiligen Drittel geschossen. Für das 2:1 (33.) der Zuger zeichnete der 20-jährige Luca Andrea De Nisco verantwortlich, der am Vorabend in Genf (4:3 n.V.) zum ersten Mal in der National League erfolgreich gewesen war.

Die Zuger taten mehr fürs Spiel, weshalb der Erfolg in Ordnung ging. Die Startphase hatte klar den Bielern gehört, doch bewies der Zuger Goalie Leonardo Genoni einmal mehr, warum er nach wie vor der beste Schweizer Torhüter ist. Während die Zuger im zwölften Heimspiel der Saison zum zehnten Mal gewannen, verloren die Bieler auswärts zum vierten Mal in den letzten fünf Partien.

Telegramme

Bern - ZSC Lions 6:1 (1:0, 3:0, 2:1)

15'003 Zuschauer. - SR Hebeisen/Tscherrig, Wolf/Kehrli. - Tore: 15. Scherwey (Kahun) 1:0. 24. Scherwey 2:0. 31. Kast (Sciaroni, Beat Gerber) 3:0. 39. Thomas (Kahun/Powerplaytor) 4:0. 45. Thomas (Kahun, Beat Gerber) 5:0. 53. Andersson (Untersander, Kahun/Powerplaytor) 6:0. 59. Andrighetto (Azevedo, Krüger/Powerplaytor) 6:1. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Bern, 6mal 2 Minuten gegen ZSC Lions. - PostFinance-Topskorer: Kahun; Malgin.

Bern: Wüthrich; Untersander, Henauer; Andersson, Beat Gerber; Thiry, Colin Gerber; Meile; Thomas, Kahun, Scherwey; Conacher, Varone, Moser; Fahrni, Bader, Jeremi Gerber; Sciaroni, Kast, Berger; Näf.

ZSC Lions: Waeber (31. Flüeler); Noreau, Marti; Weber, Geering; Trutmann, Phil Baltisberger; Guebey; Chris Baltisberger, Roe, Andrighetto; Azevedo, Malgin, Quenneville; Sigrist, Krüger, Hollenstein; Diem, Schäppi, Pedretti.

Bemerkungen: Bern ohne Blum, Daugavins, Jeffrey, Neuenschwander, Pinana, Ruefenacht (alle verletzt) und Praplan (krank), ZSC Lions ohne Bodenmann, Morant und Riedi (alle verletzt).

SCL Tigers - Ajoie 8:2 (3:1, 3:1, 2:0)

5040 Zuschauer. - SR Hungerbühler/Dipietro, Fuchs/Duc. - Tore: 1. (0:55) Saarela (Berger, Pesonen) 1:0. 2. (1:33) Romanenghi 1:1. 5. Saarela (Powerplaytor) 2:1. 17. Diem (Loosli) 3:1. 23. Loosli 4:1. 35. Grenier (Flavio Schmutz) 5:1. 37. (36:33) Fortier 5:2. 38. (37:24) Olofsson (Huguenin, Grenier) 6:2. 42. Pesonen (Berger) 7:2. 48. Diem (Huguenin) 8:2. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen SCL Tigers, 4mal 2 Minuten gegen Ajoie. - PostFinance-Topskorer: Olofsson; Devos.

SCL Tigers: Mayer; Huguenin, Schilt; Blaser, Zryd; Grossniklaus, Elsener; Leeger; Grenier, Flavio Schmutz, Olofsson; Berger, Saarela, Pesonen; Petrini, Salzgeber, Sturny; Langenegger, Diem, Loosli; Schweri.

Ajoie: Wolf (21. Östlund); Birbaum, Pouilly; Eigenmann, Joggi; Rouiller, Hauert; Hänggi, Schnegg; Asselin, Devos, Fortier; Rohrbach, Romanenghi, Huber; Frei, Frossard, Reto Schmutz; Bogdanoff, Ness, Macquat.

Bemerkungen: SCL Tigers ohne Aeschbach, Erni, Melnalksnis, Stettler, Weibel, Zaetta (alle verletzt) und Guggenheim (krank).

Ambri-Piotta - Genève-Servette 2:3 (0:0, 2:1, 0:2)

6616 Zuschauer. - SR Lemelin (CAN)/Staudenmann, Progin/Duarte. - Tore: 24. Tömmernes (Vatanen/Powerplaytor) 0:1. 30. Pestoni 1:1. 36. McMillan (Grassi) 2:1. 51. Filppula (Tömmernes/Powerplaytor) 2:2. 56. Pouliot 2:3. - Strafen: 8mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 5mal 2 Minuten gegen Genève-Servette. - PostFinance-Topskorer: Pestoni; Tömmernes.

Ambri-Piotta: Ciaccio; Zaccheo Dotti, Isacco Dotti; Hietanen, Burren; Fohrler, Fischer; Hächler; Kozun, Regin, Zwerger; Bürgler, Heim, Kneubuehler; Pestoni, Grassi, McMillan; Trisconi, Kostner, Bianchi; Incir.

Genève-Servette: Zurkirchen; Karrer, Tömmernes; Vatanen, Le Coultre; Jacquemet, Maurer; Völlmin, Smons; Smirnovs, Filppula, Vermin; Pouliot, Richard, Vouillamoz; Moy, Jooris, Patry; Antonietti, Berthon, Riat.

Bemerkungen: Genève-Servette ohne Cavalleri, Descloux, Mercier, Miranda, Rod, Tanner (alle verletzt) und Winnik (überzähliger Ausländer). Ambri-Piotta ab 58:03 ohne Torhüter.

Lausanne - Lugano 4:8 (0:2, 2:4, 2:2)

7005 Zuschauer. - SR Stricker/Borga, Huguet/Obwegeser. - Tore: 11. Josephs (Herren, Arcobello/Powerplaytor) 0:1. 17. Arcobello (Josephs, Alatalo/Powerplaytor) 0:2. 22. Fazzini (Herburger/Powerplaytor) 0:3. 25. Arcobello 0:4. 27. Kenins (Genazzi, Fuchs) 1:4. 30. Loeffel (Herren) 1:5. 32. Emmerton 2:5. 35. Hudacek (Alatalo) 2:6. 42. Herburger (Boedker, Fazzini/Powerplaytor) 2:7. 45. Almond 3:7. 48. Baumgartner (Genazzi) 4:7. 55. Vedova (Riva) 4:8. - Strafen: 5mal 2 plus 5 Minuten (Douay) plus Spieldauer (Douay) gegen Lausanne, 1mal 2 Minuten gegen Lugano. - PostFinance-Topskorer: Bertschy; Fazzini.

Lausanne: Boltshauser (25. Uberti); Glauser, Gernat; Heldner, Frick; Krueger, Genazzi; Holdener; Frolik, Emmerton, Sekac; Bertschy, Fuchs, Kenins; Maillard, Jäger, Bozon; Douay, Baumgartner, Almond.

Lugano: Fatton (48. Schlegel); Loeffel, Müller; Alatalo, Riva; Chiesa, Wolf; Traber, Guerra; Fazzini, Arcobello, Herren; Bertaggia, Josephs, Hudacek; Morini, Herburger, Boedker; Vedova, Walker, Stoffel.

Bemerkungen: Lausanne ohne Marti, Riat, Stephan (alle verletzt) und Barberio (überzähliger Ausländer), Lugano ohne Carr und Thürkauf (beide verletzt).

Zug - Biel 4:3 (1:1, 1:1, 2:1)

6857 Zuschauer. - SR Wiegand/Stolc (SVK), Altmann/Steenstra (CAN). - Tore: 10. Martschini (Suri, Kovar/Powerplaytor) 1:0. 20. (19:59) Hügli (Rajala) 1:1. 33. De Nisco 2:1. 40. (39:24) Kessler (Haas, Fabio Hofer) 2:2. 48. Rajala (Haas/Powerplaytor) 2:3. 57. (56:47) Zehnder (Leuenberger) 3:3. 58. (57:56) Klingberg (Lander, Gross) 4:3. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Zug, 5mal 2 Minuten gegen Biel. - PostFinance-Topskorer: Lander; Rajala.

Zug: Genoni; Schlumpf, Hansson; Gross, Djoos; Cadonau, Kreis; Wüthrich; Martschini, Kovar, Suri; Klingberg, Lander, Bachofner; Zehnder, Müller, Herzog; Allenspach, Leuenberger, De Nisco.

Biel: van Pottelberghe; Rathgeb, Grossmann; Yakovenko, Delémont; Schneeberger, Forster; Stampfli; Hügli, Haas, Rajala; Brunner, Cunti, Künzle; Fabio Hofer, Froidevaux, Kessler; Kohler, Schläpfer, Karaffa; Garessus.

Bemerkungen: Zug ohne Senteler, Simion und Stadler (alle verletzt), Biel ohne Fey, Hischier, Korpikoski, Lööv, Sallinen und Tanner (alle verletzt). Biel ab 58:42 ohne Torhüter.

Resultate/Rangliste

Ambri-Piotta - Genève-Servette 2:3 (0:0, 2:1, 0:2). Bern - ZSC Lions 6:1 (1:0, 3:0, 2:1). Davos - Fribourg-Gottéron 0:2 (0:1, 0:0, 0:1). SCL Tigers - Ajoie 8:2 (3:1, 3:1, 2:0). Lausanne - Lugano 4:8 (0:2, 2:4, 2:2). Zug - Biel 4:3 (1:1, 1:1, 2:1).

Rangliste: 1. Fribourg-Gottéron 24/51 (75:55). 2. Davos 24/49 (80:55). 3. Zug 24/49 (78:55). 4. Biel 25/45 (73:63). 5. Rapperswil-Jona Lakers 25/45 (74:63). 6. ZSC Lions 21/36 (66:56). 7. Bern 24/34 (73:67). 8. Ambri-Piotta 25/32 (59:64). 9. Lugano 26/32 (71:82). 10. Lausanne 22/30 (63:68). 11. Genève-Servette 25/27 (64:86). 12. SCL Tigers 25/23 (78:89). 13. Ajoie 24/18 (46:97).

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