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Die Trennung als «einzige Lösung»

Die Trennung als «einzige Lösung»

Trainer Tomas Tamfal und der EHC Chur gehen per sofort getrennte Wege. Nun erklärt sich Christian Aliesch, der Klubpräsident.

Stefan
Salzmann
vor 3 Wochen in
Eishockey
Tomas Tamfal ist bald nicht mehr Trainer des EHC Chur.
OLIVIA AEBLI-ITEM

Der Zeitpunkt überrascht. Etwas mehr als zwei Wochen vor dem Eishockey-Saisonstart schreiben die Verantwortlichen des EHC Chur am Montagabend in einer Medienmitteilung, dass der MSL-Klub und Trainer Tomas Tamfal (Bild) nach rund zwei Jahren per sofort getrennte Wege gehen. Der tschechisch-deutsche Doppelbürger, der von Sportchef Roger Lüdi vor 1,5 Jahren gegenüber dieser Zeitung noch als «Wunschlösung» betitelt wurde, hat sich im gegenseitigen Einvernehmen mit den Klubverantwortlichen getrennt. Sein Vertrag hätte für die bevorstehende Spielzeit noch Gültigkeit gehabt. Der Grund für die Trennung? Die nicht mehr stimmige Chemie zwischen den Spielern und dem Übungsleiter des Stadtklubs.

Während Tamfal nicht auf eine Nachfrage dieser Zeitung reagierte, stand Klubpräsident Christian Aliesch Rede und Antwort. Er sprach von «verschiedenen Gründen» und einer «Entwicklung, in die falsche Richtung», die zur einvernehmlichen Trennung führten. Ins Detail wollte der Klubpräsident aber nicht gehen. Die Chemie habe nicht mehr gepasst, dass eine erfolgversprechende Zukunft zu erwarten gewesen wäre, so Aliesch. Dass es nicht wie gewünscht lief, widerspiegelte sich in der Vorbereitung. Mit Ausnahme des 5:1-Sieges gegen den Erstligisten Prättigau-Herrschaft gingen sämtliche Testspiele verloren. «Die Resultate und Leistungen in den Partien sowie in den Trainings entsprachen nicht dem Talent und den Möglichkeiten der Mannschaft», sagt der Klubpräsident.

Der Blick geht voraus

Nach diversen Gesprächen zeigte sich, dass eine einvernehmliche Trennung die «einzig mögliche Lösung ist», so Aliesch. Trotzdem hat der Klubpräsident nicht vergessen, was Tamfal in seiner gut zweijährigen Amtszeit in Chur gelungen war. Als guter Ausbildner brachte er ein junges und unerfahrenes Team in der Saison 2019/20 auf Anhieb in die Play-offs der MSL. Weil die vergangene Spielzeit aufgrund der Coronapandemie früh abgebrochen wurde, konnte er mit seinem Team das Erreichte nicht bestätigen.

Für Aliesch ist wichtig, ab sofort nicht mehr zurückzuschauen: «In gut zwei Wochen beginnt die neue Saison. Wir müssen die restliche Zeit optimal nutzen, um doch noch gut vorbereitet in die ersten Meisterschaftsspiele starten zu können.» Das Fanionteam macht dies mit Interimstrainer Björn Gerhard. «Er ist eine gute Lösung», sagt Aliesch. Deshalb wollen sich die Klubverantwortlichen auch Zeit lassen bei der Suche nach einer Nachfolgelösung und nichts überstürzen.

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