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Genf-Servette mit einem Bein im Playoff-Final

Genf-Servette mit einem Bein im Playoff-Final

Genève-Servette braucht nach dem 4:1-Heimsieg gegen die ZSC Lions nur noch einen Sieg (aus maximal drei Spielen) für den Einzug in den Playoff-Final.

Agentur
sda
vor 1 Woche in
Eishockey

Hätte das erste Spiel am Sonntag in Zürich (1:2) mit etwas Glück auch zugunsten der Lions ausfallen können, ist nach Spiel 2 schwer vorstellbar, wie die vermeintlich ausgeglichene Serie noch kippen könnte. Servette macht von hinten bis vorne alles richtig und spielt genau so, wie man in den Playoffs spielen muss: hart, diszipliniert und effizient.

Die Vorentscheidung im Eisstadion Les Vernets fällt in der 5. Minute des Mitteldrittels. Erst kann der ZSC zwei Minuten Powerplay nicht nützen, dann vergibt Raphael Prassl die beste Zürcher Chance des gesamten Spiels und zu allem Übel erhöht Tyler Moy beim Gegenangriff mit einem brillanten Ablenker auf 2:0.

Davon erholen sich die Spieler von Coach Rikard Grönborg nicht mehr. Noch im zweiten Abschnitt macht Noah Rod bei je vier Feldspielern nach einem genialen Pass von Tanner Richard mit dem 3:0 bereits alles klar. Je ein Tor auf beiden Seiten durch Linus Omark und Garrett Roe im Schlussdrittel sind nur noch Resultatkosmetik.

Zwar kann Grönborg wieder auf den kanadischen Abwehrstrategen Maxim Noreau und den technisch versierten Flügelstürmer Denis Hollenstein zählen, die Spiel 1 verletzt verpassten. Mehr Durchschlagskraft entwickeln die wenig bissigen Löwen deshalb aber nicht. Sie schiessen zwar oft, aber zu wenig präzise und hart. Auch landen die Abpraller fast ausnahmslos auf den Stöcken der Grenat - auf beiden Seiten des Eisfelds.

So auch beim 1:0 der Genfer in der 17. Minute durch den erst 21-jährigen Mathieu Vouillamoz, der von genau so einem Abpraller profitiert. Auf der anderen Seite wird Daniel Manzato, der erst seit dem dritten Viertelfinalspiel für den verletzten Gauthier Descloux das Tor hütet, hervorragend abgeschirmt. Seine Fangquote ist sensationell. Der 37-jährige Freiburger hat in den Playoffs von 118 Schüssen nur deren zwei passieren lassen.

Auch deshalb - und weil die ZSC Lions einen zunehmend müden Eindruck machen - deutet nichts auf die grosse Wende hin. Bereits am Donnerstag könnte Servette im Hallenstadion den dritten Finaleinzug nach 2008 und 2010 (Niederlagen gegen ZSC respektive Bern) perfekt machen.

Servette - ZSC Lions 4:1 (1:0, 2:0, 1:1)

50 Zuschauer. - SR Lemelin/Salonen, Fuchs/Obwegeser. - Tore: 17. Vouillamoz 1:0. 25. Moy (Le Coultre) 2:0. 34. Rod (Richard/Ausschlüsse Hayes; Völlmin) 3:0. 44. Omark 4:0. 54. Roe (Andrighetto, Prassl/Ausschluss Völlmin) 4:1. - Strafen: je 4mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Tömmernes; Andrighetto.

Genève-Servette: Manzato; Jacquemet, Tömmernes; Karrer, Le Coultre; Guebey, Völlmin; Smons; Vouillamoz, Winnik, Omark; Rod, Richard, Vermin; Moy, Fehr, Miranda; Montandon, Kast, Berthon; Patry.

ZSC Lions: Waeber (44. Flüeler); Noreau, Marti; Phil Baltisberger, Geering; Trutmann, Berni; Meier; Prassl, Roe, Andrighetto; Lasch, Sigrist, Hollenstein; Hayes, Diem, Bodenmann; Simic, Schäppi, Wick; Riedi.

Bemerkungen: Genève-Servette ohne Descloux, Maurer, Mercier (alle verletzt) und Asselin (überzähliger Ausländer), ZSC Lions ohne Chris Baltisberger, Blindenbacher, Krüger, Morant, Pedretti, Pettersson, Rautiainen (alle verletzt).

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