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Davos verliert letztes Qualifikationsspiel

Davos verliert letztes Qualifikationsspiel

Der HC Davos verliert das für ihn bedeutungslose letzte Qualifikationsspiel gegen den HC Ambri-Piotta mit 1:2. In den Pre-Playoffs kommt es zum Klassiker gegen den SC Bern.

Südostschweiz
vor 1 Woche in
Eishockey
Einen Schritt schneller: Ambris Daniele Grassi enteilt Davos' Tony Sund.
KEYSTONE/PABLO GIANINAZZI

Für den HC Davos ging es im Spiel gegen den HC Ambri-Piotta nicht mehr um viel. An der Rangierung in der Tabelle kann sich nichts mehr verändern und entsprechend lautete die Devise bei den Bündnern «Kräfte sparen». Die Leventiner auf der anderen Seite werden am Montag ihr letztes Spiel in der altehrwürdigen Valascia austragen und wollen sich versöhnlich aus dem altehrwürdigen Hockeytempel verabschieden. Aus sportlicher Sicht ging es auch für den HCAP um nichts mehr.

Eine Debut zur Dernière

Das erste Drittel ist von Kampf und Strafminuten geprägt, spielerisch schaut für beide Teams nichts Zählbares heraus. Mehr Betrieb als auf dem Eis herrscht dafür auf der Bündner Spielerbank. HCD-Cheftrainer  Wohlwend schonte diverse Spieler und gab diversen Junioren eine beträchtliche Menge Eiszeit. Zu Spielmitte wird Goalie Robert Mayer durch den 18-jährigen Mathieu Croce ersetzt – sein Debut in der höchsten Schweizer Hockeyklasse. Viel Zeit sich an die Gegebenheiten in der National League zu gewöhnen, erhält Croce nicht. Erst wenige Sekunden auf dem Eis kann sich der Youngster mit starken Paraden in Szene setzen. 

In der 36. Minute ist aber auch Croce machtlos. Ambri-Topskorer Dominic Zwerger erzielt völlig alleinstehend die Führung für das Heimteam. Das Tor lässt bei den Leventiner so etwas wie Spielfreude aufkommen. Die Bündner können den 0:1-Rückstand aber in die zweite Drittelspause retten.

Tore in Unterzahl

In der 48. Minute tauchte dann auch der HC Davos für einmal gefährlich vor Ambri-Torhüter Ciaccio auf. Fabrice Herzog profitiert von einem Scheibenverlust der Leventiner im Vorwärtsgang und kann alleine aufs HCAP-Tor ziehen. Herzog lässt sich in Unterzahl nicht zweimal bitten und verwandelt humorlos.

Es deutete alles bereits auf eine Verlängerung hin, als Ambri-Stürmer Marco Müller drei Minuten vor Schluss den Siegtreffer für seine Farben erzielt – ebenfalls in Unterzahl.

In den Pre-Playoffs gegen den SCB

Mit dieser Niederlage ist die Qualifikation für den HC Davos beendet. Der Spielmodus in dieser Corona-Spielzeit sieht vor, dass die Bündner auf Rang 8 eine Pre-Playoff-Serie gegen den Neuntplatzierten bestreitet. Gegner wird in dieser Best-of-3-Serie der SC Bern sein. Die Berner befinden sich mittlerweile in ihrer fünften (!) Corona-Quarantäne und können das Training erst am kommenden Montag wieder aufnehmen. Keine guten Vorzeichen, um zwei Tage später gegen einen ausgeruhten HC Davos anzutreten.

Die weiteren Partien vom Samstagbabend

Dramatisch und packend ging es im Fernduell um die letzten direkten Viertelfinalplätze nicht nur in Genf zu und her. Die ZSC Lions hätten sich mit einem Punktgewinn gegen Lausanne die direkte Viertelfinalqualifikation sichern können. Bis zwei Minuten vor Schluss stand die von Defensive geprägte Partie 0:0. Dann gewann Lausanne doch noch (2:0).

Tim Bozon brachte die Waadtländer 133 Sekunden vor Schluss mit einem sehenswerten Slapshot in Führung. Eine Minute später stellte Christoph Bertschy mit einem Schuss ins leere Tor den Sieg Lausannes sicher.

Damit müssen die ZSC Lions, die am 22. Dezember noch die Tabelle anführten und am 23. März noch von Platz 2 grüssten, weiter um die einwöchige Pause vor dem Playoff-Start bangen. Die Zürcher spielen am Ostermontag noch gegen Langnau. Aber die SCL Tigers führten am Gründonnerstag im Schlussabschnitt in Lugano im Schlussabschnitt noch 3:1 (ehe sie 3:7 verloren) und besiegten am Ostersamstag Leader Zug mit 5:3.

Ein Langnauer Hurra

Am Gründonnerstag in Lugano führten die SCL Tigers im Schlussabschnitt 3:1 und verloren noch 3:7. Zwei Tage später brachten die Langnauer gegen Leader Zug einen 5:3-Sieg über die Zeit.

War dies das letzte Langnauer Hurra in dieser Saison? Am Abend vor der Ausstrahlung der grossen Tigers-Doku (My Sports) überfuhren die Emmentaler den EVZ, gegen den sie zuvor in dieser Saison fünfmal verloren und 26 Gegentreffer kassiert hatten.

Dank zweieinhalb überragenden Minuten gewannen die Tigers: Jules Sturny, Tom Andersons und Andrea Glauser stellten innerhalb von 153 Sekunden von 1:1 auf 4:1. Bei Langnau glänzte der 19-jährige Nummer-3-Keeper Damian Stettler mit 39 Paraden. Die Tigers fuhren diesen Überraschungssieg ohne Torhüter Ivars Punnenovs und ohne einen ausländischen Spieler an.

Lakers schonten sich

Die Rapperswil-Jona Lakers entschieden sich, über Ostern mit Blick auf die Achtelfinals, die schon am Mittwoch beginnen, Kräfte zu schonen. Entsprechend kam Lugano ohne grossen Aufwand zum 5:0-Erfolg am Obersee.

Lugano ging schon nach 104 Sekunden durch Julian Walker in Führung. Nach 17 Profijahren gelang Walker zum ersten Mal das erste Goal in einem Spiel. Im zweiten Abschnitt sorgten Luca Fazzini, Mark Arcobello, Sandro Zangger und Reto Suri früh für klare Verhältnisse (5:0). Arcobello traf sogar in Unterzahl.

Die Lakers schonten Roman Cervenka. An der Bande stand bei Rapperswil-Jona nicht Jeff Tomlinson, sondern Assistent Niklas Gällstedt. Tomlinson war am Ostersamstag krankgeschrieben.

Telegramme:

ZSC Lions - Lausanne 0:2 (0:0, 0:0, 0:2)

0 Zuschauer. - SR Salonen/Manuel Nikolic, Altmann/Steenstra. - Tore: 58. (57:47) Bozon (Barberio, Grossmann) 0:1. 59. (58:56) Bertschy (Malgin, Kenins) 0:2 (ins leere Tor). - Strafen: je 3mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Andrighetto; Malgin.

ZSC Lions: Waeber; Phil Baltisberger, Geering; Noah Meier, Christian Marti; Trutmann, Berni; Capaul; Prassl, Roe, Andrighetto; Bodenmann, Krüger, Hollenstein; Lasch, Sigrist, Rautiainen; Pedretti, Schäppi, Wick; Riedi.

Lausanne: Stephan; Grossmann, Barberio; Heldner, Frick; Krueger, Aurélien Marti; Schneeberger, Krakauskas; Gibbons, Malgin, Almond; Bertschy, Emmerton, Kenins; Bozon, Jooris, Douay; Jäger, Froidevaux, Antonietti.

Bemerkungen: ZSC Lions ohne Chris Baltisberger, Blindenbacher, Morant, Noreau, Pettersson und Suter (alle verletzt). ZSC Lions von 58:27 bis 58:56 ohne Torhüter.

SCL Tigers - Zug 5:3 (1:1, 3:0, 1:2)

0 Zuschauer. - SR Urban/Kristijan Nikolic, Cattaneo/Duarte. - Tore: 17. (16:33) Senteler (Gross) 0:1. 18. (17:38) Blaser (Flavio Schmutz, Julian Schmutz) 1:1. 36. (35:12) Sturny (Flavio Schmutz) 2:1. 37. (36:49) Andersons 3:1. 38. (37:45) Glauser (Sturny) 4:1. 47. (46:20) Diaz 4:2. 47. (47:00) Berger (Petrini) 5:2. 59. Kovar (Hofmann/Powerplaytor) 5:3. - Strafen: 2mal 2 plus 10 Minuten (Dostoinov) gegen SCL Tigers, 2mal 2 Minuten gegen Zug. - PostFinance-Topskorer: Berger; Kovar.

SCL Tigers: Stettler; Erni, Huguenin; Glauser, Leeger; Schilt, Grossniklaus; Lardi, Blaser; Julian Schmutz, Flavio Schmutz, Sturny; Berger, Weibel, Neukom; Andersons, Melnalksnis, Dostoinov; Petrini, In-Albon, Bircher.

Zug: Hollenstein; Schlumpf, Geisser; Cadonau, Gross; Diaz, Stadler; Zgraggen; Klingberg, Albrecht, Zehnder; Simion, Kovar, Hofmann; Martschini, Senteler, Thorell; Langenegger, Leuenberger, Bachofner.

Bemerkungen: SCL Tigers ohne Diem, Earl, Kuonen, Nilsson, Rüegsegger, Salzgeber (alle verletzt), Maxwell und Punnenovs (beide krank), Zug ohne Thürkauf, Wüthrich (beide verletzt), Abdelkader, Alatalo und Shore (alle krank). Zug ab 59:07 ohne Torhüter.

Rapperswil-Jona Lakers - Lugano 0:5 (0:1, 0:4, 0:0)

1 Zuschauer. - SR Stricker/Mollard, Kehrli/Burgy. - Tore: 2. Walker 0:1. 21. (20:48) Fazzini (Josephs) 0:2. 23. Arcobello (Unterzahltor!) 0:3. 32. Zangger (Suri, Morini) 0:4. 39. Suri (Morini, Wellinger) 0:5. - Strafen: 3mal 2 plus 10 Minuten (Rowe) gegen Rapperswil-Jona Lakers, 6mal 2 Minuten gegen Lugano. - PostFinance-Topskorer: Clark; Arcobello.

Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler (41. Bader); Egli, Profico; Vukovic, Jelovac; Sataric, Maier; Randegger; Clark, Ness, Moses; Lehmann, Rowe, Eggenberger; Schweri, Dünner, Wick; Forrer, Wetter, Loosli; Rehak.

Lugano: Schlegel; Heed, Wellinger; Loeffel, Chiesa; Nodari, Wolf; Vedova, Riva; Bürgler, Arcobello, Bödker; Walker, Morini, Suri; Fazzini, Herburger, Josephs; Zangger, Sannitz, Bertaggia.

Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Cervenka, Dufner, Lhotak und Payr (alle verletzt), Lugano ohne Lajunen, Lammer, Traber (alle verletzt) und Brennan (überzähliger Ausländer).

Ambri-Piotta - Davos 2:1 (0:0, 1:0, 1:1)

0 Zuschauer. - SR Tscherrig/Stolc, Fuchs/Gnemmi. - Tore: 35. Zwerger (Flynn) 1:0. 48. Herzog (Egli/Unterzahltor!) 1:1. 58. Müller (Kostner, Ngoy/Unterzahltor!) 2:1. - Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 4mal 2 plus 10 Minuten (Ritzmann) gegen Davos. - PostFinance-Topskorer: Zwerger; Corvi.

Ambri-Piotta: Ciaccio; Fora, Isacco Dotti; Hächler, Fischer; Ngoy, Zaccheo Dotti; Pezzullo; Zwerger, Flynn, Perlini; Müller, Novotny, Nättinen; Grassi, Kostner, Mazzolini; Incir, Dal Pian, Kneubuehler; Goi.

Davos: Mayer (30. Croce); Sund, Jung; Stoop, Hänggi; Buchli, Guerra; Gärtner; Ritzmann, Egli, Herzog; Palushaj, Corvi, Ambühl; Holdener, Aeschlimann, Canova; Balzer, Parrée, Lutz.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Bianchi, D'Agostini und Fohrler (alle verletzt). Davos ab 58:47 ohne Torhüter.

Resultate und Rangliste:

Resultate: Ambri-Piotta - Davos 2:1 (0:0, 1:0, 1:1). Genève-Servette - Biel 1:5 (1:0, 0:0, 0:5). Rapperswil-Jona Lakers - Lugano 0:5 (0:1, 0:4, 0:0). SCL Tigers - Zug 5:3 (1:1, 3:0, 1:2). ZSC Lions - Lausanne 0:2 (0:0, 0:0, 0:2).

Rangliste: 1. Zug 51/116 (2,275). 2. Lugano 51/92 (1,804). 3. Lausanne 50/89 (1,780). 4. Fribourg-Gottéron 50/87 (1,740). 5. ZSC Lions 51/87 (1,706). 6. Biel 47/78 (1,660). 7. Genève-Servette 49/81 (1,653). 8. Davos 51/74 (1,451). 9. Bern 48/56 (1,167). 10. Rapperswil-Jona Lakers 49/53 (1,082). 11. Ambri-Piotta 50/50 (1,000). 12. SCL Tigers 51/34 (0,667). (SO / SDA)

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