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Servette macht Anspruch auf Playoff-Viertelfinals deutlich

Servette macht Anspruch auf Playoff-Viertelfinals deutlich

Der grossen Gewinner der drittletzten Runde der National League heissen ZSC Lions, Lugano und Servette. Sie machen einen wichtigen Schritt Richtung direkte Viertelfinal-Qualifikation.

Agentur
sda
vor 2 Wochen in
Eishockey
Die Spieler von Servette bejubeln den Treffer zum 1:0.
Die Spieler von Servette bejubeln den Treffer zum 1:0.
KEYSTONE/LAURENT GILLIERON

Die ZSC Lions waren zuletzt noch ins Zittern geraten und mussten sogar um die direkte Qualifikation für die Playoff-Viertelfinals bangen. Nach einem 3:2-Auswärtssieg beim Lieblingsgegner Davos sind die Zürcher nun aber wieder auf Kurs - und verdarben den Bündner gleich das 100-Jahr-Jubiläum.

Wichtige Siege feierten auch Genf-Servette im Derby gegen Lausanne (5:1) und Lugano gegen das inferiore Schlusslicht SCL Tigers (7:3). Während die Genfer bereits im ersten Drittel davonzogen und den 6. Platz festigten, setzte Lugano erst im Schlussdrittel und nach einem 1:3-Rückstand zum Schützenfest an.

Zug, das längst als Qualifikationssieger feststand, setzte nochmals ein Ausrufezeichen und bezwang Fribourg-Gottéron 4:0.

Wegen der Siege der ZSC Lions, von Servette und Lugano war es auch eine schlechte Runde für den EHC Biel, der nach seiner Quarantäne erst für die letzten zwei Runden wieder eingreifen kann. Er konnte seinen Punktequotienten nicht verbessern und wird es sehr schwer haben, noch auf den 6. Platz vorzustossen.

Servette wieder auf Kurs

Nach einer zuletzt schwachen Phase macht Servette seinen Anspruch auf einen direkten Platz in den Playoff-Viertelfinals mit einem 5:1-Sieg im Romand-Derby gegen Lausanne deutlich.

Bereits im Startdrittel sorgten Linus Omark, Tanner Richard und Marco Miranda mit den Toren zum 3:0 innerhalb von weniger als vier Minuten für eine Vorentscheidung.

Die Lausanner bemühten sich in der Folge zwar redlich, konnten aber nicht an die starke Leistung am Dienstag in Lugano anknüpfen. Servette entschied damit die Genfersee-Serie mit 4:2 Siegen in der laufenden Qualifikation für sich, fünfmal gewann das Auswärtsteam. Und noch wichtiger: Die Genfer festigten den 6. Platz gegenüber Biel, das am Wochenende nach der Quarantäne nochmal zwei Spiele Zeit hat, seinen Punkteschnitt zu verbessern.

Lugano müht sich zum Pflichtsieg

Der HC Lugano wahrte sich mit einem zu deutlich ausgefallenen 7:3-Sieg gegen das Schlusslicht die Chance auf den 2. Platz am Ende der Qualifikation. Die Tessiner taten sich allerdings äusserst schwer, um die Emmentaler im vierten Spiel der Saison zum vierten Mal zu bezwingen. In den letzten 19 Minuten machte das Team von Coach Serge Pelletier aus einem 1:3-Rückstand ein 7:3. Vier der sechs Tore fielen im Powerplay, Luca Fazzini erzielte seinen dritten Hattrick in der National League.

Die SCL Tigers müssen froh sein, dass es in dieser Saison kein Playout und keinen Absteiger gibt. Sie setzten in dieser Corona-Saison konsequent auf die Vernunft, verfügten so aber nicht über die Qualität, um in der National League eine gute Rolle zu spielen. Sie verloren 24 ihrer letzten 26 Partien.

Zug unterstreicht seine Dominanz

Der überlegene Qualifikationssieger EV Zug unterstrich auch in der drittletzten Runde seine Dominanz und bezwang das zuvor drittplatzierte Fribourg-Gottéron 4:0. Alle Tore fielen im Schlussabschnitt.

Fribourg-Coach Christian Dubé gönnte seinem Stammgoalie Reto Berra vor den Playoffs eine Pause, und dessen Ersatz Connor Hughes wäre fast zum grossen Helden geworden. Bis zur 43. Minute hielt er seinen Kasten gegen einen wahren Zuger Sturmlauf (am Ende 50 Schüsse aufs Tor) rein, ehe Yannick Zehnder im Nachschuss den Bann brach. Carl Klingberg und Grégory Hofmann im Powerplay sowie Jérôme Bachofner sorgten dann noch für ein standesgemässes Resultat.

Leonardo Genoni musste für seinen Shutout «nur» 26 Schüsse abwehren. Trotz der Niederlage kann Gottéron nicht mehr von den ersten sechs Plätzen, die zur direkten Viertelfinal-Teilnahme reichen, verdrängt werden.

Telegramme:

Lausanne - Genève-Servette 1:5 (0:3, 1:1, 0:1)

1 Zuschauer. - SR Lemelin/Urban, Kehrli/Burgy. - Tore: 11. (10:48) Omark (Winnik, Vouillamoz) 0:1. 12. (11:58) Richard (Vermin) 0:2. 15. Miranda (Arnaud Montandon/Powerplaytor) 0:3. 25. Frick 1:3. 28. Le Coultre (Karrer) 1:4. 42. Arnaud Montandon (Richard) 1:5. - Strafen: 6mal 2 plus 10 Minuten (Arnold) gegen Lausanne, 3mal 2 plus 10 Minuten (Vermin) gegen Genève-Servette. - PostFinance-Topskorer: Bertschy; Omark.

Lausanne: Boltshauser; Grossmann, Barberio; Heldner, Frick; Genazzi, Marti; Roth, Arnold; Jooris, Gibbons, Bozon; Bertschy, Emmerton, Kenins; Krakauskas, Almond, Douay; Jäger, Froidevaux, Antonietti.

Genève-Servette: Descloux; Jacquemet, Tömmernes; Karrer, Le Coultre; Völlmin, Smons; Guebey, Smirnovs; Vouillamoz, Winnik, Omark; Patry, Richard, Vermin; Moy, Fehr, Miranda; Arnaud Montandon, Kast, Berthon.

Bemerkungen: Lausanne ohne Hudacek, Maillard (beide verletzt) und Hudon (überzähliger Ausländer), Genève-Servette ohne Maurer, Mercier (beide verletzt) und Asselin (überzähliger Ausländer).

Davos - ZSC Lions 2:3 (1:1, 1:1, 0:1)

1 Zuschauer. - SR Salonen/Nikolic, Cattaneo/Duarte. - Tore: 6. Corvi (Turunen, Palushaj) 1:0. 19. Prassl 1:1. 23. Turunen (Corvi/Powerplaytor) 2:1. 37. Geering (Andrighetto) 2:2. 50. Rautiainen (Lasch) 2:3. - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Davos, 4mal 2 Minuten gegen ZSC Lions. - PostFinance-Topskorer: Corvi; Andrighetto.

Davos: Sandro Aeschlimann (21. Mayer); Nygren, Jung; Buchli, Guerra; Stoop, Hänggi; Marc Aeschlimann; Ritzmann, Egli, Herzog; Palushaj, Ullström, Turunen; Marc Wieser, Corvi, Ambühl; Lutz, Baumgartner, Canova.

ZSC Lions: Waeber; Noreau, Marti; Phil Baltisberger, Geering; Trutmann, Berni; Noah Meier; Prassl, Roe, Andrighetto; Bodenmann, Krüger, Hollenstein; Lasch, Sigrist, Rautiainen; Pedretti, Schäppi, Wick; Riedi.

Bemerkungen: Davos ohne Du Bois, Kienzle, Nussbaumer, Paschoud, Rubanik, Dino Wieser (alle verletzt), Barandun, Frehner, Heinen (alle krank) und Sund (überzähliger Ausländer), ZSC Lions ohne Chris Baltisberger, Blindenbacher, Flüeler, Morant und Pettersson (alle verletzt). Davos ab 58:54 ohne Torhüter.

Zug - Fribourg-Gottéron 4:0 (1:0, 0:0, 3:0)

0 Zuschauer. - SR Tscherrig/Stolc, Fuchs/Gnemmi. - Tore: 1. (0:55) Hofmann (Kovar) 1:0. 43. Zehnder (Albrecht) 2:0. 49. Klingberg (Kovar, Hofmann/Powerplaytor) 3:0. 59. Bachofner 4:0. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Zug, 6mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron. - PostFinance-Topskorer: Kovar; Mottet.

Zug: Genoni; Schlumpf, Geisser; Diaz, Stadler; Cadonau, Gross; Nussbaumer; Martschini, Senteler, Abdelkader; Simion, Kovar, Hofmann; Klingberg, Albrecht, Zehnder; Bachofner, Leuenberger, Thorell; Langenegger.

Fribourg-Gottéron: Hughes; Gunderson, Chavaillaz; Sutter, Furrer; Kamerzin, Jecker; Abplanalp; Herren, Schmid, DiDomenico; Sprunger, Walser, Bykov; Jörg, Desharnais, Mottet; Bougro, Marchon, Jobin; Schaller.

Bemerkungen: Zug ohne Hollenstein, Thürkauf, Wüthrich (alle verletzt), Alatalo (krank) und Shore (überzähliger Ausländer), Fribourg-Gottéron ohne Brodin, Rossi und Stalberg (alle verletzt).

Lugano - SCL Tigers 7:3 (0:2, 1:0, 6:1)

0 Zuschauer. - SR Wiegand/Dipietro, Schlegel/Wolf. - Tore: 1. (0:48) Sturny (Julian Schmutz) 0:1. 14. Flavio Schmutz (Sturny/Unterzahltor!) 0:2. 31. Walker (Nodari) 1:2. 41. (40:36) Huguenin 1:3. 42. (41:01) Herburger (Josephs) 2:3. 44. Fazzini (Loeffel, Herburger/Powerplaytor) 3:3. 49. Loeffel (Morini/Powerplaytor) 4:3. 51. Vedova 5:3. 55. Fazzini (Morini/Powerplaytor) 6:3. 57. Fazzini (Arcobello, Heed/bei 5 gegen 3) 7:3. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Lugano, 8mal 2 Minuten gegen SCL Tigers. - PostFinance-Topskorer: Arcobello; Berger.

Lugano: Schlegel; Heed, Wellinger; Loeffel, Chiesa; Nodari, Wolf; Vedova, Riva; Bürgler, Arcobello, Boedker; Fazzini, Morini, Suri; Lammer, Herburger, Josephs; Walker, Sannitz, Zangger.

SCL Tigers: Zaetta; Blaser, Leeger; Erni, Huguenin; Lardi, Grossniklaus; Bircher; Berger, Weibel, Neukom; Julian Schmutz, Flavio Schmutz, Sturny; Petrini, In-Albon, Wenger; Andersons, Melnalksnis, Dostoinov.

Die Resultate vom Donnerstag

Davos - ZSC Lions 2:3 (1:1, 1:1, 0:1). Lausanne - Genève-Servette 1:5 (0:3, 1:1, 0:1). Lugano - SCL Tigers 7:3 (0:2, 1:0, 6:1). Zug - Fribourg-Gottéron 4:0 (0:0, 0:0, 4:0).

1. Zug 50 32 7 6 5 191 : 122 116 2,320 2. Lugano 50 23 9 2 16 153 : 132 89 1,780 3. Lausanne 49 22 7 6 14 152 : 118 86 1,755 4. ZSC Lions 50 23 6 6 15 165 : 139 87 1,740 5. Fribourg-Gottéron 50 25 4 4 17 156 : 149 87 1,740 6. Genève-Servette 48 21 7 4 16 161 : 122 81 1,688 7. Biel 46 19 6 6 15 143 : 133 75 1,630 8. Davos 50 20 5 4 21 173 : 175 74 1,480 9. Bern 48 15 3 5 25 129 : 156 56 1,167 10. Rapperswil-Jona Lakers 48 14 3 5 26 134 : 170 53 1,104 11. Ambri-Piotta 49 11 3 8 27 103 : 154 47 0,959 12. SCL Tigers 50 7 2 6 35 100 : 190 31 0,620

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