×

Davos drohen nach Niederlage in Lausanne die Achtelfinals

Davos drohen nach Niederlage in Lausanne die Achtelfinals

In der Eishockey-Meisterschaft der National League setzt es am oberen Strich für den HC Davos in Lausanne eine bittere 3:5-Niederlage ab.

Agentur
sda
vor 6 Monaten in
Eishockey

Die formstarken Davoser (fünf Siege aus den vorangegangenen sieben Partien), vor einem Jahr noch grandiose Dritte der Qualifikation, drohen nach diesem Rückschlag die direkte Qualifikation für die Viertelfinals zu verpassen.

Im zweiten Spiel des Abends kam Biel in Bern mit 4:2 zum zehnten Sieg in den letzten elf Auswärtsspielen. Schon am Montag hatte Biel gegen Bern 5:3 gewonnen.

Lausannes Reaktion

Lausannes Reaktion auf die zweite Niederlagenserie in dieser Saison (und innerhalb eines Monats) fiel eindrücklich aus. Die Waadtländer besiegten Davos souverän und kaum gefährdet 5:3.

Vor dem Erfolg über Davos hatte Lausanne dreimal hintereinander und neun der letzten zwölf Spiele verloren. In der heimischen Malley-Arena gingen sogar sechs der letzten sieben Spiele verloren. Für Coach Craig MacTavish kam die stark verbesserte Leistung gegen Davos indes nicht überraschend. Die Mannschaft habe erkannt, dass es so nicht weiter gehen könne.

Die Verteidiger verhalfen Lausanne zum Schritt aus der Krise: Joël Genazzi (1:0), Lukas Frick (2:0) und Robin Grossmann (3:0) erzielten in den ersten 28 Minuten die wegweisenden Tore in diesem kapitalen Spiel.

Davos kam im Finish zwar noch auf 3:4 heran, erspielte sich aber keine Ausgleichschance mehr und kassierte 63 Sekunden nach dem Anschlusstreffer das 3:5.

Für die Davoser rückt die direkte Qualifikation für die Viertelfinals nach dieser Niederlage in die Ferne. Den Davosern (8.) fehlen neu sechs Punkte zu Lugano (6.), ausserdem liegt auch Lausanne (7.) vier Zähler vor Davos, wobei die Waadtländer noch zwei bis vier Partien weniger bestritten haben als ihre Rivalen um einen Platz unter den Top 6.

Bei Davos debütierte in Lausanne der Finne Tony Sund. Sund verliess das Eis mit einer Minus-2-Bilanz und stoppte vor dem 0:3 mit einer Strafe die stärkste Davoser Phase. Schon bei seinen letzten beiden Arbeitgebern seit 2019, bei TPS Turku (-18) und Dinamo Riga (-8), vermochte Sund in der Plus-/Minus-Statistik nicht zu glänzen.

Biel zu stark

24 Stunden nach dem 5:3-Heimsieg gewann der EHC Biel auch das zweite Duell gegen den SC Bern. In Bern setzte sich Biel nach einem 0:2-Rückstand mit 4:2 durch.

Die 56. Minute brachte Biel diesmal Glück. Am Vorabend hatten sich in dieser Minute die Gemüter erhitzt, als Tristan Scherwey den Bieler Jason Fuchs fair, aber unnötig checkte. Fuchs fehlte beim «Rückspiel» am Dienstag. Diesmal sass in der 56. Minute Tristan Scherwey für Bern auf der Strafbank, und Marc-Antoine Pouliot gelang in Überzahl der «Gamewinner» zum 3:2.

62 Sekunden vor Schluss stellte Janis Moser mit einem Schuss ins leere Tor zum 4:2 Biels zehnten Auswärtssieg aus den letzten elf Spielen sicher.

Für Biel präsentiert sich die Ausgangslage im letzten Monat der Qualifikation verheissungsvoll. Die Seeländer rückten mit dem sechsten Sieg in Serie erstmals diese Saison auf Platz 5 vor. Vor Weihnachten hatte Biel noch den 10. Platz belegt.

Bern verspielte gegen Biel eine 2:0-Führung und eine ausgezeichnete Chance, sich weiter Luft am zweiten Playoff-Strich zu verschaffen. Die Berner bleiben als Zehnte einen Punkt vor Ambri (11.), bei allerdings drei noch ausstehenden Nachholspielen.

Lausanne - Davos 5:3 (2:0, 1:1, 2:2)

1 Zuschauer. - SR Lemelin/Mollard, Schlegel/Burgy. - Tore: 11. Genazzi (Emmerton, Bertschy) 1:0. 19. Frick (Krakauskas) 2:0. 28. Grossmann (Emmerton) 3:0. 38. Ullström (Ambühl/bei 5 gegen 3) 3:1. 50. Emmerton (Frick) 4:1. 53. Frehner (Barandun) 4:2. 58. (57:41) Nygren (Corvi, Ambühl) 4:3. 59. (58:44) Hudon (Krakauskas) 5:3 (ins leere Tor). - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Lausanne, 5mal 2 plus 2mal 10 Minuten (Jung, Nygren) gegen Davos. - PostFinance-Topskorer: Malgin; Corvi.

Lausanne: Stephan; Genazzi, Barberio; Heldner, Frick; Grossmann, Marti; Krueger, Arnold; Gibbons, Malgin, Hudon; Bertschy, Emmerton, Kenins; Bozon, Jäger, Douay; Krakauskas, Froidevaux, Antonietti.

Davos: Sandro Aeschlimann; Nygren, Heinen; Kienzle, Sund; Barandun, Jung; Hänggi; Marc Wieser, Ullström, Nussbaumer; Ambühl, Corvi, Turunen; Frehner, Egli, Baumgartner; Ritzmann, Marc Aeschlimann, Canova.

Bemerkungen: Lausanne ohne Jooris, Maillard, Volejnicek (alle verletzt) und Almond (gesperrt), Davos ohne Du Bois, Guerra, Mayer, Paschoud, Rubanik, Dino Wieser (alle verletzt) und Palushaj (überzähliger Ausländer). Davos von 57:48 bis 58:44 und ab 59:24 ohne Torhüter.

Bern - Biel 2:4 (1:0, 1:2, 0:2)

0 Zuschauer. - SR Tscherrig/Urban, Obwegeser/Fuchs. - Tore: 10. Conacher (Olofsson, Jeffrey/Powerplaytor) 1:0. 29. (28:14) Scherwey (Praplan, Andersson/Powerplaytor) 2:0. 30. (29:51) Brunner (Kreis) 2:1. 38. Cunti (Hofer) 2:2. 56. Pouliot (Brunner/Powerplaytor) 2:3. 59. Janis Jérôme Moser (bei 4 gegen 5!) 2:4 (ins leere Tor). - Strafen: 8mal 2 plus 10 Minuten (Conacher) gegen Bern, 8mal 2 plus 5 Minuten (Lindbohm) plus 10 Minuten (Forster) plus 2mal Spieldauer (Lindbohm, Forster) gegen Biel. - PostFinance-Topskorer: Jeffrey; Cunti.

Bern: Wüthrich; Untersander, Zryd; Andersson, Henauer; Thiry, Beat Gerber; Colin Gerber; Conacher, Jeffrey, Olofsson; Scherwey, Praplan, Pestoni; Sopa, Heim, Simon Moser; Sterchi, Bader, Jeremi Gerber; Berger.

Biel: van Pottelberghe; Kreis, Janis Jérôme Moser; Lindbohm, Rathgeb; Forster, Fey; Ulmer, Bärtschi; Brunner, Pouliot, Rajala; Hofer, Tanner, Kessler; Hügli, Cunti, Künzle; Garessus, Gustafsson, Kohler.

Bemerkungen: Bern ohne Blum, Ruefenacht und Sciaroni (alle verletzt), Biel ohne Fuchs, Hischier, Komarek, Lindgren, Lüthi und Sartori (alle verletzt). Bern von 58:41 bis 58:58 und 59:02 bis 59:26 ohne Torhüter.

Resultate:

Bern - Biel 2:4 (1:0, 1:2, 0:2). Lausanne - Davos 5:3 (2:0, 1:1, 2:2).

Rangliste: 1. Zug 42/98. 2. Fribourg-Gottéron 45/79. 3. Genève-Servette 42/76. 4. ZSC Lions 44/76. 5. Biel 45/74. 6. Lugano 43/73. 7. Lausanne 41/71. 8. Davos 45/67. 9. Rapperswil-Jona Lakers 46/50. 10. Bern 42/45. 11. Ambri-Piotta 45/44. 12. SCL Tigers 42/30.

Kommentieren

Kommentar senden
E-Paper
Folge uns auf Social Media!
Immer up-to-date mit den besten News aus der Medienfamilie Südostschweiz.
Nicht mehr fragen