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Die nächste Berner Wende

Die nächste Berner Wende

In der National League kann der SC Bern den Schwung aus dem Cupfinal mitnehmen. Die Berner schlagen daheim Servette nach einem 1:3-Rückstand mit 4:3 nach Penaltyschiessen.

Agentur
sda
vor 4 Monaten in
Eishockey

Einen Monat vor Ende der Qualifikation rücken die Duelle an den Playoff-Strichen in den Fokus. Berns Rückstand auf Platz 10 beträgt bloss noch sieben Punkte, wobei die Berner im Monat März 15 Partien austragen müssen - bis zu acht mehr als die Konkurrenz.

Wie in den letzten zwei Wochen bereits gegen Langnau, Lausanne und Ambri-Piotta besiegte der SC Bern auch Genève-Servette nach Rückstand. Die Genfer führten 3:1 und bis zur 58. Minute noch 3:2, verloren aber 3:4 nach Penaltyschiessen.

Schon gegen Lausanne hatte Bern erst spät ausgeglichen und in der Overtime 6:5 gewonnen. Diesmal gelang Cory Conacher erst 173 Sekunden vor Schluss in Überzahl der 3:3-Ausgleich. Im Penaltyschiessen reüssierten schliesslich Tristan Scherwey, Inti Pestoni und Vincent Praplan hintereinander.

Damit gelang Bern ein verheissungsvoller Start in den Monat März, der dem SCB 15 Partien bringt, die nächste am Donnerstag in Davos.

Servette musste sich am Dienstag den Vorwurf gefallen lassen, nach einem starken Beginn und der 3:1-Führung nach 26 Minuten stark nachgelassen zu haben. Die Genfer agierten in der zweiten Spielhälfte viel zu passiv und wurden dafür bestraft.

Biels Annäherung

Der EHC Biel näherte sich mit einem 6:2-Auswärtssieg in Lugano den ersten sechs Plätzen an, die in den Playoffs eine sichere Viertelfinal-Teilnahme garantieren.

Vor dieser Runde hielt Lugano in allen Ranking-Variationen (Punkte oder Punkte pro Spiel) den 6. Platz. Hätte Biel, das zuletzt dreimal hintereinander im eigenen Stadion verloren hatte, wiederum das Eis ohne Punkte verlassen müssen, wären die Top 6 in weite Ferne gerückt.

Die Bieler hielten dem Erfolgsdruck indes stand - obwohl Lugano schon nach fünf Minuten in der Resega in Führung gegangen war. Fabio Hofer sorgte noch im ersten Abschnitt mit Toren zum 1:1 und 3:1 für den Umschwung. Hofer komplettierte im Finish mit dem 6:2 sogar noch den Hattrick. Ausserdem trafen Tino Kessler (2:1), Konstantin Komarek (4:1) und Marc-Antoine Pouliot (5:2).

Bei Lugano geriet nach einer imposanten Serie (acht Siege in Folge) zuletzt wieder Sand ins Getriebe. Von den letzten sechs Partien gewannen die Tessiner bloss zwei, und von den letzten vier Heimspielen gingen drei verloren, zwei davon klar und eines gegen die Lakers, die sonst in den letzten fast drei Monaten nirgends gewannen.

Lausannes nächste Heimniederlage

Lausannes Hockey Club zahlt Tribut für das stressige Pensum. Die Waadtländer bestritten in den letzten 14 Tagen 8 Spiele und holten dabei lediglich einen Sieg in der regulären Spielzeit. In der Malley-Halle bedeutete das 4:5 nach Penaltyschiessen gegen Fribourg-Gottéron bereits die vierte Niederlagen hintereinander. Und noch immer muss Lausanne im Durchschnitt fünf Partien auf die Konkurrenz aufholen.

Lausanne führte gegen Gottéron 1:0 und holte im zweiten Abschnitt einen 1:3-Rückstand auf. Insgesamt rannten die Waadtländer aber 39 Minuten lang Rückständen hinterher. Christoph Bertschy glich acht Minuten vor Schluss zum 4:4 aus. Lausanne vermochte sich indes nicht zu belohnen, weil sich der LHC in der Defensive zu viele Aussetzer leistete.

Die wichtigsten Goals gelangen Chris DiDomenico und Yannick Herren für Freiburg im Penaltyschiessen. Beide hatten schon in der regulären Spielzeit für Gottéron getroffen.

Telegramme:

Bern - Genève-Servette 4:3 (0:1, 2:2, 1:0, 0:0) n.P.

0 Zuschauer. - SR Abbet/Nikolic, Schlegel/Burgy. - Tore: 19. Miranda (Smons, Omark) 0:1. 22. (21:35) Richard (Rod, Fehr/Unterzahltor!) 0:2. 23. (22:40) Zryd (Heim/Powerplaytor) 1:2. 27. (26:17) Miranda 1:3. 28. (27:35) Heim (Scherwey) 2:3. 58. Conacher (Powerplaytor) 3:3. - Penaltyschiessen: Omark -, Olofsson -; Richard -, Conacher -; Moy 0:1, Scherwey 1:1; Rod -, Pestoni 2:1; Smirnovs 2:2, Praplan 3:2. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Bern, 5mal 2 plus 10 Minuten (Fehr) gegen Genève-Servette. - PostFinance-Topskorer: Jeffrey; Omark.

Bern: Karhunen; Untersander, Zryd; Andersson, Beat Gerber; Thiry, Colin Gerber; Burren; Conacher, Jeffrey, Olofsson; Scherwey, Heim, Pestoni; Sopa, Praplan, Moser; Berger, Neuenschwander, Bader; Jeremi Gerber.Genève-Servette: Descloux; Karrer, Le Coultre; Jacquemet, Völlmin; Guebey, Mercier; Smons; Rod, Richard, Vermin; Miranda, Fehr, Omark; Moy, Smirnovs, Kast; Patry, Berthon, Vouillamoz; Fritsche.Bemerkungen: Bern ohne Blum, Henauer, Ruefenacht, Sciaroni und Sterchi (alle verletzt), Genève-Servette ohne Maurer, Tömmernes und Winnik (alle verletzt).

Lugano - Biel 2:6 (1:3, 0:1, 1:2)

0 Zuschauer. - SR Lemelin/Mollard, Kehrli/Duarte. - Tore: 6. (5:12) Wellinger 1:0. 7. (6:53) Hofer (Fey) 1:1. 12. Kessler (Gustafsson) 1:2. 18. Hofer 1:3. 39. Komarek (Hofer, Fey) 1:4. 46. Bürgler (Loeffel, Suri/Powerplaytor) 2:4. 58. (57:43) Pouliot 2:5 (ins leere Tor). 58. (57:59) Hofer (Fuchs, van Pottelberghe) 2:6. - Strafen: 4mal 2 plus 10 Minuten (Chiesa) gegen Lugano, 3mal 2 Minuten gegen Biel. - PostFinance-Topskorer: Arcobello; Cunti.

Lugano: Zurkirchen; Heed, Wellinger; Loeffel, Chiesa; Nodari, Wolf; Zangger, Antonietti; Bürgler, Arcobello, Boedker; Walker, Lajunen, Suri; Fazzini, Sannitz, Bertaggia; Lammer, Romanenghi, Haussener.

Biel: van Pottelberghe; Kreis, Moser; Lindbohm, Rathgeb; Fey, Forster; Tanner, Stampfli; Hischier, Pouliot, Rajala; Hofer, Komarek, Fuchs; Brunner, Cunti, Künzle; Hügli, Gustafsson, Kessler.

Bemerkungen: Lugano ohne Herburger, Morini, Riva (alle verletzt) und Traber (krank), Biel ohne Lindgren und Lüthi (beide verletzt). Lugano von 57:34 bis 57:43 ohne Torhüter.

Lausanne - Fribourg-Gottéron 4:5 (1:2, 2:2, 1:0, 0:0) n.P.

1 Zuschauer. - SR Stricker/Stolc, Altmann/Wolf. - Tore: 2. (1:05) Malgin (Hudacek, Heldner) 1:0. 3. (2:42) Walser (Jörg) 1:1. 10. Herren (Bykow) 1:2. 27. Bougro 1:3. 29. Bertschy (Emmerton) 2:3. 36. Kenins (Bozon/Powerplaytor) 3:3. 40. (39:06) DiDomenico (Sprunger, Desharnais/Powerplaytor) 3:4. 52. Bertschy 4:4. - Penaltyschiessen: Hudacek 1:0, DiDomenico 1:1; Bertschy -, Mottet -; Malgin -, Herren 1:2; Almond -, Desharnais -; Emmerton -. - Strafen: 3mal 2 plus 5 Minuten (Kenins) plus Spieldauer (Kenins) gegen Lausanne, 5mal 2 plus 10 Minuten (DiDomenico) gegen Fribourg-Gottéron. - PostFinance-Topskorer: Malgin; Mottet.

Lausanne: Stephan; Krueger, Barberio; Heldner, Frick; Grossmann, Marti; Vouardoux, Mémeteau; Hudacek, Malgin, Gibbons; Bertschy, Emmerton, Kenins; Bozon, Almond, Douay; Krakauskas, Froidevaux, Schneeberger.

Fribourg-Gottéron: Berra; Gunderson, Chavaillaz; Sutter, Jecker; Kamerzin, Abplanalp; Aebischer, Schaller; Bykow, Desharnais, Mottet; Rossi, Walser, Herren; Sprunger, Schmid, DiDomenico; Jörg, Bougro, Jobin.

Bemerkungen: Lausanne ohne Genazzi (gesperrt), Antonietti, Hudon, Jooris, Jäger, Maillard (alle verletzt) und Roth (überzähliger Ausländer), Fribourg-Gottéron ohne Brodin, Furrer, Marchon und Stalberg (alle verletzt).

Resultate und Tabelle:

National League. Die Resultate vom Dienstag: Lugano - Biel 2:6 (1:3, 0:1, 1:2). Bern - Genève-Servette 4:3 (0:1, 2:2, 1:0, 0:0) n.P. Zug - Ambri-Piotta 5:4 (2:2, 1:2, 2:0). Lausanne - Fribourg-Gottéron 4:5 (1:2, 2:2, 1:0, 0:0) n.P.

Rangliste: 1. Zug 41/95 (158:102). 2. ZSC Lions 41/76 (142:108). 3. Fribourg-Gottéron 42/76 (137:127). 4. Lausanne 36/65 (117:84). 5. Davos 42/65 (148:145). 6. Genève-Servette 37/64 (128:100). 7. Lugano 40/64 (112:108). 8. Biel 40/60 (118:116). 9. Ambri-Piotta 40/43 (86:120). 10. Rapperswil-Jona Lakers 43/43 (118:156). 11. Bern 35/36 (89:115). 12. SCL Tigers 41/30 (79:151).

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