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Erst Gala, dann Zittern

Erst Gala, dann Zittern

Ein starkes Mitteldrittel und die Effizienz vor dem gegnerischen Tor – der HC Davos gewinnt gegen Ambri-Piotta mit 5:3. Am Ende kommt er aber nochmals ins Schwitzen.

Roman
Michel
vor 1 Woche in
Eishockey
SCHWEIZ EISHOCKEY DAVOS AMBRI PIOTTA
Der Davoser Benjamin Baumgartner drückt ab vor Ambris Torhüter Damiano Ciaccio
KEYSTONE

Ambri drückt, Ambri schiesst, Ambri trifft den Pfosten – aber der HCD macht das Tor. So lässt sich das Startdrittel zwischen dem HCD und den Leventinern zusammenfassen. Immer wieder scheitern die Gäste am starken Aeschlimann im Davoser Tor. Was Ambri fehlt, hat der HCD: die Effizienz im Abschluss. Mit der zweiten echten Torchance gelingt Baumgartner das 1:0. Das Spielgeschehen gleicht sich danach aus, die Chancenverwertung bleibt aber der grosse Unterschied. In Unterzahl erhöht Corvi auf 2:0. Und als Ambri wieder komplett ist, dauerts gerade einmal eine Sekunde, bis Frehner zum 3:0 trifft. Danach ist die Luft bei den Gästen draussen. Nygren und Kienzle erhöhen noch vor der zweiten Pause auf 5:0. Im Schlussdrittel lässt der HCD aber plötzlich nach – und wird prompt bestraft. Spätestens nach Zwergers 3:5 kommen die Bündner nochmals richtig ins Schwitzen. Aeschlimann, zuvor bei Zwergers Treffer völlig im Schilf, pariert mehrmals stark. Und sichert dem HCD so den Sieg.

Die Tore 🎯
14. Minute: Benjamin Baumgartner 1:0. Wieser legt die Scheibe herrlich zurück auf Baumgartner. Der Österreicher erwischt Ciaccio am nahen Pfosten.

24. Minute: Enzo Corvi, 2:0. Ambühl läuft in Unterzahl allen davon und legt die Scheibe dann pfannenfertig auf Rückkehrer Corvi.

26. Minute: Yannick Frehner, 3:0. Hoppla, da stimmt die Zuordnung in der Ambri-Defensive überhaupt nicht. Wie zuvor Ambühl, läuft Frehner ohne Gegenwehr durch die gegnerische Verteidigung – und schliesst selbst ab.

34. Minute: Magnus Nygren, 4:0. Corvi legt die Scheibe zurück an die blauen Linie, wo Nygren über den Beinschoner von Ciaccio zum 4:0 trifft. Für den Ambri-Goalie ist die Partie danach zu Ende.

40. Minute: Lorenz Kienzle, 5:0. Wenns läuft, dann läufts. Kienzle lenkt einen Schuss von Aeschlimann unhaltbar ins Ambri-Tor.

42. Minute: Michael Ngoy, 5:1 Das geht sehr einfach. Ngoy kommt aus der Distanz zum Abschluss, Knak nimmt Goalie Aeschlimann wohl die Sicht.

45. Minute: Julius Nättinen, 5:2. Flynn bedient in Überzahl den Ambri-Finnen, der bloss noch ins leere Tor einzuschieben braucht.

55. Minute: Dominic Zwerger, 5:3. Was macht denn hier Sandro Aeschlimann?! Der Ausflug des HCD-Goalies misslingt völlig, Zwerger muss nur noch einschieben.

Der Aufreger 😲
Wer wird neuer Sportchef beim HCD? CEO Marc Gianola bestätigt, dass Jan Alston am Morgen zu Gesprächen in Davos weilte. Der ehemalige Lausanne-Sportchef und einstige HCD-Stürmer ist Teil einer engeren Liste, die rund zehn Kandidaten umfasst.

Der Beste 👍🏼
Andres Ambühl. Sein Solo vor dem 2:0 liefert Stoff für jede Highlight-Show. Arbeitet auch defensiv extrem fleissig.

Der Schlechteste 👎🏼
Aaron Palushaj. Gegen Bern schoss er am Montag das wichtige 2:0. Gegen Ambri ist der US-Amerikaner offensiv wirkungslos – und fällt im Schlussdrittel mit einer dummen Strafe auf, die Ambri zum 2:5 ausnutzt.

Ausblick 🔜
Das Spiel gegen Ambri war für den HCD der Auftakt in eine Heimserie. Gleich sechs Mal in Folge dürfen die Bündner in der eigenen Halle auflaufen – am Samstag gegen Tabellenführer Zug.

Enzo Corvi gab nach dem Spiel Auskunft:

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