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Ein Sieg aus dem Nichts

Ein Sieg aus dem Nichts

Ein arg dezimierter HC Davos gewinnt gegen Servette mit 5:4. Marc Wieser ist mit drei Toren der überragende Mann auf dem Eis.

Roman
Michel
vor 3 Wochen in
Eishockey
Der HC Davos gewinnt diese Saison erstmals gegen Servette.
KEYSTONE

2:5 und 2:5 – gegen Servette gab es für den HCD in dieser Saison noch nichts zu holen. Die Vorzeichen auf den ersten Sieg? Nicht besonders gut. Gleich reihenweise fallen bei den Bündnern Spieler aus (siehe "Der Aufreger"). Das frühe Gegentor nach bloss vier Minuten kommt da erschwerend gleich noch oben drauf. Der HCD wehrt sich danach leidenschaftlich, kommt aber kaum gefährlich vors gegnerische Tor. Die logische Folge: Das 0:2 kurz vor der ersten Pause. Alles bereits entschieden? Denkste! Innert 100 Sekunden kommen die Davoser zur Spielmitte dank einem Doppelschlag von Marc Wieser plötzlich zurück in die Partie. Und es kommt gar noch besser aus HCD-Sicht: Ullström und Stoop nutzen die Konfusion in der Genfer Defensive eiskalt aus. Omark bringt im Schlussdrittel mit dem 3:4 die Spannung zurück – und den HCD zum Zittern. Doch Wieser sorgt mit seinem dritten Treffer vier Minuten vor dem Ende für die Entscheidung. Oder doch nicht? Fehr gelingt eine Minute vor der Sirene der Anschlusstreffer. Der ist am Ende aber nur Resultatkosmetik.

Die Tore 🎯
4. Minute: Noah Rod, 0:1.Genf kommt mit Tempo durch die Mittelzone. Vermin spielt die Scheibe quer zu Rod, der in der Mitte nur noch einzuschieben braucht.

18. Minute: Henrik Tömmernes, 0:2. Der Verteidiger trifft, wie er meist trifft. Aus der Distanz bezwingt Tömmernes HCD-Goalie Aeschlimann unter der Schulter durch.

30. Minute: Marc Wieser, 1:2.Fein gemacht! Mit drei Pässen hebelt der HCD die gegnerische Defensive aus. Nygren, Herzog, Wieser – Tor.

31. Minute: Marc Wieser, 2:2. Wieder kombiniert sich der HCD herrlich durch die Servette-Abwehr. Und wieder sorgt Wieser für den Schlusspunkt der Stafette.

36. Minute: David Ullström, 3:2. Servette ist völlig von der Rolle. Herzog lenkt eine Scheibe irgendwie zur Mitte. Dort trifft Ullström.

38. Minute: Lukas Stoop, 4:2. Was ist denn hier los? Der HCD nutzt die allgemeine Verunsicherung bei Genf eiskalt aus. Stoop trifft erstmals überhaupt in dieser Saison.

48. Minute: Linus Omark, 4:3. Der Genfer Topskorer zieht einfach mal ab – und trifft tatsächlich.

56. Minute: Marc Wieser, 5:3. Bully, Querpass, Wieser, Tor. So einfach kann Eishockey sein.

59. Minute: Eric Fehr, 5:4. Genf-Goalie Descloux verlässt sein Tor – und prompt kommt Servette nochmals ran.

Der Aufreger 😲
Die einen sind krank, andere verletzt – der HCD spielt in Genf mit bloss 16 Feldspielern, lässt vier Positionen im Lineup offen. Irritierend ist die Absenz von Enzo Corvi. Der Churer musste nach dem jüngsten Sieg gegen die Lakers mit einer Blessur zum Arzt, wird gegen Servette aber als krank gemeldet. 

Der Beste 👍🏼
Marc Wieser: Der Stürmer legt sich voll ins Zeug. Kämpft für zwei und trifft dreifach!

Der Schlechteste 👎🏼
Die Genfer Nonchalance. Nach dem 2:0 hört Servette auf zu spielen.

Ausblick 🔜
Am Freitag kommts zuhause gleich zur Revanche gegen Genf. Danach steht das Doppel-Wochenende mit zwei Partien gegen Bern (Sonntag und Montag) auf dem Programm.

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