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HCD vergibt Sieg in den Schlussminuten

HCD vergibt Sieg in den Schlussminuten

Der HC Davos verliert gegen die ZSC Lions mit 2:5. Bitter: Die Zürcher drehen die Partie mit vier Treffern in den letzten zehn Minuten.

Roman
Michel
vor 1 Monat in
Eishockey
SCHWEIZ EISHOCKEY DAVOS ZURICH
Die ZSC Lions mit Denis Hollenstein (Mitte) behielten gegen Davos mit Lukas Stoop die Oberhand.
KEYSTONE

Palushaj und Mayer verletzt, Nygren, Knak und Corvi alle krank – der HCD muss gegen die Lions neben den langzeitverletzten Du Bois, Dino Wieser und Paschoud gleich auf fünf weitere Stammkräfte verzichten. Heisst auch: die Formationen werden richtig durchgewirbelt.

Da kommt es nicht ungelegen, dass der ZSC in Geschenklaune ist. Goalie Waeber leitet das frühe 0:1 mit einer Slapstick-Einlage hinter dem eigenen Tor ein. Mit einem extrem disziplinierten Auftritt und einem frühen Pressing hält der HCD das Geschehen in der Folge von der eigenen Gefahrenzone fern. Goalie Aeschlimann, der bereits zum achten Mal in Serie im Kasten steht, muss nur selten eingreifen. Und in der Vorwärtsbewegung schalten die Davoser immer wieder blitzschnell um.

Bestes Beispiel nach 25 Minuten, als Herzog nach einem herrlichen Pass von Stoop das 2:0 vergibt. Tore fallen aber im Mittelabschnitt keine. Das ändert sich im dritten Durchgang. Erst kommen die Lions dank Bodenmann zum 1:1-Ausgleich, nur 32 Sekunden später stellt der HCD den alten Vorsprung wieder her. Doch Zürich drückt nun vehementer, taucht immer wieder gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf – und dreht die Partie mit zwei Treffern innert 21 Sekunden. Das 2:4 durch Hollenstein ist schliesslich die Entscheidung. Das 2:5 durch Andrighetto die Zugabe.

Die Tore 🎯
5. Minute: Fabrice Herzog, 1:0. Slapstick pur! ZSC-Goalie Waeber vertendelt die Scheibe hinter dem eigenen Tor – und das in Überzahl. Herzog muss nur noch einschieben.

44. Minute: Simon Bodenmann, 1:1. Einen Abschluss von Hollenstein lenkt HCD-Goalie Aeschlimann mit dem Beinschoner zur Mitte. Dort schiebt Bodenmann ein.

45. Minute: Teemu Turunen, 2:1. Da ist die prompte Davoser Antwort! Herrlich das Pässchen von Ullström, kaltblütig der Abschluss von Turunen.

51. Minute: Raphael Prassl, 2:2. Stark, wie Rautiainen die Scheibe halbhoch in den Slot spielt. Dort trifft der künftige Davoser Prassl.

51. Minute: Marco Pedretti, 2:3. Ein Zürcher Doppelschlag. Nur Sekunden nach dem Ausgleich bringt Pedretti die Gäste erstmals in Führung. Der Stürmer trifft zwischen Aeschlimanns Beine hindurch.

52. Minute: Denis Hollenstein, 2:4. Die Vorentscheidung. Der Topskorer trifft zum 2:4.

58. Minute: Sven Andrighetto, 2:5. Jetzt kommts knüppeldick für den HCD. Andrighetto hat vor dem Davoser Tor zu viel Platz, kann sich die Scheibe erst noch zurecht legen und trifft dann zum 2:5.

Der Aufreger 😲
Wüste Szene kurz vor dem Ende. Nach einem Check von Frehner muss Roe von seinen Teamkollegen gestützt in die Kabine. Der Davoser kommt ohne Strafe davon – was ZSC-Coach Grönborg auf die Palme bringt. Der Schwede schimpft und poltert – und wird von den Schiedsrichtern auf die Tribüne geschickt.

Der Beste 👍🏼
Lukas Stoop. Der 30-Jährige macht in der Defensive Patron Nygren vergessen. Starke Partie.

Der Schlechteste 👎🏼
Diese Auszeichnung geht für einmal an den Gegner. Ob ZSC-Goalie Waeber noch Albträume vom 0:1 haben wird?

Ausblick 🔜
Das Coronavirus wirbelt den HCD-Spielplan erneut durcheinander. Am Freitag kommts wie geplant zum Heimspiel gegen «Lieblingsgegner» Rapperswil-Jona Lakers. Danach gehts erst am Dienstag (statt wie ursprünglich schon am Sonntag) auswärts in Genf weiter.

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