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90 Prozent der NL-Spieler gegen Erhöhung der Ausländerquote

90 Prozent der NL-Spieler gegen Erhöhung der Ausländerquote

Eine Onlinebefragung zeigt deutlich, wie die Spieler über die geplante Ligareform denken. 90 Prozent äusserten Widerstand.

Südostschweiz
vor 1 Monat in
Eishockey

Bei einer Umfrage der Schweizer Spielergewerkschaft SIHPU sprach sich wenig überraschend eine deutliche Mehrheit der Spieler gegen die geplante Ligareform mit einer deutlichen Erhöhung der Ausländerkontingente in der National League aus. Rund 240 der 300 Spieler nahmen online an der Befragung teil, und über 90 Prozent äusserten ihren Widerstand gegen die Reform, mit der die Vereine der obersten Schweizer Liga hoffen, ihre Kosten senken zu können.

Präsident der SIHUP ist der ehemalige Davoser Jonas Hiller. Der ehemalige NHL-Torhüter sagt: «Das Schweizer Eishockey liegt der SIHPU am Herzen. Viele Mitglieder der Spielervereinigung haben es dank einer nachhaltigen Juniorenförderung zum Profispieler gebracht und wissen, wovon sie sprechen. Die SIHPU wünscht sich daher zumindest eine aktive Einbindung in den Entscheidungsprozess.»

Einige der geplanten Massnahmen würde die «nachhaltige Entwicklung des Schweizer Eishockeys verschlechtern», schreibt die SIHPU. «Der Nachwuchs bildet die Basis einer erfolgreichen Eishockeynation. Doch ohne Spielpraxis für heimische Spieler in der obersten Liga wird diese Basis geschwächt, was mittel- bis langfristig einen negativen Einfluss auf die Qualität haben wird.» 89 Prozent zeigen sich auch überzeugt, dass die Lohnkosten durch die Massnahme nicht gesenkt würden.

Prominente Unterstützung erhalten sie von Roman Josi, der letzte Saison als bester Verteidiger der NHL ausgezeichnet wurde. «Für mich war es damals optimal, dass ich mit 16 Jahren schon das erste Mal in der ersten Mannschaft mitspielen und später auch eine sehr wichtige Rolle übernehmen konnte», sagt der Captain der Nashville Predators in einer Video-Botschaft. «Wenn es damals schon zehn Ausländer im Team gegeben hätte, wäre das wahrscheinlich nicht möglich gewesen. Ich hätte mich nicht so schnell entwickeln und all diese Erfahrungen in wichtigen Situationen machen können.»

Über die Ligareform, die neben der Erhöhung der Anzahl Ausländer auch eine (fast) geschlossene Liga und ein Financial Fairplay anstrebt, soll in diesem Frühjahr entschieden werden. (sda)

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