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ZSC Lions verkürzen Rückstand auf Zug auf 12 Punkte

ZSC Lions verkürzen Rückstand auf Zug auf 12 Punkte

In der Schweizer Eishockeymeisterschaft gewinnen die ZSC Lions (2.) das Verfolgerduell in Freiburg gegen Gottéron (3.) mit 5:0.

Agentur
sda
vor 3 Monaten in
Eishockey

Die Zürcher verkürzten mit dem Auswärtssieg den Rückstand auf den spielfreien Leader EV Zug auf zwölf Punkte.

Im Fokus stand am Sonntag der Kampf um die Plätze zwischen den beiden Playoff-Strichen. Die vier Teams auf diesen Positionen standen sich in den Partien Ambri-Piotta (10.) gegen Biel (7.) und Lugano (8.) gegen die Rapperswil-Jona Lakers (9.) direkt gegenüber.

Nur ein Tessiner Team fand dabei aus der Krise: Lugano feierte nach zuletzt vier Niederlagen in Serie einen 1:0-Erfolg über die Lakers, derweil Ambri daheim gegen Biel 3:4 verlor.

Schon am Samstag hatte Davos gegen Lausanne 3:2 gewonnen.

Am Dienstag kehrt voraussichtlich der SC Bern, der erst 19 Meisterschaftsspiele bestritt, endlich wieder aus der Quarantäne zurück. Dafür wurde am Sonntag mit Servette zumindest vorsorglich ein weiteres Team in Isolation und Quarantäne verbannt. Die Partie der Genfer in Langnau wurde kurzfristig abgesagt.

Biel mit Aufwind

Der EHC Biel beginnt damit, das Feld von hinten aufzurollen. Die Seeländer setzten sich in Ambri mit 4:3 durch.

Den Bielern gelingt es nach vier Monaten endlich, Siege aneinander zu reihen. Aus den letzten sechs Partien holte das Team von Lars Leuenberger fünf Siege und 16 Punkte. Damien Brunner, der letzte Woche nach Verletzungspause ins Team zurückkehrte, erzielte in der 51. Minute in Überzahl das Siegestor zum 4:3.

In die andere Richtung bewegt sich derzeit der HC Ambri-Piotta. Immerhin gelangen den Leventinern nach zwei Zu-Null-Heimniederlagen wieder Goals, dennoch resultierte eine weitere Niederlage, bereits die elfte aus den letzten 15 Spielen. Das Abwehrverhalten (inklusive Goalie Damiano Ciaccio) genügte gegen Biel nicht.

Der neu verpflichtete Kanadier Brendan Perlini (24) zeigte ein zufriedenstellendes Debüt und wird sich gewiss noch steigern. Gegen Biel stand er am Tag nach der Ankunft im Tessin erstmals auf dem Eis und traf in der Schlussphase den Pfosten anstatt zum 4:4-Ausgleich.

Zurkirchens Comeback

Lugano kehrte nach vier Niederlagen de suite und nur einem Sieg aus den letzten sieben Spielen mit einem minimalistischen 1:0 gegen die Rapperswil-Jona Lakers zum Siegen zurück. Dieser Sieg dürfte zumindest kurzfristig für etwas Ruhe im Umfeld sorgen.

Für einen Augenschmaus sorgten die Luganesi indessen nicht. Das Tor des Tages gelang Jani Lajunen 35 Sekunden vor der zweiten Pause. Die Führung schmeichelte sowohl zu diesem Zeitpunkt wie auch am Ende des Spiels dem HC Lugano.

Die Goalies drückten der Partie den Stempel auf: Melvin Nyffeler (Lakers) gelangen 35 Paraden. Bei Lugano hütete erstmals seit dem 10. Oktober wieder Sandro Zurkirchen das Tor. Ihm gelangen sagenhafte 44 Saves.

In der Schlussphase suchte Rapperswil den Ausgleich mit der Brechstange. In den Schlusssekunden suchten sie mit sechs Feldspielern gegen bloss noch drei Luganesi den Ausgleich. Selten plangte Lugano in einem Heimspiel gegen die Lakers der Schlusssirene derart entgegen wie am Sonntag.

Telegramme:

Fribourg-Gottéron - ZSC Lions 0:5 (0:1, 0:2, 0:2)

1 Zuschauer. - SR Stricker/Piechaczek, Schlegel/Burgy. - Tore: 2. Morant (Pedretti, Berni) 0:1. 30. Bodenmann (Andrighetto, Hollenstein) 0:2. 37. Krüger (Roe, Berni) 0:3. 42. Hollenstein (bei 5 gegen 3) 0:4. 54. Hollenstein (Diem/Powerplaytor) 0:5. - Strafen: je 6mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Mottet; Hollenstein.

Fribourg-Gottéron: Berra; Sutter, Furrer; Gunderson, Chavaillaz; Kamerzin, Jecker; Abplanalp; Stalberg, Desharnais, Mottet; Sprunger, Bykow, DiDomenico; Rossi, Walser, Herren; Marchon, Schmid, Jörg; Bougro.

ZSC Lions: Waeber; Noreau, Marti; Trutmann, Geering; Morant, Berni; Phil Baltisberger; Sigrist, Roe, Krüger; Bodenmann, Andrighetto, Hollenstein; Pedretti, Diem, Wick; Simic, Schäppi, Prassl; Riedi.

Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ohne Brodin (überzähliger Ausländer), ZSC Lions ohne Chris Baltisberger, Blindenbacher und Pettersson (alle verletzt).

Ambri-Piotta - Biel 3:4 (1:0, 1:3, 1:1)

1 Zuschauer. - SR Hebeisen/Nikolic, Cattaneo/Wolf. - Tore: 12. Flynn (Müller/Powerplaytor) 1:0. 28. Pouliot (Künzle, Fuchs/Powerplaytor) 1:1. 34. Cunti (Brunner, Hügli) 1:2. 36. Novotny (Zwerger) 2:2. 39. Fuchs (Rathgeb) 2:3. 42. Fohrler (Kostner, Flynn/Powerplaytor) 3:3. 51. Brunner (Cunti, Fuchs/Powerplaytor) 3:4. - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 6mal 2 Minuten gegen Biel. - PostFinance-Topskorer: Zwerger; Moser.

Ambri-Piotta: Ciaccio; Fora, Zaccheo Dotti; Fohrler, Fischer; Hächler, Pezzullo; Ngoy; Flynn, Kostner, Perlini; Joël Neuenschwander, Novotny, Zwerger; Trisconi, Müller, Grassi; Dal Pian, Goi, Incir; Rohrbach.

Biel: van Pottelberghe; Fey, Moser; Forster, Rathgeb; Lindbohm, Stampfli; Kessler, Sartori; Hügli, Pouliot, Rajala; Hischier, Komarek, Fuchs; Brunner, Cunti, Künzle; Kohler, Gustafsson, Tanner.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Bianchi, D'Agostini, Isacco Dotti, Kneubuehler, Mazzolini und Nättinen (alle verletzt), Biel ohne Hofer, Kreis, Lindgren, Lüthi und Ulmer (alle verletzt). Ambri-Piotta ab 58:26 ohne Torhüter.

Lugano - Rapperswil-Jona Lakers 1:0 (0:0, 1:0, 0:0)

1 Zuschauer. - SR Lemelin/Urban, Gnemmi/Huguet. - Tor: 40. (39:25) Lajunen (Bertaggia) 1:0. - Strafen: 8mal 2 plus 10 Minuten (Wellinger) gegen Lugano, 1mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers. - PostFinance-Topskorer: Arcobello; Cervenka.

Lugano: Zurkirchen; Heed, Wellinger; Loeffel, Chiesa; Nodari, Antonietti; Villa, Sannitz; Bodker, Arcobello, Fazzini; Bürgler, Lajunen, Bertaggia; Lammer, Morini, Suri; Zangger, Herburger, Haussener.

Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Egli, Randegger; Profico, Jelovac; Vukovic, Dufner; Sataric, Maier; Clark, Cervenka, Moses; Schweri, Dünner, Wick; Lehmann, Wetter, Eggenberger; Forrer, Ness, Rehak.

Bemerkungen: Lugano ohne Riva und Wolf (beide verletzt), Rapperswil-Jona Lakers ohne Rowe (verletzt). Rapperswil-Jona Lakers ab 58:08 ohne Torhüter.

Rangliste:

1. Zug 29/68. 2. ZSC Lions 29/56. 3. Fribourg-Gottéron 30/52. 4. Lausanne 23/45. 5. Davos 30/45. 6. Genève-Servette 26/44. 7. Biel 29/43. 8. Lugano 27/39. 9. Rapperswil-Jona Lakers 31/32. 10. Ambri-Piotta 31/32. 11. SCL Tigers 28/23. 12. Bern 19/19.

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