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Zug baut Führung aus, Ambri und Servette gewinnen deutlich

Zug baut Führung aus, Ambri und Servette gewinnen deutlich

Zug baut seine Führung in der National League mit einem 2:0-Sieg in Biel auf fünf Punkte aus. Immer tiefer fällt der SC Bern: Er verliert beim neu zweitplatzierten Lausanne gleich mit 1:7.

Agentur
sda
vor 2 Wochen in
Eishockey

Die Waadtländer sind nach dem Kantersieg über den am Tabellenende festsitzenden SCB neu erster Verfolger des EV Zug. Gregory Hofmann schoss schon im Startdrittel das entscheidende Tor für die Zuger, die in dieser Saison noch nie zweimal in Folge verloren und das konstanteste Team sind. Konstant ist auch der SC Bern, aber auf weniger erwünschte Art. Er verlor mit seinem Interimscoach Mario Kogler zum fünften Mal hintereinander.

Seine Niederlagenserie beenden konnte hingegen Ambri-Piotta mit einem deutlichen 5:0 gegen Fribourg-Gottéron, das den 2. Platz an Lausanne verlor.

Auch andere Verfolger von Zug schwächelten. Die ZSC Lions verloren beim 3:5 in Langnau zum zweiten Mal in Serie. Die Emmentaler setzten sich auf vier Punkte vom schwächelnden Kantonsrivalen Bern ab, allerdings bei vier Spielen mehr.

Lugano (3:1 in Davos) und Genève-Servette (6:0 in Rapperswil-Jona) verbesserten sich mit Auswärtssiegen auf Kosten der Bündner in die Top 6.

Zug dank Effizienz und Boxplay

Der EV Zug bestätigte seine Position als Leader mit einem hart erkämpften 2:0 in Biel. Matchwinner waren Torschütze Gregory Hofmann und Goalie Leonardo Genoni.

Die entscheidende Szene spielte sich bereits in der 16. Minute ab, als Gregory Hofmann im Powerplay eine schöne Kombination über Jan Kovar und Lino Martschini souverän abschloss. Dem Rückstand rannten die zuletzt formstarken Bieler bis zum Ende vergeblich nach. Vor allem versagte für einmal das sonst so überzeugende Überzahlspiel.

Auch die Zuger hatten allerdings genügend Chancen, den Sieg schon früher ins Trockene zu bringen. Sowohl Joren van Pottelberghe im Bieler Tor als auch Nationalgoalie Leonardo Genoni im Kasten der Zentralschweizer hielten jedoch stark. Genoni hielt für seinen Shutout 21 Schüsse.

So fiel die Entscheidung erst in der zweitletzten Minute, als Sven Leuenberger ins leere Tor traf.

Genfer Kantersieg dank Powerplay

Genève-Servette lancierte einen anstrengenden Januar mit einem deutlichen Auswärtssieg perfekt. Die Genfer setzten sich bei den Rapperswil-Jona Lakers auch dank drei Powerplay-Toren im Mitteldrittel mit 6:0 durch.

Innerhalb von fünf Minuten sorgte Servette für die Differenz. In der 27. Minute nutzte Marco Miranda die erste längere Überzahlsituation der Gäste zum 2:0 und kurz nach Spielmitte erhöhten Marco Maurer und Henrik Tömmernes auf 4:0. Als die Genfer durch Noah Rod zum dritten Mal im Mitteldrittel in Überzahl trafen, hatte Rapperswil-Jonas Goalie Melvin Nyffeler schon seinem Ersatzmann Noël Bader Platz gemacht.

Servette, das nach zwei Niederlagen in Folge zum Sieg zurückfand, bestreitet bis Ende Monat inklusive Cup-Halbfinal gegen Bern 14 Partien.

Ambri beendet Negativserie

Ambri-Piotta kam mit einem 5:0 gegen Fribourg-Gottéron zum ersten Sieg nach fünf Niederlagen. Die Freiburger verloren ihrerseits erstmals nach fünf Erfolgen.

Verkehrte Welt in der Leventina: Während Ambri-Piotta seine Negativserie beendete, kam das bisher positiv überraschende Fribourg für einmal unter die Räder. Die Leventiner fanden zur Stärke zurück, die ihnen schon Anfang Dezember einen Höhenflug beschert hatte: Offensiver Wirbel (44 Schüsse!) und eine solide Defensive.

Die Vorentscheidung fiel im Mitteldrittel, als der Amerikaner Bryan Flynn und Johnny Kneubuehler auf 3:0 erhöhten. Zu Beginn des letzten Abschnitts machte Dominic Zwerger mit einem Shorthander endgültig den Deckel drauf. Damiano Ciaccio kam mit 33 Paraden zu seinem ersten Shutout im Dress von Ambri.

Lugano beim Lieblingsgegner erfolgreich

Lugano gewann zum fünften Mal in Folge gegen Davos, diesmal mit 3:1. Im Mitteldrittel machten die Tessiner den Unterschied.

Davos ist für den HC Lugano eine Reise wert. Zum zweiten Mal innerhalb von sieben Tagen reisten die Tessiner mit drei Punkten über den San Bernardino zurück. Nach einem ausgeglichenen Startdrittel trafen Dario Bürgler und Mikkel Bödker zur 3:1-Führung, die bis zum Ende Bestand hatte.

Die Davoser ärgerten sich insbesondere über das 1:3, als Magnus Nygren den Stock verlor und die Davoser - sowieso schon in Unterzahl - nur noch zu dritt verteidigen konnten. Sie sahen ein Foul, doch Bödkers Treffer zählte.

Auch danach waren die Luganesi aber näher am 4:1 als die Bündner am Anschlusstor. Der Angstgegner bremste so die zuletzt erstarkten Davoser.

Tiger ringen Löwen nieder

Dank je zwei Toren von Pascal Berger und Benjamin Neukom überraschen die SCL Tigers zum Start ins neue Jahr mit einem 5:3-Sieg gegen die ZSC Lions.

Die Langnauer kamen erstmals in diesem Jahr zu zwei Siegen in Folge. Berger und Neukom wendeten im Schlussdrittel mit ihrem jeweils zweiten Treffer das Blatt, ehe der PostFinance-Topskorer Ben Maxwell mit einem Schuss ins leere Tor alles klar machte.

Ein Klassenunterschied war im Duell der Gegensätze zwischen einem der Ligakrösusse und dem Landklub mit dem vielleicht tiefsten Budget der Liga nicht zu sehen. Natürlich hatten die Zürcher mehr vom Spiel, doch die Emmentaler blieben hartnäckig und liessen sich nie abschütteln, auch nicht durch einen Doppelschlag von Justin Sigrist und Chris Baltisberger in der 26. Minute.

Die Lions mussten überraschend die zweite Niederlage in Folge einstecken nach dem 1:3 vor dem Jahreswechsel zuhause gegen Biel.

Telegramme:

Biel - Zug 0:2 (0:1, 0:0, 0:1)

1 Zuschauer. - SR Stolc (SVK)/Mollard, Obwegeser/Burgy. - Tore: 16. Hofmann (Martschini, Kovar/Powerplaytor) 0:1. 59. Leuenberger (Simion) 0:2 (ins leere Tor). - Strafen: je 4mal 2 Minuten. - PostFinance-Topskorer: Cunti; Kovar.

Biel: van Pottelberghe; Rathgeb, Moser; Forster, Fey; Lindbohm, Stampfli; Sartori; Künzle, Pouliot, Rajala; Fuchs, Cunti, Tanner; Hofer, Komarek, Hügli; Garessus, Nussbaumer, Kohler.

Zug: Genoni; Diaz, Geisser; Cadonau, Alatalo; Schlumpf, Stadler; Wüthrich, Gross; Martschini, Kovar, Thorell; Simion, Leuenberger, Hofmann; Klingberg, Albrecht, Bachofner; Langenegger, Thürkauf, Eugster.

Bemerkungen: Biel ohne Brunner, Gustafsson, Kessler, Kreis, Lüthi, Ulmer (alle verletzt) und Ullström (krank). Biel von 57:55 bis 58:33 ohne Torhüter.

Ambri-Piotta - Fribourg-Gottéron 5:0 (1:0, 2:0, 2:0)

0 Zuschauer. - SR Stricker/Hürlimann, Cattaneo/Kehrli. - Tore: 18. Rohrbach (Novotny, Fohrler) 1:0. 26. Flynn (Nättinen, Zwerger) 2:0. 39. Kneubuehler (Zaccheo Dotti, Zwerger) 3:0. 48. Zwerger (Kostner/Unterzahltor!) 4:0. 54. Hächler (Müller, Novotny) 5:0. - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Ambri-Piotta, 2mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron. - PostFinance-Topskorer: Nättinen; Gunderson.

Ambri-Piotta: Ciaccio; Fora, Isacco Dotti; Fohrler, Ngoy; Hächler, Zaccheo Dotti; Pinana; Nättinen, Flynn, Zwerger; Rohrbach, Novotny, Müller; Trisconi, Kostner, Grassi; Joël Neuenschwander, Goi, Mazzolini; Kneubuehler.

Fribourg-Gottéron: Berra; Sutter, Jecker; Kamerzin, Gunderson; Aebischer, Abplanalp; Bochud, Bougro; DiDomenico, Schmid, Herren; Brodin, Desharnais, Mottet; Rossi, Walser, Jörg; Sprunger, Marchon, Bykov.

Bemerkungen: Ambri-Piotta ohne Fischer (gesperrt), Bianchi, Conz, D'Agostini und Incir (alle verletzt), Fribourg-Gottéron ohne Chavaillaz und Furrer (beide verletzt).

Rapperswil-Jona Lakers - Genève-Servette 0:6 (0:1, 0:4, 0:1)

1 Zuschauer. - SR Salonen (FIN)/Staudenmann, Altmann/Dreyfus. - Tore: 6. Fehr (Völlmin) 0:1. 27. Miranda (Omark, Fehr/Powerplaytor) 0:2. 32. (31:10) Maurer (Winnik) 0:3. 32. (31:29) Tömmernes (Omark/Powerplaytor) 0:4. 40. (39:13) Rod (Le Coultre/Powerplaytor) 0:5. 50. Mercier (Vermin, Miranda) 0:6. - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers, 5mal 2 plus 10 Minuten (Arnaud Riat) gegen Genève-Servette. - PostFinance-Topskorer: Cervenka; Omark.

Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler (32. Bader); Profico, Jelovac; Vukovic, Dufner; Sataric, Maier; Randegger; Lehmann, Rowe, Eggenberger; Clark, Wick, Cervenka; Lhotak, Dünner, Schweri; Forrer, Ness, Wetter; Loosli.

Genève-Servette: Descloux; Jacquemet, Tömmernes; Völlmin, Le Coultre; Mercier, Maurer; Smons; Damien Riat, Fehr, Patry; Rod, Richard, Vermin; Moy, Winnik, Omark; Fritsche, Smirnovs, Miranda; Arnaud Riat.

Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Egli, Moses und Payr (alle verletzt), Genève-Servette ohne Berthon, Karrer, Kast (alle verletzt) und Guebey (gesperrt).

Davos - Lugano 1:3 (1:1, 0:2, 0:0)

50 Zuschauer. - SR Tscherrig/Nikolic (AUT), Fuchs/Wolf. - Tore: 5. Bertaggia (Arcobello) 0:1. 13. Nygren (Corvi, Palushaj/Powerplaytor) 1:1. 26. Bürgler (Suri, Lajunen) 1:2. 35. Bodker (Powerplaytor) 1:3. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Davos, 5mal 2 plus 2mal 10 Minuten (Lammer, Herburger) gegen Lugano. - PostFinance-Topskorer: Ambühl; Arcobello.

Davos: Mayer; Nygren, Zgraggen; Stoop, Jung; Heinen, Guerra; Meyer, Barandun; Herzog, Ambühl, Hischier; Marc Wieser, Corvi, Turunen; Palushaj, Lindgren, Baumgartner; Marc Aeschlimann, Egli, Frehner.

Lugano: Schlegel; Heed, Riva; Loeffel, Wellinger; Nodari, Wolf; Chiesa, Traber; Bodker, Arcobello, Bertaggia; Walker, Lajunen, Suri; Bürgler, Herburger, Fazzini; Lammer, Sannitz, Romanenghi.

Bemerkungen: Davos ohne Du Bois, Kienzle, Paschoud, Rubanik und Dino Wieser (alle verletzt), Lugano ohne Matewa, Morini und Zurkirchen (alle verletzt). Davos von 58:30 bis 59:38 ohne Torhüter.

SCL Tigers - ZSC Lions 5:3 (1:1, 1:2, 3:0)

1 Zuschauer. - SR Piechaczek (GER)/Borga, Duarte/Stalder. - Tore: 14. (13:02) Andrighetto (Roe/Powerplaytor) 0:1. 15. (14:30) Berger (Petrini) 1:1. 26. (25:35) Sigrist 1:2. 26. (25:55) Chris Baltisberger (Roe) 1:3. 28. Neukom (Maxwell) 2:3. 42. Neukom 3:3. 52. Berger (Dostoinov) 4:3. 60. (59:59) Maxwell (Berger) 5:3 (ins leere Tor). - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen SCL Tigers, 4mal 2 Minuten gegen ZSC Lions. - PostFinance-Topskorer: Maxwell; Hollenstein.

SCL Tigers: Punnenovs; Leeger, Blaser; Lardi, Grossniklaus; Erni, Huguenin; Neukom, Bircher; Weibel, Melnalksnis, Andersons; Earl, Maxwell, Nilsson; Sturny, Flavio Schmutz, Julian Schmutz; Berger, Petrini, Dostoinov.

ZSC Lions: Flüeler; Noreau, Marti; Morant, Geering; Trutmann, Berni; Phil Baltisberger; Chris Baltisberger, Roe, Andrighetto; Bodenmann, Krüger, Hollenstein; Pedretti, Dominik Diem, Wick; Prassl, Schäppi, Sigrist; Simic.

Bemerkungen: SCL Tigers ohne Nolan Diem, Glauser, Kuonen und Schilt (alle verletzt), ZSC Lions ohne Blindenbacher (verletzt) und Pettersson (krank). ZSC Lions von 57:34 bis 58:41 und ab 58:48 ohne Torhüter.

Rangliste:

1. Zug 20/44. 2. Fribourg-Gottéron 20/40. 3. Lausanne 20/39. 4. ZSC Lions 20/38. 5. Davos 21/28. 6. Lugano 17/27. 7. Genève-Servette 17/27. 8. Biel 19/27. 9. Rapperswil-Jona Lakers 22/26. 10. Ambri-Piotta 21/22. 11. SCL Tigers 22/20. 12. Bern 17/16.

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