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Zug vor der kurzen Pause wieder Leader

Zug vor der kurzen Pause wieder Leader

Der EV Zug verbringt Weihnachten nach dem erwarteten Sieg gegen die SCL Tigers vor den ZSC Lions als Leader der National League. Das Verfolgerduell gewinnt Fribourg-Gottéron gegen Lausanne.

Agentur
sda
vor 3 Monaten in
Eishockey

Leaderwechsel gibt es in dieser ausserordentlichen Saison fast täglich, da immer wieder Teams pausieren müssen. So nützte Zug die Tatsache, dass die ZSC Lions wegen der Quarantäne des SC Bern spielfrei waren, um die Zürcher wieder von der Spitze zu verdrängen. Die Zentralschweizer taten sich gegen die SCL Tigers, die zum fünften Mal in Folge verloren, lange schwer, machten aber im Schlussdrittel aus einem 0:2 ein 4:2.

Neu auf dem 3. Platz rangiert Fribourg-Gottéron nach dem 3:2 im Verfolgerduell gegen Lausanne. Die Freiburger setzten sich im vierten Vergleich in dieser Saison erstmals gegen den Rivalen aus der Waadt durch.

Genève-Servette verspielte zuhause gegen Biel (Endstand 4:2) ebenso eine 2:0-Führung wie die Rapperswil-Jona Lakers gegen Davos (5:3). Das hart umkämpfte Tessiner Derby ging mit 3:2 nach Verlängerung an Lugano.

Die Weihnachtspause ist für die Akteure der National League in diesem Jahr sehr kurz, bereits am Sonntag geht es mit zwei Partien. Um möglichst viele der wegen Quarantänen ausgefallenen Spiele nachzuholen, tritt jedes Team in der Altjahreswoche mindestens einmal an.

Zug reicht ein gutes Drittel

Zug reichte ein gutes Drittel, um die SCL Tigers 4:2 zu bezwingen und an die Spitze zu stürmen. Zwei Drittel lang zeigten die Emmentaler in Zug zwei Qualitäten, die sie zuletzt schmerzlich hatten vermissen lassen: Effizienz und defensive Stabilität. Am Ende war die 2:0-Führung aber ein Muster ohne Wert, es resultierte die erwartete fünfte Niederlage in Folge.

Die Zuger brauchten nach der zweiten Pause nur gerade viereinhalb Minuten, ehe sie Raphael Diaz, Yannick Zehnder und Sven Senteler den vorübergehenden Rückstand gedreht hatten. Vor allem das 1:2 durch einen Hammer des Captains und Abwehrstrategen Diaz nach nur 21 Sekunden zeigte den Klassenunterschied der beiden Teams. Und plötzlich war auch der zuvor überragende, 19-jährige SCL-Goalie Damian Stettler machtlos.

Alexei Dostoinow in der 14. und Patrick Petrini in der 26. Minute hatten die Hoffnungen der Gäste auf eine Überraschung geweckt.

Fribourgs erster Sieg gegen Lausanne

Im vierten Saisonspiel gelang Fribourg-Gottéron mit 3:2 erstmals in dieser Saison ein Sieg gegen Lausanne. Verteidiger Ryan Gunderson in doppelter Überzahl und der formstarke Killian Mottet brachten die Freiburger im Mitteldrittel auf Kurs.

Erst nach Viktor Stalbergs 3:0 ins leere Tor, verkürzten die Lausanner in den letzten 69 Sekunden noch auf 3:2 und versauten Goalie Reto Berra den ersten Shutout der Saison.

Im letzten Jahr noch der Lieblingsgegner von Gottéron (6 Siege in 6 Spielen), taten sich die Freiburger in diesem Herbst enorm schwer gegen die Waadtländer. In Lausanne setzte es zweimal eine 1:6-Klatsche ab, und auch das erste Heimspiel ging 1:2 verloren. Nun dürften sich die Drachen besonders über den Erfolg gefreut haben. Erstens bezwangen sie erstmals in dieser Saison ein Team aus den Top 5, zweitens vereiteln sie Lausannes Chance, als Leader in die sehr kurze Weihnachtspause zu gehen.

Mit Van Pottelberghe kam die Wende

Der EHC Biel wendet das Spiel in Genf nach einem frühen 0:2-Rückstand und gewinnt noch 4:2 - auch dank einem Goaliewechsel.

Die Rückkehr aus der Quarantäne gelang Servette mehr als zwei Wochen nach dem letzten Ernstkampf perfekt, doch die Fortsetzung missriet ebenso sehr. Nach elf Minuten und zwei Treffern von Servettes Schweden Henrik Tömmernes ersetzte Biels Coach Lars Leuenberger seinen Goalie Elien Paupe durch Joren van Pottelberghe - und setzte damit ein Zeichen, das seine Spieler verstanden.

Der neu verpflichtete Österreicher Konstantin Komarek verkürzte mit seinem bereits dritten Tor für die Seeländer noch vor der Drittelspause, Jason Fuchs und Petteri Lindbohm mit seinem ersten Saisontor sorgten im mittleren Abschnitt endgültig für die Wende.

Am Ende fehlte den Genfern, bei denen Damien Riat letztmals vor seiner Rückkehr zu den Washington Capitals im Einsatz stand, die Kraft, um ihrerseits reagieren zu können.

Davos gewinnt auch viertes Spiel gegen die Lakers

Zum Glück für den HC Davos gibt es die Rapperswil-Jona Lakers. Die noch nicht wunschgemäss auf Touren gekommenen Bündner feierten im 18. Meisterschaftsspiel in dieser Saison den siebenten Sieg, den vierten gegen die Lakers. Die Gäste siegten nach einem 0:2-Rückstand mit 5:3.

Rapperswil-Jona verteilte einen Tag vor Heiligabend im Mitteldrittel eifrig Geschenke. Nachdem die St. Galler nach einem Doppelschlag innert 78 Sekunden von Andrew Rowe (4.) und Daniel Vukovic (6.) mit einer verdienten 2:0-Führung in die erste Pause gegangen waren, ermöglichten sie den Davosern in der 24. Minute mit zwei Scheibenverlusten in der offensiven Zone das 2:2. Zunächst traf Aaron Palushaj, der in der dritten Partie in Serie ein Tor erzielte, 45 Sekunden später war Marc Wieser erfolgreich. Beim 3:2 von Yannick Frehner (31.) machte der Rapperswiler Goalie Noël Bader, der ansonsten eine starke Leistung zeigte, nicht die beste Figur.

Nach dem 3:3 von Nando Eggenberger (48.) standen die Lakers dem 4:3 näher, doch vergab Eggenberger zwei gute Chancen. Auf der anderen Seite hatte HCD-Verteidiger Sven Jung Glück, dass sein Schuss von einem Rapperswiler unhaltbar zum 4:3 (57.) abgelenkt wurde. In der 60. Minute machte Enzo Corvi mit einem Schuss ins leere Gehäuse alles klar. Bei den letzten beiden Treffern der Bündner hatte Andres Ambühl den Stock im Spiel, es waren seine Skorerpunkte 11 und 12 gegen die Lakers in der laufenden Meisterschaft. Rapperswil-Jona hat in den vier Saisonduellen gegen den HCD nicht weniger als 25 Gegentore kassiert.

Telegramme:

Zug - SCL Tigers 4:2 (0:1, 0:1, 4:0)

0 Zuschauer. - SR Dipietro/Nikolic (AUT), Huguet/Wermeille. - Tore: 14. Dostoinov (Leeger) 0:1. 26. Petrini (Nilsson, Neukom/Powerplaytor) 0:2. 41. (40:21) Diaz (Simion, Kovar) 1:2. 43. Zehnder (Martschini, Hofmann/Powerplaytor) 2:2. 45. Senteler 3:2. 60. (59:28) Simion (Kovar, Klingberg) 4:2. - Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Zug, 3mal 2 Minuten gegen SCL Tigers. - PostFinance-Topskorer: Kovar; Maxwell.

Zug: Genoni; Diaz, Geisser; Zgraggen, Alatalo; Schlumpf, Stadler; Gross; Martschini, Kovar, Thorell; Simion, Senteler, Hofmann; Klingberg, Albrecht, Zehnder; Thürkauf, Leuenberger, Bachofner.

SCL Tigers: Stettler; Lardi, Grossniklaus; Bircher, Leeger; Erni, Huguenin; Sturny, In-Albon; Julian Schmutz, Maxwell, Nilsson; Neukom, Berger, Dostoinov; Weibel, Flavio Schmutz, Petrini; Rüegsegger, Melnalksnis, Andersons.

Bemerkungen: SCL Tigers ohne Blaser, Diem, Punnenovs, Schilt (alle verletzt) und Earl (überzähliger Ausländer). SCL Tigers von 57:54 bis 58:28 ohne Torhüter.

Fribourg-Gottéron - Lausanne 3:2 (0:0, 2:0, 1:2)

1 Zuschauer. - SR Tscherrig/Nikolic (AUT), Wolf/Pitton. - Tore: 25. Gunderson (Desharnais, Mottet/bei 5 gegen 3) 1:0. 34. Mottet (Stalberg) 2:0. 59. (58:11) Stalberg 3:0 (ins leere Tor). 59. (58:51) Genazzi (Bertschy, Jooris/Powerplaytor) 3:1 (ohne Torhüter). 60. (59:52) Almond (Malgin) 3:2 (ohne Torhüter). - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron, 3mal 2 Minuten plus Spieldauer (Hudon) gegen Lausanne. - PostFinance-Topskorer: Stalberg; Malgin.

Fribourg-Gottéron: Berra; Sutter, Jecker; Kamerzin, Gunderson; Aebischer, Abplanalp; Bochud; Brodin, Schmid, Herren; Stalberg, Desharnais, Mottet; Rossi, Walser, Jörg; Sprunger, Bykov, Bougro.

Lausanne: Stephan; Genazzi, Barberio; Heldner, Frick; Grossmann, Marti; Krueger, Antonietti; Gibbons, Malgin, Hudon; Bertschy, Jäger, Kenins; Conacher, Jooris, Bozon; Almond, Froidevaux, Douay.

Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ohne Chavaillaz, Furrer, Marchon (alle verletzt) und DiDomenico (überzähliger Ausländer). Lausanne von 57:53 bis 58:11, 58:43 bis 58:51 und ab 58:58 ohne Torhüter.

Genève-Servette - Biel 2:4 (2:1, 0:2, 0:1)

1 Zuschauer. - SR Salonen (FIN)/Staudenmann, Altmann/Dreyfus. - Tore: 4. Tömmernes (Damien Riat, Omark) 1:0. 11. Tömmernes (Omark/Powerplaytor) 2:0. 19. Komarek (Hofer, Rajala/Powerplaytor) 2:1. 22. Fuchs (Moser/Powerplaytor) 2:2. 38. Lindbohm (Rajala) 2:3. 59. Hügli (Hofer) 2:4. - Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Genève-Servette, 4mal 2 Minuten gegen Biel. - PostFinance-Topskorer: Omark; Moser.

Genève-Servette: Descloux; Jacquemet, Tömmernes; Karrer, Mercier; Völlmin, Kast; Guebey; Rod, Fehr, Winnik; Damien Riat, Vermin, Omark; Moy, Smirnovs, Miranda; Fritsche, Berthon, Patry; Arnaud Riat.

Biel: Paupe (11. van Pottelberghe); Rathgeb, Moser; Kreis, Fey; Lindbohm, Sartori; Stampfli; Künzle, Pouliot, Rajala; Kessler, Cunti, Fuchs; Hofer, Komarek, Hügli; Kohler, Nussbaumer, Ramon Tanner.

Bemerkungen: Genève-Servette ohne Le Coultre, Maurer, Richard und Smons (alle verletzt), Biel ohne Brunner, Gustafsson, Lüthi, Ulmer (alle verletzt) und Forster (krank). Genève-Servette ab 58:50 ohne Torhüter.

Rapperswil-Jona Lakers - Davos 3:5 (2:0, 0:3, 1:2)

1 Zuschauer. - SR Hebeisen/Hungerbühler, Duarte/Stalder. - Tore: 4. Rowe (Powerplaytor) 1:0. 6. Vukovic 2:0. 24. (23:09) Palushaj 2:1. 24. (23:54) Marc Wieser (Turunen) 2:2. 31. Frehner (Lindgren) 2:3. 48. Eggenberger (Rowe) 3:3. 57. Jung (Herzog, Ambühl) 3:4. 60. (59:39) Corvi (Ambühl/Powerplaytor) 3:5 (ins leere Tor). - Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers, 2mal 2 Minuten gegen Davos. - PostFinance-Topskorer: Cervenka; Ambühl.

Rapperswil-Jona Lakers: Bader; Profico, Jelovac; Dominik Egli, Randegger; Vukovic, Dufner; Sataric, Maier; Clark, Wick, Cervenka; Lehmann, Rowe, Eggenberger; Lhotak, Dünner, Moses; Forrer, Ness, Schweri.

Davos: Mayer; Barandun, Nygren; Heinen, Guerra; Stoop, Jung; Meyer; Ambühl, Corvi, Herzog; Palushaj, Lindgren, Hischier; Marc Wieser, Baumgartner, Turunen; Frehner, Chris Egli, Marc Aeschlimann.

Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Payr (verletzt), Davos ohne Du Bois, Kienzle, Paschoud, Rubanik und Dino Wieser (alle verletzt). Rapperswil-Jona Lakers von 59:10 bis 59:39 ohne Torhüter.

Resultate und Rangliste:

Resultate: Fribourg-Gottéron - Lausanne 3:2 (0:0, 2:0, 1:2). Genève-Servette - Biel 2:4 (2:1, 0:2, 0:1). Rapperswil-Jona Lakers - Davos 3:5 (2:0, 0:3, 1:2). Lugano - Ambri-Piotta 3:2 (1:0, 1:2, 0:0, 1:0) n.V. Zug - SCL Tigers 4:2 (0:1, 0:1, 4:0).

Rangliste: 1. Zug 18/40. 2. ZSC Lions 18/38. 3. Fribourg-Gottéron 19/37. 4. Lausanne 19/36. 5. Genève-Servette 16/27. 6. Lugano 15/24. 7. Biel 17/24. 8. Davos 18/23. 9. Rapperswil-Jona Lakers 21/23. 10. Ambri-Piotta 20/22. 11. Bern 16/16. 12. SCL Tigers 19/14.

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