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Bittere Niederlage für den HCD

Bittere Niederlage für den HCD

Der HC Davos liegt gegen Biel mit einer Zweitore-Führung in Front – verliert am Ende in der Verlängerung dennoch mit 4:5.

Roman
Michel
vor 4 Wochen in
Eishockey
Der Davoser Enzo Corvi an der Scheibe gegen den Bieler Janis Jerome Moser.
KEYSTONE-SDA.CH / JUERGEN STAIGER

Gerade einmal zehn Tage ist es her, da gastierte der EHC Biel zuletzt in Davos. 3:2 entschieden die Bündner das Duell damals für sich. Auch dank einem fulminanten Start: Nach 100 Sekunden stand es bereits 2:0 für den HCD. Die Davoser beginnen im dritten Aufeinandertreffen mit den Seeländern erneut aktiv, geraten aber mit der ersten Bieler Chance in Rückstand. Der HCD reagiert vehement, liegt zur ersten Pause mit 2:1 in Front. Samuel Guerra erhöht kurz vor Spielmitte auf 3:1, innert gerade einmal zwei Minuten kommt Biel dann aber zurück in die Partie. Danach spielen nur noch die Gäste, das Tor fällt nach einem Konter aber auf der anderen Seite. 4:3. Die Entscheidung? Noch nicht. Biel rettet sich in die Verlängerung – und macht dort den Deckel drauf.

Die Tore 🎯

11. Minute: Michael Hügli, 0:1. Ist es ein Abschluss von Komarek? Oder ein Pass? Egal. Hügli drückt die Scheibe am Pfosten über die Linie.

15. Minute: Perttu Lindgren, 1:1. Herrlicher Pass von Palushaj aus der Ecke vors Bieler Tor. Dort schlägt Lindgren über die Scheibe – und schiebt sie dann doch noch irgendwie an van Pottelberghe vorbei.

16. Minute: Perttu Lindgren, 2:1. Wieder der Finne! Kurz nach dem Ablauf einer Strafe gegen Biel zieht Lindgren aus spitzem Winkel ab. Es folgt der Jubel. Und dann lange Diskussionen (siehe «Der Aufreger»). Am Ende geben die Schiedsrichter den Treffer.

29. Minute: Samuel Guerra, 3:1. Wieso nicht einfach mal abziehen, wenn keiner frei ist? Guerra überrascht mit seinem Distanzschuss alle – inklusive van Pottelberghe.

29. Minute: Konstantin Komarek, 3:2. Da pennt der HCD. Nur 17 Sekunden nach dem 3:1 verkürzt der Österreicher.

31. Minute: Toni Rajala, 3:3. Der HCD im Tiefschlaf. Etwas unglücklich gelangt die Scheibe zu Rajala. Der lässt die gesamte HCD-Verteidigung stehen.

52. Minute: Aaron Palushaj, 4:3. Biel drückt, der HCD kontert. Lindgren spielt den weiten Pass auf Palushaj, dieser trifft in vollem Speed.

55. Minute: Luca Cunti, 4:4. Ein Tor mit Ansage. Davos kann sich nicht aus der Umklammerung befreien, Cunti wird als Torschütze angegeben – wahrscheinlich war aber Künzle als letzter dran.

62. Minute: Janis Moser, 4:5. Die Entscheidung! Niemand kann auf der Seite Rajala stoppen, Moser verwertet in der Mitte. 

Der Aufreger 😲

Tor oder kein Tor? Heikle Szene kurz vor der ersten Pause. Acht Minuten (!) schauen sich die Schiedsrichter auf dem Video an. Prüfen eine Goaliebehinderung und ein Torraum-Offside. Auf der Medientribüne werden durchaus lukrative Wetten abgeschlossen. Am Ende jubeln jene, die auf Tor HCD setzen. 2:1.

Der Beste 👍🏼

Perttu Lindgren: Der Finne ist kaum wiederzuerkennen. Erzielt nicht nur zwei Treffer, sondern bringt auch viel Spielfreude.

Der Schlechteste 👎🏼

Enzo Corvi. Wenn er ab und zu den direkten Abschluss dem Pass vorziehen würde – er hätte mindestens doppelt so viele Treffer auf dem Konto (bisher 2).

Ausblick 🔜

Eine Partie bis Weihnachten. Am Mittwoch will sich der HCD in Rapperswil-Jona selbst bescheren. Die Festtage sind danach nur kurz. Zwischen Weihnachten und Neujahr bestreiten die Bündner gleich drei Liga-Heimspiele. Fast ein bisschen wie am Spengler Cup.

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