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HCD kassiert 4:6-Pleite gegen Ambri

HCD kassiert 4:6-Pleite gegen Ambri

Nach den beiden Siegen gegen die Lakers verliert der HC Davos zuhause gegen Ambri-Piotta mit 4:6. Die Bündner Aufholjagd kommt zu spät.

Roman
Michel
vor 1 Monat in
Eishockey
SCHWEIZ EISHOCKEY DAVOS AMBRI
Ambris Zaccheo Dotti, links, gegen Davos' Marc Wieser, beim Eishockey-Qualifikationsspiel der National League zwischen dem HC Davos und dem HC Ambri-Piotta.
KEYSTONE/Gian Ehrenzeller

Die «Quarantänespieler» sind zurück. Sandro Aeschlimann (als Ersatzgoalie), Davyd Barandun, Enzo Corvi, Chris Egli und Perttu Lindgren dürfen beim HCD nach zwei Spielen Pause endlich wieder mittun. Für die Musik aus Davoser Sicht sorgt in der Anfangsphase aber das Duo Joe Thornton / Luca Hischier. Stehen die beiden auf dem Eis, wirds gefährlich. Je länger aber das erste Drittel dauert, desto mehr reisst Ambri das Geschehen an sich. Rohrbach und Müller vergeben die besten Möglichkeiten der Gäste. Obwohl der HCD nach der Pause aufs Gaspedal drückt, sind es die Leventiner, die das Skore eröffnen. Davos versucht und scheitert, Ambri versucht und trifft. So geht es danach weiter. Bis Ambühl mit seinem Doppelpack die Hoffnungen beim HCD nochmals zurückbringt. Am Ende wirds nichts mit der Aufholjagd. Trotz zwei weiteren Treffer von Benjamin Baumgartner. 

Die Tore

31. Minute: Julius Nättinen, 0:1. Ein kleiner Geniestreich des Toptorschützen. Aus kurzer Distanz bringt der Finne die Scheibe im nahen Eck unter.

37. Minute: Daniele Grassi, 0:2. Paschoud und Wieser behindern sich hinter dem eigenen Tor gegenseitig. Rohrbach spielt die Scheibe zu Grassi, der trifft völlig alleingelassen zum 2:0.

46. Minute: Mario Müller, 0:3. Der HCD vergibt Chance um Chance, Ambri trifft. Müller geht vor dem Davoser Tor vergessen.

48. Minute: Brian Flynn, 0:4. Ein Abstauber, Flynn erhöht auf 4:0...

51. Minute: Andres Ambühl, 1:4. Wenn die Scheibe nicht rein will, brauchts eine Einzelaktion. Ambühl kommt mit Speed aufs Ambri-Tor, lässt Gegenspieler und Torhüter stehen.

52. Minute: Andres Ambühl, 2:4. Geht hier noch was? Mittels Penalty bringt Ambühl den HCD wieder heran. Cool gemacht.

54. Minute: Julius Nättinen, 2:5. Ein Horrorpass von Lindgren, Nättinen bedankt sich mit einem trockenen Schuss.

57. Minute: Benjamin Baumgartner, 3:5. Der Österreicher überrascht Ambri-Goalie Ciaccio mit einem Schuss aus der Distanz.

59. Minute: Dominic Zwerger, 3:6. Nach Zuspiel von Nättinen trifft Zwerger ins leere HCD-Tor.

60. Minute: Benjamin Baumgartner, 4:6. Noch etwas Resultatkosmetik genau 1,1 Sekunden vor der Sirene. Baumgartner trifft nach einem Konter.

Der Aufreger
Wintereinbruch in Davos. Und im Tessin! Obwohl der Ambri-Car kurz vor 14.00 Uhr in Bellinzona abfährt, trifft er erst um 19.00 Uhr in Davos ein. Die Partie beginnt mit 20 Minuten Verspätung.

Der Beste
Joe Thornton: Seine Pässe sind teilweise Kunststücke. Findet immer wieder eine Lücke, wo eigentlich keine Lücke ist. Sein Pech: Für einmal steht keiner da, der die Zuspiele verwertet.

Der Schlechteste
Perttu Lindgren: Übernimmt nach seiner Quarantäne-Rückkehr die Position des gesperrten Herzog in der ersten Linie. Kommt wie auch Sturmpartner Corvi überhaupt nicht auf Touren. Katastrophen-Pass vor dem 2:5.

Ausblick
Nach einem spielfreien Wochenende kommt es am Dienstag in der Valascia zur Revanche. Dann nicht mehr dabei: Simon Knak. Der Stürmer rückt am Sonntag ins Camp der U20-Nationalmannschaft ein und fehlt daher dem HCD. Stand heute gab Knak gegen Ambri sein Abschiedsspiel. Nach dem Jahreswechsel soll auch in Nordamerika wieder Eishockey gespielt werden.

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