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HCD verspielt den Sieg

Der HC Davos ist gegen Biel lange die bessere Mannschaft – steht nach der 1:2-Niederlage aber dennoch ohne Punkte da.

Roman
Michel
Freitag, 13. November 2020, 21:56 Uhr Eishockey
Ins Straucheln geraten: HCD-Topskorer Andres Ambühl und Biels Jason Fuchs kämpfen um die Scheibe.
KEYSTONE

In Zürich ein Gegentor nach 21 Sekunden. In Bern nach 57. Gegen Biel legt der HCD für einmal vor. Erst zum zweiten Mal in dieser Saison gelingt den Bündnern der erste Treffer der Partie – und das mit einem Mann weniger auf dem Eis. Mit dem frühen 1:0 im Rücken spielen die Davoser äusserst souverän auf, lassen Biel nur wenige Chancen zu und verpassen selbst mehrmals den zweiten Treffer. Ein Powerplaytor bringt die Hausherren schliesslich ins Spiel zurück. Biel ist nach dem Ausgleich plötzlich tonangebend, HCD-Goalie Mayer rettet einmal mirakulös gegen Fuchs. Das Schlussdrittel ist ein munteres Hin und Her, Tore fallen lange nicht – bis Biel kurz vor Schluss der Lucky Punch gelingt.

Die Tore 🎯
4. Minute: Andres Ambühl, 0:1. In Unterzahl kontert der HCD Biel eiskalt aus. Goalie Mayer spielt die Scheibe hoch ins Bieler Drittel, Hischier ist schneller als sein Gegenspieler, Ambühl lässt van Pottelberghe keine Chance.

36. Minute: Marc-Antoine Pouliot, 1:1. Dieses Mal macht es Biel im Powerplay besser. Nach einem Abschluss von Rajala schiebt Pouliot die Scheibe mit dem Schlittschuh ins Davoser Tor. Der Treffer zählt dennoch (siehe der Aufreger).

57. Minute: Fabio Hofer, 2:1. Ausgerechnet der zuvor so souveräne Magnus Nygren vertändelt die Scheibe gegen Künzle, Hofer schliesst den Konter der Bieler ab.

Der Aufreger 😲
Tor oder nicht? Pouliot spediert die Scheibe beim Ausgleich mit dem Schlittschuh über die Linie. Die Schiedsrichter sagen nach Videostudium: keine Kickbewegung. Kann man auch anders sehen.

Der Beste 👍🏼
Robert Mayer. Lange kaum gefordert. Dann mirakulös beim Abschluss von Jason Fuchs und auch später immer wieder im Fokus. Strahlt viel Selbstvertrauen aus.

Der Schlechteste 👎🏼
Perttu Lindgren. Was ist mit dem Finnen los? Rennt weiter seiner Form hinterher – auch auf seiner Stammposition im Zentrum. Dumme Strafe kurz nach dem Bieler Ausgleich. 

Ausblick 🔜
Kurze Verschnaufpause. Bereits am Samstagabend geht es für den HCD weiter. Zuhause treffen die Bündner auf Servette. Mit den Genfern hat der HCD noch eine Rechnung offen: Im ersten Aufeinandertreffen siegte das Team von Trainer Patrick Emond mit 5:2. Abgesagt ist hingegen die Partie vom Samstag in einer Woche: Weil Gegner Lausanne in Quarantäne ist, bleibt der HCD (einmal mehr) spielfrei.

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