×

Lugano drückt dezimiertem HCD die Daumen

Im Nachholspiel der zweiten Runde empfängt der HC Davos am Dienstagabend den SC Bern. Während sich die Bündner mit Personalsorgen herumschlagen, stecken die Berner mitten im Strichkampf.

Südostschweiz
Dienstag, 25. Februar 2020, 04:30 Uhr Eishockey
Der HC Davos will in der vierten Begegnung mit dem SC Bern zum dritten Mal triumphieren.
KEYSTONE

Das drittletzte Qualifikationsspiel des HC Davos am Dienstagabend (19.45 Uhr) hat es in sich. Nicht unbedingt, weil das Team von Trainer Christian Wohlwend dringend auf Punkte angewiesen wäre. Eine Schlussrangierung unter den Top 4 ist den Bündnern bereits gewiss.

Vielmehr muss der HCD zeigen, dass er auch ohne diverse Stammspieler konkurrenzfähig ist. Am Samstag gegen Biel (2:5) fehlten mit Félicien Du Bois, Enzo Corvi, Benjamin Baumgartner, Thierry Bader, Claude Paschoud, Andres Ambühl und Dino Wieser gleich sieben Spieler verletzt. Perttu Lindgren und Aaron Palushaj wurden geschont. Mit Dario Meyer fiel im Spiel dann ein weiterer Stürmer aus. «Christian Wohlwend wird seine Formation für den Match gegen Bern kurzfristig nominieren», lässt der HC Davos deshalb via Klubwebseite ausrichten.

Erschwerend kommt hinzu, dass der HCD auf einen formstarken SC Bern (vier Siege aus den vergangenen sechs Spielen) trifft, der sich derzeit mit dem HC Lugano ein heisses Duell um Platz 8 liefert. Sowohl die Tessiner, die ein Spiel mehr absolviert haben, als auch die Berner stehen bei 66 Punkten. Im Hockey Club Lugano wird man für einmal dem HCD ganz besonders die Daumen drücken.

Wird es wieder ein 4:3?

Trotz Personalsorgen wissen die Davoser, wie die Berner zu schlagen sind. Zwei der drei bisherigen Duelle mit den Hauptstädtern konnten die Landwassertaler für sich entscheiden. Bemerkenswert: Alle Spiele gingen mit dem Resultat von 4:3 aus, wobei der SCB und der HCD je einmal im Penaltyschiessen die Oberhand behielten. Die Buchmacher dürften auf das Resultat von 4:3 wohl keine allzu lohnenswerte Quote angesetzt haben. (krt)

HCD sucht Europa-Exil
Erfolg kann zu Luxusproblemen führen. Seit dem Wochenende hat der HC Davos einen Platz in den Top 4 der Qualifikation auf sicher – und ist somit für die Champions Hockey League (CHL) 2020/21 qualifiziert. Weil im kommenden Herbst aber die letzte Umbauphase am Davoser Eisstadion ansteht, steht der HCD für die ersten beiden Heimspiele der Königsklasse Anfang September ohne Halle da. Die Suche nach Alternativen läuft. Klar ist: Der HCD will wenn möglich in der Region bleiben. Chur und Lenzerheide gelten als Favoriten. Das letzte Wort haben aber die Verantwortlichen der CHL. (rmi)

Kommentar schreiben

Kommentar senden