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Davos lädt zum Spitzenkampf

Die Qualifikation nähert sich seinem Ende entgegen. Von den letzten sechs Pflichtspielen bestreitet der HC Davos noch vier zuhause. Das erste am Dienstag gegen Tabellenführer Zug.

Südostschweiz
Dienstag, 18. Februar 2020, 04:30 Uhr Eishockey
Da war die Welt für Davos noch in Ordnung: Andres Ambühl erzielt am 30. Januar gegen Zug das 2:1. Am Ende stand es 2:4.
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Sechs Runden vor dem Ende der Qualifikation lädt der HC Davos am Dienstag um 19.45 Uhr zum Spitzenkampf. Zu Gast in der Eishalle ist Leader Zug. Während die Zentralschweizer von den letzten sechs Partien nur eine verloren, gewannen die Davoser in dieser Zeit acht Punkte. Gegen den Tabellenelften Ambri-Piotta siegte das Team von Christian Wohlwend im Penaltyschiessen und am Samstag verlor es bei der «Roten Laterne» in Rapperswil-Jona.

In den bisherigen drei Begegnungen gegen Zug gewann Davos im November die erste mit 5:4. Im Dezember und Ende Januar verloren die Bündner jeweils mit 2:4. Alle drei Begegnungen wurden erst im Schlussdrittel entschieden.

Das 2:4 von Davos gegen Zug am 30. Januar:

«In unserer Liga ist es in jedem Spiel unheimlich schwer, zu gewinnen. Egal gegen welchen Gegner, den Letzten oder den Ersten», sagte Davos-Trainer Christian Wohlwend kürzlich gegenüber Radio Südostschweiz. «Wir haben in der Meisterschaft höchstens drei Spiele in Folge verloren. Das ist positiv. Aber das Verrückte ist, dass wir ohne der Erfahrung von mehreren Niederlagen hintereinander nicht wissen, wie die Mannschaft auf eine solche Serie reagieren würde», so Wohlwend.

Etwas Statistik

Die beiden Kontrahenten liegen in der Tabelle auf den Rängen 1 und 3. Aber auch in anderen Tabellen sind sie spitze: beim Toreschiessen auf den Plätzen 2 (Davos) und 3 (Zug), bei Gegentoren auf den Plätzen 1 (Zug) und 7 (Davos). In der Powerplaytabelle liegt Zug (3. Rang) vor Davos (5.). Zug mischt weiter bei Toren in Überzahl (3./Davos 5.) und bei Toren in Unterzahl (1./Davos 10.) ganz vorne mit.

Zu den Trümpfen des HCD zählt in dieser Saison die Heimstärke. Die Davoser gewannen 16 ihrer bisherigen 21 Heimspiele und führen damit die «Heim-Tabelle» in der National League an. Zug gewann 15 von 23 Spielen. Von den letzten elf Heimpartien entschieden die Davoser neun zu ihren Gunsten.  

In Sachen Schüssen liegen beide Klubs unter dem Ligadurchschnitt von 1329 Schüssen; Zug ist mit 1313 Schüssen auf Rang 6, Davos mit 1282 Schüssen auf Rang 10. Dagegen treffen beide Teams immer wieder das Torgehäuse: Zug 0,93-mal pro Spiel (1. Rang) und Davos 0,68-mal pro Spiel (4. Rang). Der Liga-Durchschnitt liegt bei 0,64 Schüssen an die Torumrandung pro Spiel.

Schüsse aus dem Slot erhielt Davos bislang 581 (5. Rang) und Zug 548 (10. Rang). In Sachen Schusseffizienz ist Davos mit 10,76 Prozent Ligaspitze, Zug mit 10,13 Prozent auf dem dritten Rang.

Im Überzahlspiel haben sowohl die Innerschweizer, wie auch die Bündner Luft nach oben: Zug liegt mit einer Powerplayquote von 21,34 Prozent auf Rang 4 und Davos mit einer Quote von 17,51 Prozent gar auf Rang 10, vor Bern und Langnau. Dagegen hat Davos bislang am längsten in Überzahl spielen können: 288:23 Minuten, Zug 253:26 Minuten.

In der Strafenstatistik liegt Davos mit 401 Minuten hinter Lugano auf Rang 2, Zug mit 501 Minuten auf Rang 10. Interessant hier: Noch überhaupt kein Team hat bisher eine Matchstrafe kassiert.

Der neu verpflichtete Finne Jesse Mankinen ist am Sonntagabend in Davos eingetroffen. Ob der 28-jährige Stürmer gegen Zug sein Debüt gibt, entscheidet die Trainercrew kurzfristig.

Und noch etwas (Detail-)Statistik: Zug gewinnt 52,28 Prozent aller Bullies (Rang 3), Davos 50,13 Prozent (Rang 6). Und in Sachen Zuschauer liegt Zug mit durchschnittlich 6836 (Rang 4) vor Davos (4552/Rang 11).

Nach dem Spitzenspiel gegen Zug trifft Davos bis zum Ende der Qualifikation noch auf Langnau, Biel, Bern, Ambri-Piotta und Rapperswil-Jona. Die Playoffs beginnen am 7. März. Davos braucht aus den verbleibenden Spielen noch fünf Punkte, dann kann es die Viertelfinals zuhause beginnen. (phw)

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