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Gilardoni brilliert mit EM-Silber

Skeletonfahrerin Marina Gilardoni hat an der Europameisterschaft in Sigulda die Silbermedaille gewonnen. Die 32-jährige Eschenbacherin verbesserte sich dank Bestzeit im zweiten Durchgang vom 4. auf den 2. Platz.

Linth-Zeitung
Montag, 17. Februar 2020, 04:30 Uhr Coup in Lettland

Auf die Europameisterin Jelena Nikitina aus Russland büsste Marina Gilardoni am Sonntag im Eiskanal in Lettland 34 Hundertstel ein. Bronze ging an die Österreicherin Janine Flock (0,44 zurück). «Dieses Silber ist eine echte Überraschung», zeigte sich Gilardoni erfreut. Die ehemalige Bob-Anschieberin hatte in den letzten drei Jahren oft mit Verletzungen zu kämpfen.

Für Gilardoni war es nach dem 3. Rang 2016 in St. Moritz die zweite Medaille bei europäischen Titelkämpfen. In den ersten sieben Weltcuprennen der Saison hatte die zweifache Olympia-Teilnehmerin das Podest dreimal knapp verpasst. Nun freute sie sich beim Weltcupfinale in Sigulda über ihre erste Top-3-Platzierung seit fast vier Jahren.

Trainingsläufe zahlen sich aus

Speziell ist der Erfolg auch deshalb, weil sie im vergangenen Winter im Weltcup-Rennen in Sigulda gestürzt war und sich am Fuss verletzt hatte. Deshalb ging sie am Ende der Saison für Trainingsläufe nochmals nach Lettland, um «mit der Bahn Frieden zu schliessen», wie sie damals sagte. Damit, wie erfolgreich dies geklappt hat, hat sie selbst nicht gerechnet. «In den Trainings lief es wirklich gut, aber der erste Lauf im Wettkampf war dann mental eine Herausforderung», gab die in Siebnen wohnhafte Eschenba-cherin zu. «Im zweiten Durchgang war ich dann relaxter und versuchte, keine Fehler mehr zu machen.»

«Dieses Silber ist eine echte Überraschung»
Marina Gilardoni

Gute Aussichten für die WM

Weil die Europameisterschaft in das achte und letzte Weltcuprennen des Winters integriert war, schrammte Gilardoni nur knapp an ihrem ersten Sieg im Weltcup vorbei. Die Gesamtwertung schloss sie auf dem 6. Rang ab. Nur einmal war sie besser – als Fünfte in der Saison 2015/16. In der kommenden Woche stehen in Altenberg die Weltmeisterschaften auf dem  Programm. Auch da liegt für Gilardoni in der aktuellen Form einiges drin. Die als schwierig geltende Bahn im sächsischen Erzgebirge ist eine ihrer liebsten. (sda/lz)«Im zweiten Durchgang relaxter»: Marina Gilardoni fährt ihrer zweiten EM-Medaille entgegen. (sda/lz)

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