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Davos verpasst den Sprung an die Spitze

Der HC Davos verliert 3:4 gegen die ZSC Lions nach Verlängerung. Davos verpasst den Sprung an die Spitze, während die ZSC Lions damit zum Leader Servette aufschliessen können.

Agentur
sda
Mittwoch, 08. Januar 2020, 05:08 Uhr Eishockey

Pius Suter, der den verletzten Garrett Roe als PostFinance-Topskorer glänzend vertritt, stocherte den Puck 1:49 Minuten vor Schluss der Overtime über die Linie und machte damit einen kapitalen Fehlstart wett. Nach 134 Sekunden hatten die Davoser 2:0 geführt und waren auf bestem Weg, erstmals seit dem September 2017 wieder die National League anzuführen. So aber gab es zwar den ersten Punkt nach zwei klaren Niederlagen (3:6 und 0:5) in dieser Saison gegen die Zürcher, jedoch auch die erste Niederlage in diesem Kalenderjahr.

Es war ausgerechnet der 13. Stürmer der Lions, der zuvor nur während ein paar Sekunden zum Einsatz gekommene Axel Simic, der in der 46. Minute von einem Blackout in der Davoser Hintermannschaft profitierte und die Wende mit dem 3:3 perfekt machte. In der Folge hatten beide Teams Chancen zum Siegtreffer, sie lieferten sich einen schnellen und intensiven Spitzenkampf.

Am Ende hatten die Zürcher das glücklichere Händchen, aufgrund der deutlich zahlreicheren Abschlüsse durchaus verdient. Kurz nach Ablauf einer Strafe gegen den Davoser Lindgren war der zuvor starke HCD-Goalie Sandro Aeschlimann angesichts eines unübersichtlichen Gewühls vor seinem Tor machtlos. Eine Coaches Challenge wegen eines möglichen Offsides änderte am Verdikt nichts mehr.

Die ZSC Lions gingen im vierten Spiel seit dem Jahreswechsel zum vierten Mal in die Verlängerung und gewannen zum zweiten Mal. Sie sind nun bei einem Spiel mehr punktgleich mit Leader Servette, einen Zähler dahinter folgen Zug und Davos.

Telegramm und Rangliste

Davos - ZSC Lions 3:4 (2:1, 1:1, 0:1, 0:1) n.V.

3716 Zuschauer. - SR Tscherrig/Dipietro, Bürgi/Ambrosetti. - Tore: 2. (1:20) Marc Wieser (Kienzle) 1:0. 3. (2:14) Palushaj (Baumgartner, Stoop) 2:0. 13. Krüger (Geering, Wick) 2:1. 22. Palushaj (Tedenby, Baumgartner) 3:1. 26. Pedretti (Noreau, Sigrist) 3:2. 46. Simic 3:3. 64. (63:11) Suter (Hollenstein) 3:4. - Strafen: 6mal 2 Minuten gegen Davos, 3mal 2 Minuten gegen ZSC. - PostFinance-Topskorer: Lindgren; Suter.

Davos: Sandro Aeschlimann; Du Bois, Jung; Nygren, Guerra; Kienzle, Stoop; Barandun; Palushaj, Baumgartner, Tedenby; Marc Wieser, Lindgren, Ambühl; Frehner, Corvi, Hischier; Herzog, Marc Aeschlimann, Egli; Meyer.

ZSC Lions: Ortio; Noreau, Marti; Phil Baltisberger, Geering; Trutmann, Berni; Blindenbacher; Pettersson, Krüger, Suter; Bodenmann, Diem, Hollenstein; Chris Baltisberger, Prassl, Wick; Sigrist, Schäppi, Pedretti; Simic.

Bemerkungen: Davos ohne Rantakari (überzähliger Ausländer), Dino Wieser, Paschoud und Bader, ZSC Lions ohne Roe und Flüeler (alle verletzt). Pfosten-/Lattenschüsse: Frehner (43.), Lindgren (47.); Suter (9.). Timeout Davos (60.).

Rangliste: 1. Genève-Servette 34/62 (96:78). 2. ZSC Lions 35/62 (112:88). 3. Zug 32/61 (102:83). 4. Davos 33/61 (106:93). 5. Lausanne 33/53 (96:88). 6. Biel 34/49 (91:96). 7. SCL Tigers 33/48 (83:93). 8. Bern 34/45 (90:102). 9. Lugano 34/43 (88:97). 10. Fribourg-Gottéron 33/42 (77:88). 11. Ambri-Piotta 34/42 (83:96). 12. Rapperswil-Jona Lakers 33/35 (83:105).

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