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Rückkehrer Nygren führt den HC Davos in den Cup-Halbfinal

Davos ringt den SC Bern in der Verlängerung im Cup-Viertelfinal dank Rückkehrer Magnus Nygren nieder. In den Halbfinals kommt es zu den Partien Ajoie - Biel und Lakers - Davos.

Agentur
sda
Mittwoch, 27. November 2019, 05:20 Uhr Eishockey

24 Stunden nach Biels 4:3-Erfolg über Langnau kam es im Cup zu einem Tag der Überraschungen. Nicht nur Ajoie überraschte. Die Rapperswil-Jona Lakers gewannen die Neuauflage des Cupfinals der letzten Saison gegen den EV Zug 4:0. Nur im Traditions-Derby Davos - Bern kam der HC Davos zum Favoritensieg (4:3). Bern führte im Schlussabschnitt mit 2:1, holte im Finish einen Rückstand auf und verlor schliesslich in der dritten Minute der Verlängerung.

Nygrens Comeback

Vor allem das Comeback von Magnus Nygren gab im Schlagerspiel zu reden. Der schwedische Verteidiger stand zum ersten Mal diese Saison für Davos auf dem Eis. Am 23. August hatte sich Nygren am Turnier in Nürnberg am Knie schwer verletzt. Nach 169 Sekunden der Overtime entschied Nygren beim Comeback mit dem 4:3 gleich die Partie.

Zuvor wogte die Partei hin und her und die Führung wechselte mehrfach. Der SC Bern war in der Viertelfinal zudem mehr der SC Arcobello. Dieser erzielte nämlich alle drei Berner Tore. Am Ende bleibt es aber das Spiel mit dem grossen Nygren-Comeback.

Ajoies fünfter Streich

Für den Exploit des Tages sorgte indessen der HC Ajoie. Für die Jurassier war es bereits der fünfte Streich im Schweizer Cup in etwas mehr als zwei Jahren. In der Saison 17/18 eliminierte Ajoie auf dem Parcours in den Halbfinal (Niederlage gegen die Lakers) der Reihe nach Lausanne (4:2), die ZSC Lions (5:4 n.P.) und die SCL Tigers (4:3 n.V.). In dieser Saison wurden Lausanne (4:3 n.V. in den Achtelfinals) und nun die ZSC Lions trotz Vorwarnung in der Voyeboeuf-Eishalle erneut eliminiert.

Strafen wiesen den ZSC Lions den Weg in die Niederlage. Sowohl beim 1:0 durch Philip-Michael Devos (5.) wie beim 2:0 durch Kevin Ryser (34.) und später beim 4:0 sassen Zürcher auf der Strafbank, beim zweiten Gegentor sogar zwei.

Obwohl die Lions ab der 5. Minute einem Rückstand hinterher liefen, blieben Druckphasen selten. Die besten Szenen erspielten sich die Lions im zweiten Abschnitt kurz vor dem 0:2 und kurz vor der zweiten Pause (Lattenschuss Simon Bodenmann). Daneben gab es bei den Zürchern aber viel Leerlauf. Als die Zürcher zu Beginn des Schlussabschnitts erstmals selber Powerplay spielen konnte, resultierte kein Torschuss, dafür aber ein Befreiungsschlag (Icing) aus der eigenen Defensivzone heraus. Wenig später stellte Devos mit dem 3:0 den Überraschungssieg sicher. Anschliessend wurden die ZSC Lions sogar demontiert. Die Zürcher gerieten 0:5 in Rückstand, ehe sie noch zu drei Ehren-Goals kamen.

Auch Lakers ein Cup-Team

Nicht nur Ajoie überrascht regelmässig im Cup. Auch die Lakers stellen eine Cup-Equipe wie im Bilderbuch. Vor zwei Saisons gewann Rapperswil-Jona als B-Ligist den Cup, letzte Saison verloren sie gegen Zug erst den Cupfinal. Die Revanche für den Vorjahres-Cupfinal geriet zu einer klaren Sache. Bei der Rückkehr von Jeff Tomlinson an die Bande (nach Nierentransplantation) dominierten die Lakers von A bis Z. Sie kamen zu mehr Schüssen und zu mehr Chancen. Juraj Simek brachte die Lakers mit zwei Toren 2:0 in Führung, Andrew Rowe und Daniel Kristo stellten den Kantersieg der Lakers sicher.

Erst im Schlussabschnitt fand auch Cup-Holder Zug besser den Tritt. Gregory Hofmann (43.), Lino Martschini (44.) und Carl Klingberg (45.) trafen im Minutentakt die Torumrandung. Ein Treffer in dieser Phase hätte den Zugern womöglich nochmals zurück ins Spiel verholfen.

Telegramm:

Davos - Bern 4:3 (0:0, 1:2, 2:1, 1:0) n.V.

2416 Zuschauer. - SR Salonen/Wiegand, Cattaneo/Kovacs. -
Tore: 21. (20:30) Hischier (Tedenby) 1:0. 28. Arcobello (Ebbett, Untersander/Ausschluss Tedenby) 1:1. 39. Arcobello (Untersander, Spiller) 1:2. 47. Baumgartner (Hischier/Ausschluss Arcobello) 2:2. 55. Guerra (Ambühl, Herzog) 3:2. 58. Arcobello (Ruefenacht, Moser) 3:3. 63. (62:49) Nygren (Baumgartner, Herzog) 4:3. -
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Davos, 2mal 2 Minuten gegen Bern. -
Davos: Sandro Aeschlimann; Kienzle, Jung; Nygren, Paschoud; Stoop, Guerra; Barandun; Baumgartner, Lindgren, Palushaj; Hischier, Corvi, Tedenby; Dino Wieser, Ambühl, Herzog; Frehner, Bader, Eggenberger; Canova. -
Bern: Caminada; Andersson, MacDonald; Burren, Blum; Untersander, Colin Gerber; Henauer; Ruefenacht, Arcobello, Moser; Praplan, Mursak, Ebbett; Sciaroni, Heim, Scherwey; Spiller, Berger, Kämpf; Jeremi Gerber. -
Bemerkungen: Davos ohne Buchli, Kortin. Marc Wieser (alle verletzt), Marc Aeschlimann (krank), Du Bois (überzählig) und Rantakari (überzähliger Ausländer), Bern ohne Bieber, Beat Gerber, Grassi, Krueger und Pestoni (alle verletzt). -
Vorzeitige erste Drittelspause nach 16:57 Minuten. - Timeout Davos (59:17). - Pfostenschüsse: Baumgartner (57./Latte); Sciaroni (43.).

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