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Die HCD-Ausländer sind die effizientesten der Liga

Beim 3:2-Auswärtssieg des HC Davos gegen den HC Ambri-Piotta haben Mattias Tedenby, Otso Rantakari und Perttu Lindgren die Tore für die Bündner erzielt. Dass die Ausländer gut funktionieren, ist einer der Gründe für den aktuellen Davoser Höhenflug.

Südostschweiz
Montag, 28. Oktober 2019, 10:25 Uhr Eishockey
Topskorer Perttu Lindgren und Mattias Tedenby (vorne) gehören derzeit zum Besten, was die Liga zu bieten hat.

1.91 Punkte gewinnt der HC Davos in dieser Saison pro Spiel. Nur Leader ZSC Lions kommt mit 2.12 Punkten pro Spiel auf eine noch bessere Ausbeute. Am Samstag beim 3:2-Erfolg in der Leventina gegen Ambri-Piotta – es war der dritte Davoser Sieg in Serie – haben einmal mehr die Ausländer den HCD zum Sieg getragen. Mattias Tedenby, Otso Rantakari und Perttu Lindgren hiessen die Torschützen für den HC Davos. «Die Ausländer haben Verantwortung übernommen und den Unterschied ausgemacht», sagte Trainer Christian Wohlwend nach dem Spiel.

21 Treffer hat das skandinavische Trio in Diensten der Landwassertaler in dieser Saison schon erzielt – mehr als die Hälfte aller Davoser Tore (37). Insgesamt ist das HCD-Ausländerquartett mit Tedenby, Rantakari, Lindgren und Aaron Palushaj an 59.5 Prozent aller Davoser Treffer beteiligt. Das ist Liga-Bestwert. Die SCRJ Lakers kommen in dieser Statistik auf 59 Prozent, der EHC Biel auf 57.5 Prozent. Der Liga-Durchschnitt liegt bei 36.6 Prozent. Nicht in allen Klubs nehmen die Ausländer so offensive Rollen ein wie in Davos.

Lindgren besser als 2015/16?

Einen zweiten Frühling verspürt Perttu Lindgren. Mit bisher 1.36 Skorerpunkten pro Spiel (PPG) ist der mittlerweile 32-jährige Finne derzeit noch effizienter als in der Saison 2015/16 (1.24 PPG), als er zum wertvollsten Spieler der Liga ausgezeichnet wurde. Als Glücksgriff entpuppt sich immer mehr der Schwede Mattias Tedenby, der in den vergangenen sechs Spielen sieben Tore erzielte. Der nach Magnus Nygrens Verletzung in der Saisonvorbereitung ad hoc verpflichtete Finne Otso Rantakari (6 Tore/5 Assists) ist an der blauen Linie Dreh- und Angelpunkt. Und der US-Amerikaner Palushaj (1 Tor/5 Assists), der Ende September wegen einer Ellbogenverletzung drei Spiele verpasste, kommt nach schwierigem Start immer besser in Fahrt.

Klar ist: Der Erfolg eines Teams in der National League ist längst nicht mehr nur von den ausländischen Verstärkungsspielern abhängig. Aktuell ist die Effizienz des Ausländerquartetts aber definitiv einer der Hauptgründe, weshalb der HC Davos hinter den ZSC Lions das formstärkste Team der Liga ist. (krt)

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