×

HCD: 5 Erkenntnisse nach 5 Spielen

Nach fünf National-League-Spielen hält der HC Davos bei acht Punkten – ein gelungener Saisonstart. Und das erste Qualifikations-Zehntel hat auch schon einige Erkenntnisse geliefert.

Tobias
Kreis
Mittwoch, 02. Oktober 2019, 10:08 Uhr Eishockey
Marc Wieser (vorne) und Perttu Lindgern: Zwei Gesichter des Davoser Erfolgs.
KEYSTONE

1. Das System funktioniert

Das von Trainer Christian Wohlwend nach Davos gebrachte System funktioniert immer besser. Im Vergleich zu früher ist die neue Spielanlage auf mehr Puckbesitz und weniger auf kompromissloses Umschaltspiel ausgelegt. Im Spiel 5-vs.-5 mit Torhüter mussten die Bündner in den ersten fünf Spielen erst sechs Gegentore hinnehmen. Erfreulich ist die bisherige Ausbeute im Powerplay. Die Erfolgsquote von 23.81 Prozent ist die drittbeste der Liga. Beim 7:1-Sieg in Lausanne münzten die Davoser gleich vier Überzahlsituationen in Tore um.

2. Lindgren macht Freude

Drahtzieher des Davoser Powerplays ist Perttu Lindgren, der Liga-MVP von 2015/16. In Lausanne leitete er alle vier Davoser Powerplay-Tore ein – dasjenige von Marc Wieser auf magistrale Weise.

Der Finne hat bereits acht Skorerpunkte (3 Tore/5 Assists) realisiert, zudem weist er die beste Plus-Minus-Bilanz (+6) aller HCD-Spieler aus. Mit 56.25 Prozent gewonnenen Anspielen gehört Lindgren zu den besten Bullyspielern der Liga. Bemerkenswert ist auch, wie der 32-jährige Spielmacher seine Linienpartner besser macht. Marc Wieser (4 Tore/2 Assists) und Benjamin Baumgartner (1 Tor/3 Assists) blühen an Lindgrens Seite auf.

3. Die Goalies halten dicht

Gute Goalies geben ihrem Team die Chance, jedes Spiel zu gewinnen. Diesen Auftrag haben die alternierend im Einsatz stehenden Joren van Pottelberghe (3 Spiele) und Sandro Aeschlimann (2 Spiele) bisher erfüllt. Der in der Vergangenheit auch schon gescholtene Van Pottelberghe hat sich am Dienstagabend in Langnau für seinen starken Auftritt gar mit einem Shutout belohnt. Dass der 22-Jährige die Fangquoten-Rangliste mit 95.65 Prozent gehaltener Schüsse deutlich anführt, ist eine schöne Momentaufnahme.

4. Disziplin ist hoch im Kurs

Ein Faktor beim gelungenen Saisonstart des HC Davos ist ganz sicher die Disziplin. Im Gegensatz zur Vorsaison (12.92 Strafminuten pro Spiel) haben die Bündner die Zeit auf der Strafbank auf bisher 7.6 Minuten pro Spiel gesenkt und damit beinahe halbiert. Bei weniger als vier Unterzahlsituationen pro Spiel fällt auch nicht allzu stark ins Gewicht, dass das Penalty-Killing der Bündner mit einer Erfolgsquote von 81.25 Prozent – der Ligadurchschnitt liegt bei 84 Prozent – noch Steigerungspotenzial aufweist.

5. Eggenberger benötigt Zeit

Noch nicht den erwarteten Einfluss auf das Spiel der Davoser hat Nordamerika-Rückkehrer Nando Eggenberger. In fünf Spielen war der Churer zweimal überzählig. Bei seinen drei Einsätzen erhielt er mit durchschnittlich 11:02 Minuten nur wenig Eiszeit. In die Skorerliste vermochte er sich noch nicht einzutragen. Der von Trainer Wohlwend zum Assistenzcaptain beförderte 19-Jährige hat sich den Saisonstart sicher anders vorgestellt.

Kommentar schreiben

Kommentar senden