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Weshalb der HCD diese Saison (keinen) Erfolg haben wird

Am Mittwoch das erste Cupspiel, am Freitag der National-League-Start. Die neue Eishockey-Saison steht vor der Tür. Anlass für unsere beiden Sportredaktoren Roman Michel (pro) und Tobias Kreis (kontra), sich zu fragen, ob der HCD Ausgabe 2019/20 erfolgreich sein wird.

Südostschweiz
Sonntag, 08. September 2019, 04:30 Uhr Pro und kontra
Freude oder Frust? Wie schlägt sich der HCD in der Saison 2019/20?
KEYSTONE/COLLAGE SO

Roman Michel: «Das Kader besitzt in der Tiefe mehr Qualität»

«Warum beim HCD alles besser wird? Weil es nach der vergangenen Horror-Saison nur besser werden kann. Das klingt erst einmal etwas naiv – ist aber weit mehr als eine Floskel der Hoffnung. Ausgeschlossen, dass gleich sämtliche (!) Leistungsträger wieder in ein Tief fallen. Ausgeschlossen, dass Geschehnisse neben dem Eis das Team derart verunsichern wie letztes Jahr der Rücktritt von Arno Del Curto. Der Neustart ist für alle eine Chance. Die Spieler sind heiss, sich für das Desaster der letzten Saison zu revanchieren. Das Kader wurde geschickt verstärkt, besitzt vor allem in der Tiefe mehr Qualität.

Und Christian Wohlwend mag zwar ein Trainer-Rookie in der National League sein – unter dem ehemaligen U20-Nationalcoach werden die zuletzt stagnierenden Youngsters im Team aber einen Schritt machen. Die geschwundenen Erwartungen im Umfeld verringern den Druck auf jedem einzelnen. Und die acht Auswärtsspiele zum Saisonstart? Angesichts der Heimschwäche in der letzten Saison könnten sich diese gar als Vorteil erweisen.»

 

Tobias Kreis: «Es tun sich einige Unwägbarkeiten auf»

«Ja, wenn alles aufgeht, kann der HC Davos in dieser Saison glänzen. Das Potenzial, um in der National League eine gute Rolle zu spielen, ist vorhanden. Aber wann geht schon alles auf? Besonders vor dieser Saison tun sich so einige Unwägbarkeiten auf. Will der HCD Erfolg haben, muss das mit wenig Kredit startende Goalieduo Aeschlimann/Van Pottelberghe die Erwartungen übertreffen. Bei Du Bois und Ambühl darf sich der Zahn der Zeit nicht zu stark bemerkbar machen. National-League-Rookie Christian Wohlwend und sein Trainerteam müssen viele richtige Entscheide treffen.

Und ganz sicher ein Faktor ist der Spielplan, der wegen dem Stadionumbau für den HCD sehr herausfordernd ist. Zwei Tage nach dem Spengler-Cup-Final beginnt eine Phase mit sechs Meisterschaftsspielen in 11 Tagen. Wie um alles in der Welt soll das Team in der Lage sein, bei dieser Belastung auf dem angestrebten Level zu spielen? Es sei die Prognose erlaubt, dass die Playoff-Qualifikation für den HCD auch 2019/20 zur Herkulesaufgabe wird.»

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