×

Übermut und ungenügendes Powerplay

Nationaltrainer Patrick Fischer führt die 3:4-Niederlage gegen Schweden auf ein ungenügendes Powerplay und einen gewissen Übermut nach erzielten Toren zurück.

Agentur
sda
Samstag, 18. Mai 2019, 23:46 Uhr Eishockey
Gaëtan Haas war einer der Aktivposten der Schweizer gegen Schweden
Gaëtan Haas war einer der Aktivposten der Schweizer gegen Schweden
KEYSTONE/MELANIE DUCHENE

Die Schweizer glichen die Partie zum 2:2 (28.) und 3:3 (51.) zweimal aus, 30 respektive 80 Sekunden danach lagen sie jedoch wieder in Rückstand. «Wir waren vielleicht etwas übermütig», sagte Fischer. Nicht zufrieden war er zudem mit dem Überzahlspiel - die Schweizer konnten keine der sechs Strafen gegen die Schweden nutzen. «Das Powerplay war wieder einmal nicht gut genug. Wir hatten genügend Möglichkeiten.»

Allerdings gab es für Fischer auch viel Positives: «Die Schweden sind defensiv stark und haben einen guten Goalie. Dennoch erzielten wir drei Tore und hatten drei, vier grosse Chancen. Wir nahmen den Rhythmus sofort an. Wir wissen, dass wir Schweden schlagen können. Dafür müssen wir hinten aber solider spielen.» Obwohl eine Niederlage mit einem Tor für die Viertelfinal-Qualifikation reichte, ersetzte Fischer Torhüter Reto Berra gut zwei Minuten vor dem Ende durch einen sechsten Feldspieler. Das unterstreicht die gestiegenen Ansprüche. Es war für ihn keine Option, den knappen Rückstand über die Zeit zu bringen: «Wir wollten gewinnen.»

Für den omnipräsenten NHL-Verteidiger Roman Josi war es eine «gute Leistung, speziell im zweiten Drittel, in dem wir viel Druck machten. Leider nutzten wir die Chancen nicht. In der Defensive können wir sicher besser spielen.» Gaëtan Haas, der je ein Tor und Assist erzielte und zum besten Schweizer der Partie gekürt wurde, sagte: «Wir spielten gut, verloren aber dennoch irgendwie.» Den Unterschied machte für ihn das Powerplay, in dem die Schweden getroffen hätten und sie nicht. «Die Einstellung war gut. Wir konnten sie unter Druck setzen und hatten Chancen, das Spiel zu gewinnen.»

Haas bedauerte es, dass sie den Schweizer Fans, die für eine fantastische Stimmung sorgten, «keinen Punkt schenken konnten. Die Fans halfen uns, gaben uns viel Energie.» In die gleiche Richtung äusserte sich Fischer: «Es hat Spass gemacht.»

Kommentar schreiben

Kommentar senden