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Der HCD muss sich reinhängen

Das lange Zeit nicht Erwartete ist eingetreten. Und es beginnt am Dienstagabend: Der HC Davos kämpft im Playout-Final gegen die Rapperswil-Jona Lakers um den Verbleib in der National League. Wir haben mit dem Verwaltungsratspräsidenten sowie mit einem Beobachter des Rekordmeisters gesprochen.

Südostschweiz
Dienstag, 26. März 2019, 04:30 Uhr Eishockey
Mit dem Playout-Final beginnt für Davos (Enzo Corvi) und die Rapperswil-Jona Lakers (Jan Mosimann, rechts) der Überlebenskampf.
KEYSTONE

Nach der bedeutungslosen Platzierungsrunde beginnt mit dem Playout-Final für den HC Davos und die Rapperswil-Jona Lakers der Überlebenskampf in der höchsten Liga. Zuletzt wurden bei beiden Teams zahlreiche Spieler geschont und taktische Möglichkeiten ausgelotet.

Damit ist Schluss. Entscheidend in dieser Best-of-7-Serie wird der Kopf sein, sagten die ehemaligen Spieler Marco Capaul (Rapperswil-Jona Lakers) und Daniele Paganini (Davos) in einem Interview mit der «Südostschweiz am Wochenende». Mitentscheidend dürfte auch der Start in die Serie sein.

Diesem kommt auch laut Gaudenz Domenig, Verwaltungsratspräsident des HC Davos, ein hoher Stellenwert zu. «Ich bin nicht verzweifelt und sehe gute Chancen für uns, diese Serie als Sieger zu beenden. Aber das Team muss sich reinhängen, es wird eine schwierige, eine harte Serie», sagte Domenig auf Anfrage. Der HCD sei in einer neuen, in einer ungewohnten und anderen Situation als in anderen Jahren: «Wir haben viele Playoff-Serien gewonnen. Im Playout aber haben wir keine Erfahrungen. Und wir haben wohl mehr zu verlieren als unser Gegner», so Domenig.

Kommen wir zu den Fakten:

  • Pro HCD: Zahlreiche Leistungsträger haben ihre Verträge verlängert (Andres Ambühl, Enzo Corvi, Sven Jung, Magnus Nygren, Dino Wieder, Marc Wieser). Sie werden bei der Mission Ligaerhalt mit Herzblut bei der Sache sein – auch für ihre eigene Zukunft.
  • Contra HCD: Niemand hat den HC Davos nach 50 Runden in dieser Lage erwartet. Auch die Mannschaft brauchte lange, um zu realisieren, wo sie stand und steht.
  • Pro Lakers: Die St. Galler bereiten sich eigentlich seit dem ersten Saisonspiel auf diese Serie vor. Als Aufsteiger hatten sie zunächst keine Chance, sich für die höchste Liga zu verstärken und später rein sportlich einen sehr schweren Stand. Dennoch bliebt insbesondere das Management ruhig – zuletzt gab es am Wochenende die Vertragsverlängerung mit Trainer Jeff Tomlinson bekannt.
  • Contra Lakers: Die Mannschaft hat weniger Substanz als der Gegner; sie ist letztlich für die National League zu schwach und für die Swiss League zu stark.

Wir haben mit Sportredaktor Roman Michel gesprochen. Er verfolgt den HC Davos für die Zeitung «Südostschweiz»:

Gewinnt der HC Davos die Playout-Serie gegen die Rapperswil-Jona Lakers?

Ja, und zwar deutlich!
53%
Nein, der Rekordmeister muss in die Ligaqualifikation
18%
Ich sehe die Chancen 50:50
29%
Total votes: 273

Der Spielplan
Dienstag, 26. März, 20 Uhr: Davos – Rapperswil-Jona Lakers

Donnerstag, 28. März, 20 Uhr: Rapperswil-Jona Lakers – Davos
Samstag, 30. März, 20 Uhr: Davos – Rapperswil-Jona Lakers
Dienstag, 2. April, 20 Uhr: Rapperswil-Jona Lakers - Davos
evtl. Donnerstag, 4. April, 20 Uhr: Davos – Rapperswil-Jona Lakers
evtl. Samstag, 6. April, 20 Uhr: Rapperswil-Jona Lakers - Davos
evtl. Dienstag, 9. April, 20 Uhr: Davos – Rapperswil-Jona Lakers

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