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HCD: Ausländischer Stürmer gesucht - aber nicht gefunden

Davos gewann am Freitagabend in Genf mit 5:2. Leider gab es am Rande des Spiels aber auch weniger positive Neuigkeiten.

Südostschweiz
Samstag, 16. Februar 2019, 10:00 Uhr Für die Playouts
Der HCD konnte am Freitag endlich wieder ein Sieg feiern. Doch es gab auch schlechte Nachrichten zu verkraften.
SALVATORE DI NOLFI

Als Enzo Corvi in der fünften Minute seine feine Stocktechnik nutzte, um den HC Davos gegen Genf in Führung zu bringen, war die Welt für die HCD-Fans zumindest kurzzeitig in Ordnung. Zum Zeitpunkt, als Corvi in der 10. Minute erneut gefährlich vor Mayer auftauchte, stand es bereits 2:0 aus Sicht der Bündner. Doch genau zu diesem Zeitpunkt erhielt die Laune der Anhänger einen ersten herben Dämpfer. Corvi blieb nämlich beim Angriff mit dem rechten Bein an den Schonern von Mayer hängen und musste verletzt in die Kabine. Ob er sich schwerwiegender verletzt hat, ist aktuell noch unklar. 

Corvis Ausfall bleibt an diesem Wochenende aber nicht die einzige Negativmeldung aus Davoser Sicht. Wie HCD-Sportchef René Müller gegenüber der Zeitung «Südostschweiz» erklärte, habe man in den letzten Tagen mit «allen Mitteln»  versucht, für die entscheidende Phase in der Meisterschaft einen zusätzlichen ausländischen Stürmer zu verpflichten. Im neuen Jahr gelangen den Davosern in 16 Spielen gestern erst zum dritten Mal drei oder mehr Tore. «Leider will keiner Play-outs spielen», so Müller. Zudem sei die Auswahl auf dem Markt äusserst beschränkt. Um Mitternacht in der Nacht auf heute schloss das Transferfenster. Die Mission «Klassenerhalt» wird der HCD demnach mit dem aktuellen Kader in Angriff nehmen müssen.

Schwedischer Nationaltrainer wohl nicht nach Davos

Und was sagt Müller zu den jüngsten Trainergerüchten, nachdem sich Schwedens Nationalcoach Rikard Grönborg am Dienstag die Partie gegen Zug auf der Tribüne der Vaillant Arena angesehen hatte? «Da ist überhaupt nichts dran. Er war hier, um seine potenziellen WM-Spieler zu beobachten.» Auf Davoser Seite sind dies Magnus Nygren und Anton Rödin. Müller bestätigte, dass man Weltmeister-Trainer Grönborg die Infrastruktur gezeigt habe, dies sei aber «üblich bei Besuchen aus dem Ausland». In der schwedischen Zeitung «Aftonbladet» bezeichnete Grönborg die National League zwar als gute Liga, er sehe seine Zukunft aber eher in der NHL. Immerhin sagte der 50-Jährige auch: «Es ist ganz schön hier.» Grönborg meinte damit definitiv nicht die aktuelle sportliche Situation. Daran ändert auch der gestrige Auftritt in Genf nichts.

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