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Nach Klasen-Absage sucht der HCD weiter

Der HC Davos ist auf der Suche nach einem fünften Ausländer. Linus Klasen hätte es sein sollen, wäre er auf den Markt gekommen. Nur: Der HC Lugano hat eine Anfrage aus Davos negativ beantwortet.

Südostschweiz
Freitag, 04. Januar 2019, 12:00 Uhr Eishockey
Linus Klasen hat sich während dem Spengler Cup in den Fokus der HCD-Verantwortlichen gespielt.
KEYSTONE

Mit Anton Rödin und Perttu Lindgren standen bei der 3:4-Niederlage zum Jahresauftakt gegen den HC Lugano nur zwei Ausländer im Kader des HC Davos. Dem schwedischen Goalie Anders Lindbäck wurde Gilles Senn vorgezogen. Und Magnus Nygren fällt wegen eines Fussbruchs noch mehrere Wochen aus. «Wir suchen einen Stürmer als fünften Ausländer», sagte Verwaltungsratspräsident Gaudenz Domenig nach dem Spiel gegen Lugano deshalb im Interview mit SRF Sport.

Überzählig war in ebendiesem Spiel bei den Luganesi einmal mehr Linus Klasen. Im Hinblick auf die kapitale Endphase der Qualifikation würde die Verpflichtung des schwedischen Spielmachers, der die HCD-Verantwortlichen während dem Spengler Cups so sehr überzeugt hatte, Sinn machen. «Wenn uns Klasen angeboten würde, wäre er, falls finanzierbar, ein Favorit», führte Domenig gegenüber dem Schweizer Fernsehen aus.

Lugano sagt «no»

Nur: Die Pläne, den 32-Jährigen von Lugano loszueisen, haben sich zerschlagen. «Lugano hat die Anfrage aus Davos negativ beantwortet», erklärte HCD-CEO Marc Gianola gegenüber der Zeitung «Südostschweiz». Denn Lugano hat wenig Interesse daran, einen Spieler wie Klasen ohne Not an einen direkten Konkurrenten abzutreten. Lugano-Trainer Greg Ireland betonte nach dem Spiel gegen Davos ausdrücklich den Wert Klasens. «Er ist unser Spieler und grossartig auf dem Eis. Wir wollen ihn in unserem Team», so Ireland. 

Nun muss sich der HC Davos bei der Suche nach einem zusätzlichen Spieler anderweitig umschauen. Die Idee, einen Stürmer zu verpflichten steht dabei nicht mehr im Vordergrund. Nach dem Ausfall Nygrens brauche man nun wohl einen Verteidiger, sagte Gianola.

Ob mit oder ohne fünften Ausländer, ob Stürmer oder Verteidiger – klar ist, dass der HCD zwingend auf Punkte angewiesen ist, will er die minimale Chance auf die Playoff-Qualifikation wahren. Am Samstag (19.45 Uhr) trifft das Team von Trainer Harijs Witolinsch auswärts auf den EV Zug. Am Sonntag (15.45 Uhr) empfängt der Rekordmeister Genf-Servette. (krt)

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