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Langjähriger Lakers-Spieler wird HCD-Trainer auf Zeit

Mit Michel Riesen und René Müller hat der HC Davos nach dem Rücktritt von Arno Del Curto eine interimistische Lösung gefunden. Die Suche nach einem neuen Trainer läuft.

Roman
Michel
Freitag, 30. November 2018, 04:30 Uhr Trainer-Duo mit Michel Riesen
Heute und morgen an der Bande beim HCD: Michel Riesen (links) und Assistent René Müller.
YANIK BÜRLI

Vieles ist gleich. Und doch so anders. Oder wie HCD-Captain Andres Ambühl sagt: «Für alle von uns war es relativ neu. Aber vom einen auf den anderen Tag kann man auch nicht alles ändern.» Elite-Trainer Michel Riesen, der von 2009 bis 2013 für die Rapperswil-Jona Lakers Tore schoss, leitete gestern das erste Training nach dem Rücktritt von Arno Del Curto. «Es ist die naheliegendste Lösung», erklärte HCD-Präsident Gaudenz Domenig, «er kennt den Verein und war am schnellsten verfügbar.» Der ehemalige NLA-Stürmer, der ab 2009 während vier Saisons für die Rapperswil-Jona Lakers auflief, wird von Sportchef René Müller assistiert.

Gross/Rizzi: Zukunft offen

Das Duo Remo Gross/Sandro Rizzi, das am Dienstag beim Cupspiel gegen die Lakers (3:4 n.V.) an der Bande stand, wird gemäss einer Mitteilung «auf eigenen Wunsch» von seiner Aufgabe entbunden. «Kein Kommentar», hiess es dazu von Müller. Ob und wie die beiden im Verein weiterbeschäftigt werden, ist offen.

Während Riesen keine Stellung zu seinem neuen Amt nehmen wollte, sagte Müller, dass es sich um eine «interimistische Lösung» handle. «Wir sind mit Hochdruck daran, einen Trainer zu finden, wollen aber keinen Schnellschuss tätigen.» Für ihn ist klar: «Bis wir in ruhigeren Gewässern sind, helfen wir uns in allen Bereichen.» Vorerst heisse es aber: «Schaffe, schaffe, schaffe.» Für Müller gilt dies besonders: Bis spät in die Nacht führte er am Dienstag noch Telefongespräche mit Trainerkandidaten. «Ein Arbeitstag hat bei mir derzeit definitiv über acht Stunden. Aber für eine kurze Zeit ist das machbar.»

Riesen und Müller wollen primär wieder positive Impulse ins Team bringen. Viel mehr sei in der kurzen Zeit sowieso nicht möglich. «Zudem haben wir im ersten Training intensiv an der Defensive gearbeitet.»

«Jetzt muss Ruhe reinkommen»

Gefordert sind nun primär die Routiniers – allen voran Captain Andres Ambühl. Er will in dieser schwierigen Phase als Vorbild vorangehen. «Es ist wichtig, dass nun erst einmal wieder etwas Ruhe reinkommt und wir Spieler uns auf das sportliche Geschehen konzentrieren können.» Grosse Gedanken über einen neuen Trainer macht sich Ambühl nicht. «Wir haben einen Verwaltungsrat, der sich um solche Belangen kümmert.» Übrigens: Ambühl spielte wie die Wieser-Brüder einst noch zusammen mit Riesen für Davos. Zu Zeiten, als ein HCD ohne Del Curto unvorstellbar war.

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